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		<title>Der Streich - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Patricm am 13. Januar 2009 um 09:04 Uhr</title>
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Sie geht in den ersten Stock des Hauses und lässt die ausziehbare Leiter hinunter, die durch eine Luke in den Estrich führt. Es ist schummrig dort oben, eine einzige Glühbirne gibt Licht. Sie kämpft sich zwischen Kartonschachteln und allerlei herum liegenden Gegenständen hindurch, bis sie zu einem Kleiderständer kommt. Er ist aus Metall und deutet den Körper einer Frau an&lt;/del&gt;. Marianne &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;kaufte ihn einmal mit Roger in Südfrankreich, als sie dort im Urlaub waren.&amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht weiter und kommt an den Kartons mit Franks Modelleisenbahn vorbei. Auf einem Regal dahinter stehen alte Bücher, die niemand mehr lesen will. Dann öffnet Marianne eine Schachtel mit alten Kleidern. Eine Motte fliegt ihr entgegen. Da sind Pullover und Jeans der Kinder, mit denen sie einmal Tag für Tag in den Kindergarten und in die Schule gingen. Roger hatte zu Marianne gesagt, sie solle die alten Klamotten doch wegschmeissen. Doch Marianne hatte es nicht übers Herz gebracht. Sie dachte, vielleicht würden sich die Kinder eines Tages freuen, wenn sie ihre Babyklamotten zu sehen bekämen. In der rechten hinteren Ecke des Estrichs befinden sich die alten Schulsachen von Marianne und Roger. Marianne kniet auf den Boden und öffnet einen der Schuhkartons. Alte Hefte, in Schnürchenschrift angeschrieben, liegen darin. Sie nimmt einige der Sachen aus dem Karton und staunt, als sie die Hefte durchblättert, wie gut sie sich noch an einzelne Aufgaben und Übungen erinnern kann.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen den Schulheften taucht ein Buch auf.&amp;amp;nbsp;Darauf steht:&amp;amp;nbsp;“Meine Freunde“. Es ist ein Comic mit drei Mädchen darauf abgebildet. Marianne öffnet das Buch und blättert von vorne durch: Da ist Martina, die ihr ein Sprüchlein reingeschrieben hat. Oder Franziska, mit der sie immer ABBA-Platten hörte und die sie deshalb eine “Dancing Queen“ nannte. Und dann ist da noch Petra, die ihr ein kleines Fahrrad auf die Seite gezeichnet hat. Es sieht sie mit Augen an, die zu sagen scheinen: Ich weiß, was du getan hast. Die Erinnerung lässt sie nicht mehr los.&amp;lt;br&amp;gt;Es war an einem Mittwochnachmittag.&amp;amp;nbsp;Marianne und Petra&amp;amp;nbsp;gingen in die Badeanstalt. Marc war ein Junge aus der sechsten Klasse. Auch er war&amp;amp;nbsp;dort und machte mutige Sprünge vom Dreimeterbrett. Die beiden Mädchen standen daneben und bewunderten ihn. Sie tuschelten etwas und beschlossen dann, dass sie irgendwie auf sich aufmerksam machen mussten. Sie legten sich wieder auf ihre Handtücher und heckten einen Plan aus. Sie wollten das Fahrrad von Marc klauen, es an einen geheimen Ort bringen und dafür Lösegeld fordern. Sie zogen sich also an und gingen zu den Fahrrädern vor der Badeanstalt. Sie wussten genau, welches Marcs war. Er hatte es nicht abgeschlossen, denn niemand schloss damals sein Fahrrad ab. In einer schnellen Bewegung nahmen sie es und spazierten damit von der Badeanstalt weg. Sie hinterliessen einen Zettel, auf dem stand: “Um 19 Uhr beim alten Bahnhof. Lösegeld 50 Franken.“&amp;lt;br&amp;gt;Marianne und Petra&amp;amp;nbsp;gingen zum alten Bahnhof und warteten. Sie wussten, dass Marc sich jetzt langsam auf den Weg machen würde. Plötzlich tauchte er auf der Strasse auf, aber er war nicht alleine. Neben ihm ging ein Polizist. „Halt!“, rief dieser, als sich Marianne und Petra schon davon machen wollten. „Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?“, sagte der Polizist, als er bei ihnen ankam. Marc stand neben ihm und schwieg.&amp;lt;br&amp;gt;„Es sollte nur ein Spass sein“, sagte Martina mit schüchterner Stimme.&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist Diebstahl“, sagte der Polizist.&amp;lt;br&amp;gt;„Sagen Sie es jetzt unseren Eltern?“, fragte Petra.&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht wenn ihr euch bei mir entschuldigt“, sagte Marc.&amp;lt;br&amp;gt;„Es tut uns Leid&lt;/del&gt;.&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;&amp;quot;&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;[http&lt;/ins&gt;:&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;//www&lt;/ins&gt;.&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;cybertexte&lt;/ins&gt;.&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;ch/mod/wikilit/mediawiki/images/9/95/&lt;/ins&gt;Marianne.&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;mp3 HÖRSPIEL]&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Patricm</name></author>	</entry>

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		<title>LarsG: hat „Einfamilienhaus“ nach „Der Streich“ verschoben</title>
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		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<title>LarsG am 9. Januar 2009 um 09:28 Uhr</title>
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Sie geht in den ersten Stock des Hauses und lässt die ausziehbare Leiter hinunter, die durch eine Luke in den Estrich führt. Es ist schummrig dort oben, &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;nur &lt;/del&gt;eine einzige Glühbirne gibt Licht. Sie kämpft sich zwischen Kartonschachteln und allerlei herum liegenden Gegenständen hindurch, bis sie zu einem Kleiderständer kommt. Er ist aus Metall und deutet &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;in der Form &lt;/del&gt;den Körper einer Frau an. Marianne kaufte ihn einmal mit Roger in Südfrankreich, als sie dort im Urlaub waren&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;. Es war in Cannes auf einem Touristenmarkt. Vor genau zwölf Jahren. Die Kinder waren damals noch klein, sie schliefen im Hotelzimmer der Eltern, auf Extrabetten. Vier Tage waren sie in der Stadt&lt;/del&gt;. &amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht weiter und kommt an den Kartons mit Franks Modelleisenbahn vorbei. Auf einem Regal dahinter &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;an der Wand &lt;/del&gt;stehen alte Bücher, die niemand mehr lesen will. Dann öffnet Marianne eine Schachtel mit alten Kleidern. Eine Motte fliegt ihr entgegen. Da sind Pullover und Jeans der Kinder, mit denen sie einmal Tag für Tag in den Kindergarten und in die Schule gingen. Roger hatte zu Marianne gesagt, sie solle die alten Klamotten doch wegschmeissen. Doch Marianne hatte es nicht übers Herz gebracht. Sie dachte, vielleicht würden sich die Kinder eines Tages freuen, wenn sie ihre Babyklamotten zu sehen bekämen. In der &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;hinteren &lt;/del&gt;rechten Ecke des Estrichs befinden sich &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;alle &lt;/del&gt;alten Schulsachen von Marianne und Roger. Marianne kniet auf den Boden und öffnet einen der Schuhkartons. Alte Hefte, in Schnürchenschrift angeschrieben, &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;und Schulbücher &lt;/del&gt;liegen darin&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;: Geometrie 1, Deutsche Grammatik&lt;/del&gt;. Sie nimmt einige der Sachen aus dem Karton und staunt, als sie die Hefte durchblättert, wie gut sie sich noch an einzelne Aufgaben und Übungen erinnern kann&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;. So als wäre es erst gestern gewesen&lt;/del&gt;.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen den &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Schulbüchern &lt;/del&gt;taucht ein &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;anderes &lt;/del&gt;Buch auf. &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Es ist angeschrieben mit &lt;/del&gt;“Meine Freunde“. Es ist ein Comic mit drei Mädchen darauf abgebildet&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;. Sie haben alle langes Haar&lt;/del&gt;. Marianne öffnet das Buch und blättert von vorne durch: Da ist Martina, die ihr &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;das &lt;/del&gt;Sprüchlein &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;“Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heitren Stunden nur“ &lt;/del&gt;reingeschrieben hat. Oder Franziska, mit der sie immer ABBA-Platten hörte und die sie deshalb eine “Dancing Queen“ nannte. Und dann ist da noch Petra, die ihr ein kleines Fahrrad auf die Seite gezeichnet hat. Es sieht sie mit Augen an, die zu sagen scheinen: Ich weiß, was du getan hast. &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Marianne bemüht sich, an etwas anderes zu denken. Dass sie jetzt doch erwachsen wäre und wisse, dass Fahrräder keine Augen haben. Doch die &lt;/del&gt;Erinnerung lässt sie nicht mehr los.&amp;lt;br&amp;gt;Es war an einem Mittwochnachmittag&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;, nach der Schule&lt;/del&gt;. &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Sie &lt;/del&gt;gingen &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;zusammen &lt;/del&gt;in die Badeanstalt. Marc war ein Junge &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;in &lt;/del&gt;der sechsten Klasse&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;. Beide, Petra und Marianne, standen auf ihn&lt;/del&gt;. Auch er war &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;in der Badeanstalt &lt;/del&gt;und machte mutige Sprünge vom Dreimeterbrett. &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Marianne und Petra &lt;/del&gt;standen daneben und bewunderten ihn. Sie tuschelten etwas und beschlossen dann, dass sie irgendwie auf sich aufmerksam machen mussten. Sie legten sich wieder auf ihre Handtücher und heckten einen Plan aus. Sie wollten das Fahrrad von Marc &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;stehlen&lt;/del&gt;, es an einen geheimen Ort bringen und dafür Lösegeld fordern. Sie zogen sich also an und gingen zu den Fahrrädern vor der Badeanstalt. Sie wussten genau, welches Marcs war. Er hatte es nicht abgeschlossen, denn niemand schloss damals sein Fahrrad ab. In einer schnellen Bewegung nahmen sie es und spazierten damit von der Badeanstalt weg. Sie hinterliessen einen Zettel, auf dem stand: “Um 19 Uhr beim alten Bahnhof. Lösegeld 50 Franken.“&amp;lt;br&amp;gt;Petra &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;und Marianne &lt;/del&gt;gingen zum alten Bahnhof und warteten&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;. Es war kurz nach 18 Uhr&lt;/del&gt;. Sie wussten, dass Marc sich jetzt langsam auf den Weg &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;nachhause &lt;/del&gt;machen würde. Plötzlich tauchte er auf der &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;schnurgeraden &lt;/del&gt;Strasse auf, aber er war nicht alleine. Neben ihm ging ein Polizist. „Halt!“, rief dieser, als sich Marianne und Petra schon davon machen wollten. „Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?“, sagte der Polizist, als er bei ihnen &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;und dem Fahrrad &lt;/del&gt;ankam. Marc stand neben ihm und schwieg.&amp;lt;br&amp;gt;„Es sollte nur ein Spass sein“, sagte Martina mit schüchterner Stimme.&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist Diebstahl“, sagte der Polizist.&amp;lt;br&amp;gt;„Sagen Sie es jetzt unseren Eltern?“, fragte Petra.&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht wenn ihr euch bei mir entschuldigt“, sagte Marc.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;„Na gut“, sagten Marianne. &lt;/del&gt;„Es tut uns Leid. &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Wir wollten eben nur, dass du uns mal beachtest…“&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist euch aber gründlich gelungen“, sagte der Polizist. &lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Ein heftiges Gewitter zieht über den Ort. Marianne hat sich eben die Haare gewaschen. Es ist ruhig im Haus. Die Blätter im Garten fallen schnell, sie werden vom Wind an die Hauswand geklatscht. Marianne überlegt sich, was sie mit dem angebrochenen Tag anfangen soll. Sie geht im Haus umher. Plötzlich hat sie eine Idee: Sie könnte im Estrich in alten Sachen herumstöbern. Eigentlich wollte sie das Chaos dort oben ja schon lange aufräumen, doch nie hatte sie die Zeit oder Lust dazu. Sie geht in den ersten Stock des Hauses und lässt die ausziehbare Leiter hinunter, die durch eine Luke in den Estrich führt. Es ist schummrig dort oben, eine einzige Glühbirne gibt Licht. Sie kämpft sich zwischen Kartonschachteln und allerlei herum liegenden Gegenständen hindurch, bis sie zu einem Kleiderständer kommt. Er ist aus Metall und deutet den Körper einer Frau an. Marianne kaufte ihn einmal mit Roger in Südfrankreich, als sie dort im Urlaub waren.&amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht weiter und kommt an den Kartons mit Franks Modelleisenbahn vorbei. Auf einem Regal dahinter stehen alte Bücher, die niemand mehr lesen will. Dann öffnet Marianne eine Schachtel mit alten Kleidern. Eine Motte fliegt ihr entgegen. Da sind Pullover und Jeans der Kinder, mit denen sie einmal Tag für Tag in den Kindergarten und in die Schule gingen. Roger hatte zu Marianne gesagt, sie solle die alten Klamotten doch wegschmeissen. Doch Marianne hatte es nicht übers Herz gebracht. Sie dachte, vielleicht würden sich die Kinder eines Tages freuen, wenn sie ihre Babyklamotten zu sehen bekämen. In der rechten &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;hinteren &lt;/ins&gt;Ecke des Estrichs befinden sich &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;die &lt;/ins&gt;alten Schulsachen von Marianne und Roger. Marianne kniet auf den Boden und öffnet einen der Schuhkartons. Alte Hefte, in Schnürchenschrift angeschrieben, liegen darin. Sie nimmt einige der Sachen aus dem Karton und staunt, als sie die Hefte durchblättert, wie gut sie sich noch an einzelne Aufgaben und Übungen erinnern kann.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen den &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Schulheften &lt;/ins&gt;taucht ein Buch auf.&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;&amp;amp;nbsp;Darauf steht:&amp;amp;nbsp;&lt;/ins&gt;“Meine Freunde“. Es ist ein Comic mit drei Mädchen darauf abgebildet. Marianne öffnet das Buch und blättert von vorne durch: Da ist Martina, die ihr &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;ein &lt;/ins&gt;Sprüchlein reingeschrieben hat. Oder Franziska, mit der sie immer ABBA-Platten hörte und die sie deshalb eine “Dancing Queen“ nannte. Und dann ist da noch Petra, die ihr ein kleines Fahrrad auf die Seite gezeichnet hat. Es sieht sie mit Augen an, die zu sagen scheinen: Ich weiß, was du getan hast. &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Die &lt;/ins&gt;Erinnerung lässt sie nicht mehr los.&amp;lt;br&amp;gt;Es war an einem Mittwochnachmittag.&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;&amp;amp;nbsp;Marianne und Petra&amp;amp;nbsp;&lt;/ins&gt;gingen in die Badeanstalt. Marc war ein Junge &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;aus &lt;/ins&gt;der sechsten Klasse. Auch er war&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;&amp;amp;nbsp;dort &lt;/ins&gt;und machte mutige Sprünge vom Dreimeterbrett. &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Die beiden Mädchen &lt;/ins&gt;standen daneben und bewunderten ihn. Sie tuschelten etwas und beschlossen dann, dass sie irgendwie auf sich aufmerksam machen mussten. Sie legten sich wieder auf ihre Handtücher und heckten einen Plan aus. Sie wollten das Fahrrad von Marc &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;klauen&lt;/ins&gt;, es an einen geheimen Ort bringen und dafür Lösegeld fordern. Sie zogen sich also an und gingen zu den Fahrrädern vor der Badeanstalt. Sie wussten genau, welches Marcs war. Er hatte es nicht abgeschlossen, denn niemand schloss damals sein Fahrrad ab. In einer schnellen Bewegung nahmen sie es und spazierten damit von der Badeanstalt weg. Sie hinterliessen einen Zettel, auf dem stand: “Um 19 Uhr beim alten Bahnhof. Lösegeld 50 Franken.“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Marianne und &lt;/ins&gt;Petra&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;&amp;amp;nbsp;&lt;/ins&gt;gingen zum alten Bahnhof und warteten. Sie wussten, dass Marc sich jetzt langsam auf den Weg machen würde. Plötzlich tauchte er auf der Strasse auf, aber er war nicht alleine. Neben ihm ging ein Polizist. „Halt!“, rief dieser, als sich Marianne und Petra schon davon machen wollten. „Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?“, sagte der Polizist, als er bei ihnen ankam. Marc stand neben ihm und schwieg.&amp;lt;br&amp;gt;„Es sollte nur ein Spass sein“, sagte Martina mit schüchterner Stimme.&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist Diebstahl“, sagte der Polizist.&amp;lt;br&amp;gt;„Sagen Sie es jetzt unseren Eltern?“, fragte Petra.&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht wenn ihr euch bei mir entschuldigt“, sagte Marc.&amp;lt;br&amp;gt;„Es tut uns Leid.&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;&amp;quot;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<title>LarsG am 9. Januar 2009 um 09:14 Uhr</title>
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				<updated>2009-01-09T09:14:17Z</updated>
		
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Da sind Pullover und Jeans der Kinder, mit denen sie einmal Tag für Tag in den Kindergarten und in die Schule gingen. Roger hatte zu Marianne gesagt, sie solle die alten Klamotten doch wegschmeissen. Doch Marianne hatte es nicht übers Herz gebracht. Sie dachte, vielleicht würden sich die Kinder eines Tages freuen, wenn sie ihre Babyklamotten zu sehen bekämen. In der hinteren rechten Ecke des Estrichs befinden sich alle alten Schulsachen von Marianne und Roger. Marianne kniet auf den Boden und öffnet einen der Schuhkartons. Alte Hefte, in Schnürchenschrift angeschrieben, und Schulbücher liegen darin: Geometrie 1, Deutsche Grammatik. Sie nimmt einige der Sachen aus dem Karton und staunt, als sie die Hefte durchblättert, wie gut sie sich noch an einzelne Aufgaben und Übungen erinnern kann. So als wäre es erst gestern gewesen.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen den Schulbüchern taucht ein anderes Buch auf. Es ist angeschrieben mit “Meine Freunde“. Es ist ein Comic mit drei Mädchen darauf abgebildet. Sie haben alle langes Haar. Marianne öffnet das Buch und blättert von vorne durch: Da ist Martina, die ihr das Sprüchlein “Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heitren Stunden nur“ reingeschrieben hat. Oder Franziska, mit der sie immer ABBA-Platten hörte und die sie deshalb eine “Dancing Queen“ nannte. Und dann ist da noch Petra, die ihr ein kleines Fahrrad auf die Seite gezeichnet hat. Es sieht sie mit Augen an, die zu sagen scheinen: Ich weiß, was du getan hast. Marianne bemüht sich, an etwas anderes zu denken. Dass sie jetzt doch erwachsen wäre und wisse, dass Fahrräder keine Augen haben. Doch die Erinnerung lässt sie nicht mehr los.&amp;lt;br&amp;gt;Es war an einem Mittwochnachmittag, nach der Schule. Sie gingen zusammen in die Badeanstalt. Marc war ein Junge in der sechsten Klasse. Beide, Petra und Marianne, standen auf ihn. Auch er war in der Badeanstalt und machte mutige Sprünge vom Dreimeterbrett. Marianne und Petra standen daneben und bewunderten ihn. Sie tuschelten etwas und beschlossen dann, dass sie irgendwie auf sich aufmerksam machen mussten. Sie legten sich wieder auf ihre Handtücher und heckten einen Plan aus. Sie wollten das Fahrrad von Marc stehlen, es an einen geheimen Ort bringen und dafür Lösegeld fordern. Sie zogen sich also an und gingen zu den Fahrrädern vor der Badeanstalt. Sie wussten genau, welches Marcs war. Er hatte es nicht abgeschlossen, denn niemand schloss damals sein Fahrrad ab. In einer schnellen Bewegung nahmen sie es und spazierten damit von der Badeanstalt weg. Sie hinterliessen einen Zettel, auf dem stand: “Um 19 Uhr beim alten Bahnhof. Lösegeld 50 Franken.“&amp;lt;br&amp;gt;Petra und Marianne gingen zum alten Bahnhof und warteten. Es war kurz nach 18 Uhr. Sie wussten, dass Marc sich jetzt langsam auf den Weg nachhause machen würde. Plötzlich tauchte er auf der schnurgeraden Strasse auf, aber er war nicht alleine. Neben ihm ging ein Polizist. „Halt!“, rief dieser, als sich Marianne und Petra schon davon machen wollten. „Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?“, sagte der Polizist, als er bei ihnen und dem Fahrrad ankam. Marc stand neben ihm und schwieg.&amp;lt;br&amp;gt;„Es sollte nur ein Spass sein“, sagte Martina mit schüchterner Stimme.&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist Diebstahl“, sagte der Polizist.&amp;lt;br&amp;gt;„Sagen Sie es jetzt unseren Eltern?“, fragte Petra.&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht wenn ihr euch bei mir entschuldigt“, sagte Marc.&amp;lt;br&amp;gt;„Na gut“, sagten Marianne. „Es tut uns Leid. 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Eigentlich wollte sie das Chaos dort oben ja schon lange aufräumen, doch nie hatte sie die Zeit oder Lust dazu. Sie geht in den ersten Stock des Hauses und lässt die ausziehbare Leiter hinunter, die durch eine Luke in den Estrich führt. Es ist schummrig dort oben, nur eine einzige Glühbirne gibt Licht. Sie kämpft sich zwischen Kartonschachteln und allerlei herum liegenden Gegenständen hindurch, bis sie zu einem Kleiderständer kommt. Er ist aus Metall und deutet in der Form den Körper einer Frau an. Marianne kaufte ihn einmal mit Roger in Südfrankreich, als sie dort im Urlaub waren. Es war in Cannes auf einem Touristenmarkt. Vor genau zwölf Jahren. Die Kinder waren damals noch klein, sie schliefen im Hotelzimmer der Eltern, auf Extrabetten. Vier Tage waren sie in der Stadt. &amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht weiter und kommt an den Kartons mit Franks Modelleisenbahn vorbei. Auf einem Regal dahinter an der Wand stehen alte Bücher, die niemand mehr lesen will. 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Es ist angeschrieben mit “Meine Freunde“. Es ist ein Comic mit drei Mädchen darauf abgebildet. Sie haben alle langes Haar. Marianne öffnet das Buch und blättert von vorne durch: Da ist Martina, die ihr das Sprüchlein “Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heitren Stunden nur“ reingeschrieben hat. Oder Franziska, mit der sie immer ABBA-Platten hörte und die sie deshalb eine “Dancing Queen“ nannte. Und dann ist da noch Petra, die ihr ein kleines Fahrrad auf die Seite gezeichnet hat. Es sieht sie mit Augen an, die zu sagen scheinen: Ich weiß, was du getan hast. Marianne bemüht sich, an etwas anderes zu denken. Dass sie jetzt doch erwachsen wäre und wisse, dass Fahrräder keine Augen haben. Doch die Erinnerung lässt sie nicht mehr los.&amp;lt;br&amp;gt;Es war an einem Mittwochnachmittag, nach der Schule. Sie gingen zusammen in die Badeanstalt. Marc war ein Junge in der sechsten Klasse. Beide, Petra und Marianne, standen auf ihn. 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Plötzlich tauchte er auf der schnurgeraden Strasse auf, aber er war nicht alleine. Neben ihm ging ein Polizist. „Halt!“, rief dieser, als sich Marianne und Petra schon davon machen wollten. „Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?“, sagte der Polizist, als er bei ihnen und dem Fahrrad ankam. Marc stand neben ihm und schwieg.&amp;lt;br&amp;gt;„Es sollte nur ein Spass sein“, sagte Martina mit schüchterner Stimme.&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist Diebstahl“, sagte der Polizist.&amp;lt;br&amp;gt;„Sagen Sie es jetzt unseren Eltern?“, fragte Petra.&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht wenn ihr euch bei mir entschuldigt“, sagte Marc.&amp;lt;br&amp;gt;„Na gut“, sagten Marianne. „Es tut uns Leid. Wir wollten eben nur, dass du uns mal beachtest…“&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist euch aber gründlich gelungen“, sagte der Polizist. &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>LarsG am 7. November 2008 um 09:32 Uhr</title>
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		<title>LarsG am 7. November 2008 um 09:31 Uhr</title>
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Sie kämpft sich zwischen Kartonschachteln und allerlei herum liegenden Gegenständen hindurch, bis sie zu einem Kleiderständer kommt. Er ist aus Metall und deutet in der Form den Körper einer Frau an. Marianne kaufte ihn einmal mit Roger in Südfrankreich, als sie dort im Urlaub waren. Es war in Cannes auf einem Touristenmarkt. Vor genau zwölf Jahren. Die Kinder waren damals noch klein, sie schliefen im Hotelzimmer der Eltern, auf Extrabetten. Vier Tage waren sie in der Stadt. &amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht weiter und kommt an den Kartons mit Franks Modelleisenbahn vorbei. Auf einem Regal dahinter an der Wand stehen alte Bücher, die niemand mehr lesen will. Dann öffnet Marianne eine Schachtel mit alten Kleidern. Eine Motte fliegt ihr entgegen. Da sind Pullover und Jeans der Kinder, mit denen sie einmal Tag für Tag in den Kindergarten und in die Schule gingen. Roger hatte zu Marianne gesagt, sie solle die alten Klamotten doch wegschmeissen. Doch Marianne hatte es nicht übers Herz gebracht. Sie dachte, vielleicht würden sich die Kinder eines Tages freuen, wenn sie ihre Babyklamotten zu sehen bekämen. In der hinteren rechten Ecke des Estrichs befinden sich alle alten Schulsachen von Marianne und Roger. Marianne kniet auf den Boden und öffnet einen der Schuhkartons. Alte Hefte, in Schnürchenschrift angeschrieben, und Schulbücher liegen darin: Geometrie 1, Deutsche Grammatik. Sie nimmt einige der Sachen aus dem Karton und staunt, als sie die Hefte durchblättert, wie gut sie sich noch an einzelne Aufgaben und Übungen erinnern kann. So als wäre es erst gestern gewesen.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen den Schulbüchern taucht ein anderes Buch auf. Es ist angeschrieben mit “Meine Freunde“. Es ist ein Comic mit drei Mädchen darauf abgebildet. Sie haben alle langes Haar. Marianne öffnet das Buch und blättert von vorne durch: Da ist Martina, die ihr das Sprüchlein “Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heitren Stunden nur“ reingeschrieben hat. Oder Franziska, mit der sie immer ABBA-Platten hörte und die sie deshalb eine “Dancing Queen“ nannte. Und dann ist da noch Petra, die ihr ein kleines Fahrrad auf die Seite gezeichnet hat. Es sieht sie mit Augen an, die zu sagen scheinen: Ich weiß, was du getan hast. Marianne bemüht sich, an etwas anderes zu denken. Dass sie jetzt doch erwachsen wäre und wisse, dass Fahrräder keine Augen haben. Doch die Erinnerung lässt sie nicht mehr los.&amp;lt;br&amp;gt;Es war an einem Mittwochnachmittag, nach der Schule. Sie gingen zusammen in die Badeanstalt. Marc war ein Junge in der sechsten Klasse. Beide, Petra und Marianne, standen auf ihn. Auch er war in der Badeanstalt und machte mutige Sprünge vom Dreimeterbrett. Marianne und Petra standen daneben und bewunderten ihn. Sie tuschelten etwas und beschlossen dann, dass sie irgendwie auf sich aufmerksam machen mussten. Sie legten sich wieder auf ihre Handtücher und heckten einen Plan aus. Sie wollten das Fahrrad von Marc stehlen, es an einen geheimen Ort bringen und dafür Lösegeld fordern. Sie zogen sich also an und gingen zu den Fahrrädern vor der Badeanstalt. Sie wussten genau, welches Marcs war. Er hatte es nicht abgeschlossen, denn niemand schloss damals sein Fahrrad ab. In einer schnellen Bewegung nahmen sie es und spazierten damit von der Badeanstalt weg. Sie hinterliessen einen Zettel, auf dem stand: “Um 19 Uhr beim alten Bahnhof. Lösegeld 50 Franken.“&amp;lt;br&amp;gt;Petra und Marianne gingen zum alten Bahnhof und warteten. Es war kurz nach 18 Uhr. Sie wussten, dass Marc sich jetzt langsam auf den Weg nachhause machen würde. Plötzlich tauchte er auf der schnurgeraden Strasse auf, aber er war nicht alleine. 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Sie geht in den ersten Stock des Hauses und lässt die ausziehbare Leiter hinunter, die durch eine Luke in den Estrich führt. Es ist schummrig dort oben, nur eine einzige Glühbirne gibt Licht. Sie kämpft sich zwischen Kartonschachteln und allerlei herum liegenden Gegenständen hindurch, bis sie zu einem Kleiderständer kommt. Er ist aus Metall und deutet in der Form den Körper einer Frau an. Marianne kaufte ihn einmal mit Roger in Südfrankreich, als sie dort im Urlaub waren. Es war in Cannes auf einem Touristenmarkt. Vor genau zwölf Jahren. Die Kinder waren damals noch klein, sie schliefen im Hotelzimmer der Eltern, auf Extrabetten. Vier Tage waren sie in der Stadt. &amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht weiter und kommt an den Kartons mit Franks Modelleisenbahn vorbei. Auf einem Regal dahinter an der Wand stehen alte Bücher, die niemand mehr lesen will. Dann öffnet Marianne eine Schachtel mit alten Kleidern. Eine Motte fliegt ihr entgegen. 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Es ist ein Comic mit drei Mädchen darauf abgebildet. Sie haben alle langes Haar. Marianne öffnet das Buch und blättert von vorne durch: Da ist Martina, die ihr das Sprüchlein “Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heitren Stunden nur“ reingeschrieben hat. Oder Franziska, mit der sie immer ABBA-Platten hörte und die sie deshalb eine “Dancing Queen“ nannte. Und dann ist da noch Petra, die ihr ein kleines Fahrrad auf die Seite gezeichnet hat. Es sieht sie mit Augen an, die zu sagen scheinen: Ich weiß, was du getan hast. Marianne bemüht sich, an etwas anderes zu denken. Dass sie jetzt doch erwachsen wäre und wisse, dass Fahrräder keine Augen haben. Doch die Erinnerung lässt sie nicht mehr los.&amp;lt;br&amp;gt;Es war an einem Mittwochnachmittag, nach der Schule. Sie gingen zusammen in die Badeanstalt. Marc war ein Junge in der sechsten Klasse. Beide, Petra und Marianne, standen auf ihn. Auch er war in der Badeanstalt und machte mutige Sprünge vom Dreimeterbrett. Marianne und Petra standen daneben und bewunderten ihn. Sie tuschelten etwas und beschlossen dann, dass sie irgendwie auf sich aufmerksam machen mussten. Sie legten sich wieder auf ihre Handtücher und heckten einen Plan aus. Sie wollten das Fahrrad von Marc stehlen, es an einen geheimen Ort bringen und dafür Lösegeld fordern. Sie zogen sich also an und gingen zu den Fahrrädern vor der Badeanstalt. Sie wussten genau, welches Marcs war. Er hatte es nicht abgeschlossen, denn niemand schloss damals sein Fahrrad ab. In einer schnellen Bewegung nahmen sie es und spazierten damit von der Badeanstalt weg. Sie hinterliessen einen Zettel, auf dem stand: “Um 19 Uhr beim alten Bahnhof. Lösegeld 50 Franken.“&amp;lt;br&amp;gt;Petra und Marianne gingen zum alten Bahnhof und warteten. Es war kurz nach 18 Uhr. Sie wussten, dass Marc sich jetzt langsam auf den Weg nachhause machen würde. Plötzlich tauchte er auf der schnurgeraden Strasse auf, aber er war nicht alleine. Neben ihm ging ein Polizist. „Halt!“, rief dieser, als sich Marianne und Petra schon davon machen wollten. „Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?“, sagte der Polizist, als er bei ihnen und dem Fahrrad ankam. Marc stand neben ihm und schwieg.&amp;lt;br&amp;gt;„Es sollte nur ein Spass sein“, sagte Martina mit schüchterner Stimme.&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist Diebstahl“, sagte der Polizist.&amp;lt;br&amp;gt;„Sagen Sie es jetzt unseren Eltern?“, fragte Petra.&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht wenn ihr euch bei mir entschuldigt“, sagte Marc.&amp;lt;br&amp;gt;„Na gut“, sagten Marianne. „Es tut uns Leid. Wir wollten eben nur, dass du uns mal beachtest…“&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist euch aber gründlich gelungen“, sagte der Polizist. &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<title>LarsG: Die Seite wurde neu angelegt: Ein heftiges Gewitter zieht über B. Es ist Mittwochmorgen, Marianne hat sich eben die Haare gewaschen. Es ist ruhig im Haus. Die Blätter im Garten fallen schnell hinu...</title>
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				<updated>2008-11-07T09:10:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: Ein heftiges Gewitter zieht über B. Es ist Mittwochmorgen, Marianne hat sich eben die Haare gewaschen. Es ist ruhig im Haus. Die Blätter im Garten fallen schnell hinu...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein heftiges Gewitter zieht über B. Es ist Mittwochmorgen, Marianne hat sich eben die Haare gewaschen. Es ist ruhig im Haus. Die Blätter im Garten fallen schnell hinunter, sie werden vom Wind an die Hauswand geklatscht. Marianne überlegt sich, was sie mit dem angebrochenen Tag anfangen könnte. Sie geht im Haus umher. Plötzlich hat sie eine Idee: Sie könnte im Estrich in alten Sachen herumstöbern. Eigentlich wollte sie das Chaos dort oben ja schon lange aufräumen, doch nie hatte sie die Zeit oder Lust dazu. Sie geht in den ersten Stock des Hauses und lässt die ausziehbare Leiter hinunter, die durch eine Luke in den Estrich führt. Es ist schummrig dort oben, nur eine einzige Glühbirne gibt Licht. Sie kämpft sich zwischen Kartonschachteln und allerlei herum liegenden Gegenständen hindurch, bis sie zu einem Kleiderständer kommt. Er ist aus Metall und deutet in der Form den Körper einer Frau an. Marianne kaufte ihn einmal mit Roger in Südfrankreich, als sie dort im Urlaub waren. Es war in Cannes auf einem Touristenmarkt. Vor genau zwölf Jahren. Die Kinder waren damals noch klein, sie schliefen im Hotelzimmer der Eltern, auf Extrabetten. Vier Tage waren sie in der Stadt. &amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht weiter und kommt an den Kartons mit Franks Modelleisenbahn vorbei. Auf einem Regal dahinter an der Wand stehen alte Bücher, die niemand mehr lesen will. Dann öffnet Marianne eine Schachtel mit alten Kleidern. Eine Motte fliegt ihr entgegen. Da sind Pullover und Jeans der Kinder, mit denen sie einmal Tag für Tag in den Kindergarten und in die Schule gingen. Roger hatte zu Marianne gesagt, sie solle die alten Klamotten doch wegschmeissen. Doch Marianne hatte es nicht übers Herz gebracht. Sie dachte, vielleicht würden sich die Kinder eines Tages freuen, wenn sie ihre Babyklamotten zu sehen bekämen. In der hinteren rechten Ecke des Estrichs befinden sich alle alten Schulsachen von Marianne und Roger. Marianne kniet auf den Boden und öffnet einen der Schuhkartons. Alte Hefte, in Schnürchenschrift angeschrieben, und Schulbücher liegen darin: Geometrie 1, Deutsche Grammatik. Sie nimmt einige der Sachen aus dem Karton und staunt, als sie die Hefte durchblättert, wie gut sie sich noch an einzelne Aufgaben und Übungen erinnern kann. So als wäre es erst gestern gewesen.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen den Schulbüchern taucht ein anderes Buch auf. Es ist angeschrieben mit “Meine Freunde“. Es ist ein Comic mit drei Mädchen darauf abgebildet. Sie haben alle langes Haar. Marianne öffnet das Buch und blättert von vorne durch: Da ist Martina, die ihr das Sprüchlein “Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heitren Stunden nur“ reingeschrieben hat. Oder Franziska, mit der sie immer ABBA-Platten hörte und die sie deshalb eine “Dancing Queen“ nannte. Und dann ist da noch Petra, die ihr ein kleines Fahrrad auf die Seite gezeichnet hat. Es sieht sie mit Augen an, die zu sagen scheinen: Ich weiß, was du getan hast. Marianne bemüht sich, an etwas anderes zu denken. Dass sie jetzt doch erwachsen wäre und wisse, dass Fahrräder keine Augen haben. Doch die Erinnerung lässt sie nicht mehr los.&amp;lt;br&amp;gt;Es war an einem Mittwochnachmittag, nach der Schule. Sie gingen zusammen in die Badeanstalt. Marc war ein Junge in der sechsten Klasse. Beide, Petra und Marianne, standen auf ihn. Auch er war in der Badeanstalt und machte mutige Sprünge vom Dreimeterbrett. Marianne und Petra standen daneben und bewunderten ihn. Sie tuschelten etwas und beschlossen dann, dass sie irgendwie auf sich aufmerksam machen mussten. Sie legten sich wieder auf ihre Handtücher und heckten einen Plan aus. Sie wollten das Fahrrad von Marc stehlen, es an einen geheimen Ort bringen und dafür Lösegeld fordern. Sie zogen sich also an und gingen zu den Fahrrädern vor der Badeanstalt. Sie wussten genau, welches Marcs war. Er hatte es nicht abgeschlossen, denn niemand schloss damals sein Fahrrad ab. In einer schnellen Bewegung nahmen sie es und spazierten damit von der Badeanstalt weg. Sie hinterliessen einen Zettel, auf dem stand: “Um 19 Uhr beim alten Bahnhof. Lösegeld 50 Franken.“&amp;lt;br&amp;gt;Petra und Marianne gingen zum alten Bahnhof und warteten. Es war kurz nach 18 Uhr. Sie wussten, dass Marc sich jetzt langsam auf den Weg nachhause machen würde. Plötzlich tauchte er auf der schnurgeraden Strasse auf, aber er war nicht alleine. Neben ihm ging ein Polizist. „Halt!“, rief dieser, als sich Marianne und Petra schon davon machen wollten. „Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?“, sagte der Polizist, als er bei ihnen und dem Fahrrad ankam. Marc stand neben ihm und schwieg.&amp;lt;br&amp;gt;„Es sollte nur ein Spass sein“, sagte Martina mit schüchterner Stimme.&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist Diebstahl“, sagte der Polizist.&amp;lt;br&amp;gt;„Sagen Sie es jetzt unseren Eltern?“, fragte Petra.&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht wenn ihr euch bei mir entschuldigt“, sagte Marc.&amp;lt;br&amp;gt;„Na gut“, sagten Marianne. „Es tut uns Leid. Wir wollten eben nur, dass du uns mal beachtest…“&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist euch aber gründlich gelungen“, sagte der Polizist.&lt;br /&gt;
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Marianne blättert weiter im Buch. Da ist Rebekka, mit der sie später Tennis spielte. Sie war die Freundin von Marc und verbrachte viel Zeit mit Marianne, obwohl sie zwei Jahre älter war als sie. Marianne blättert immer schneller und liest die Sprüche und Wünsche ihrer Freundinnen nur noch quer. Dann legt sie das Buch zurück, verschliesst die Kiste und geht zur Leiter.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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