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		<title>Simultan - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<updated>2026-06-04T21:08:36Z</updated>
		<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Stooossen,_ziiiehen</id>
		<title>Stooossen, ziiiehen</title>
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				<updated>2009-01-09T11:58:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;quot;Die Tür ist zu, ich hab abgeschlossen“, fing&amp;amp;nbsp;er wieder an, vor hin zu flüstern, als wäre das Teil des Abschließens “Stoooßen, ziiiehen“ als würde die Tür überhaupt nur so abgeschlossen werden können. „Ich hab NACH RECHTS abgeschlossen. Die Tür ist zu.&amp;quot; Dabei beugte er sich immer nach vorn, als wäre im Türschloss ein Mikrofon zur Spracherkennung eingebaut. Dann stemmte Hugo seinen Fuß gegen die Tür, um zu testen, ob sie auch wirklich zu war, bis sie anfing zu knarren. &amp;quot;Hugo!&amp;quot; Hugo erschrak, kniff die Augen zusammen und zog den Kopf ein, als würde es im Treppenhaus anfangen zu regnen. Das Gesicht halb im Mantelkragen verschwunden. &amp;quot;Hugo!!&amp;quot; sagte [[Die Streetworkerin|seine Schwester]] so laut sie nur konnte, ohne zu schreien, und schaute dabei wie ein Autofahrer, der einen Fußgänger böse anguckt, weil er gerade dann über den Zebrastreifen geht, als er da lang fahren will „Jetzt komm endlich, [[Hugo|die Tür ist zu]]!&amp;quot;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Toilettenratten</id>
		<title>Toilettenratten</title>
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				<updated>2009-01-09T11:57:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hugo nahm die Gesamtausgabe vom Deckel, keine Ratte. &amp;lt;br&amp;gt;Arno Schmidts gesammelte Werke lagen schwer und originalboxig auf dem Deckel, noch eingeschweißt. Hugo hatte als Teenager eine Dokumentation über Ratten gesehen, die Abflussrohre hoch klettern und seitdem Angst, eine Ratte könnte in seiner Kloschüssel auftauchen. Das war auch der Grund, warum er immer im Stehen machte. Zuhause. Öffentliche Toiletten kamen für Hugo gar nicht in Frage, die erinnerten ihn zu sehr an den Sportunterricht. Duck-Dich-Ball mit Keimen statt mit Bällen, hatte&amp;amp;nbsp;seine Schwester&amp;amp;nbsp;das immer genannt.&amp;lt;br&amp;gt;Jetzt, wo der Deckel oben war, hatte er das Gefühl, auch machen zu müssen. Zog die Jeans runter, die Unterhose, beides nur halb, nichts durfte den Boden berühren, der so sauber war und glänzte, als käme er Fliese für Fliese aus der Spülmaschine. &amp;lt;br&amp;gt;Wenn man genau hinguckte, glänzte und glitzerte alles in Hugos Wohnung, der Ofen, die Steckdosen und der Toilettenrollenständer, das Parkett, die Birne im Deckenfluter und die künstliche Efeutute, die er von seiner Schwester zum Geburtstag geschenkt gekriegt hatte, jedes einzelne Blatt, von oben und unten, es glänzte auf dem Kleiderschrank, unter dem Kleiderschrank, hinter dem Kleiderschrank, im Kleiderschrank, die weißen Fliesen im Bad waren kaum vom Spiegel zu unterscheiden und die Fenster wie unsichtbar. &amp;lt;br&amp;gt;Eine Hummel flog mehrere Male gegen die Scheibe, bis sie endlich kapiert hatte, dass es dort nicht weiterging - der Rekord stammte aus dem letzten Sommer und lag bei sieben Versuchen. &amp;lt;br&amp;gt;Hugo stand breitbeinig und beugte sich leicht nach vorn, in der einen Hand hielt er den kleinen Hugo, in der anderen den Karton mit Arno Schmidts gesammelten Werken, dessen Platz ja schließlich auf dem Deckel war, und ein anderer Platz, das wäre nicht richtig, fand Hugo, auch wenn es nur für die Dauer seines Toilettenaufenthalts gewesen wäre. Außerdem hatte er so was zum Werfen, für den Fall, dass eine Ratte gerade dann auftauchen sollte.&amp;lt;br&amp;gt;Beim Abziehen musste Hugo ans [[Meer Hugo|Meer]] denken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Fenster</id>
		<title>Fenster</title>
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				<updated>2009-01-09T11:56:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein dumpfes Geräusch und [[Hugo|Hugo]] ging dahin, wo es hergekommen war. Er ging zum Fenster. Etwas war von außen gegen die Scheibe geflogen. Eine klare geleeartige Substanz war zu sehen, fingernagelgroß, schlierte und klebte und versperrte ihm die Sicht. Und etwas schwarzes dünnes längliches stach daraus hervor. Ein Insektenbein, dachte Hugo, oder ein Fühler. &amp;lt;br&amp;gt;Hugo holte einen Lappen. Die Sonne schien und räkelte sich auf einer Wolke. Das gefiel ihm nicht, das animierte die Leute nur wieder alles draußen zu machen. Eine Frau auf dem Balkon gegenüber am Sonnen, Sonnenbrille und Bikini. Nein, das wollte er nicht sehen. Er versuchte sich auf den Fleck zu konzentrieren. Der Fleck war hartnäckig, Hugo musste in die Küche und den Lappen anfeuchten. Schon besser. &amp;lt;br&amp;gt;Auf dem Bürgersteig unter dem Balkon mit der Frau sah er zwei Jungen. Sie hatten ihre Fahrräder umgedreht, auf den Lenker. Putzten die Speichen. Ölten die Kette und flickten den Vorderreifen. Das eine Fahrrad schien ihn mit seinem zyklopischen Auge anzusehen. Es sah ihn an und sah ihn an und hörte gar nicht mehr auf, ihn anzusehen. Es sah ihn mit Augen an, die zu sagen schienen: Ich weiß, was du getan hast. &amp;lt;br&amp;gt;Es weiß bescheid, dachte Hugo, alle Fahrräder wissen bescheid. Und dachte dabei an Poe, das verräterische Herz. Wohnzimmer, erstes Regal, oben links bei den Kurzgeschichten. Hugo hatte lange nicht daran gedacht. Damals war er acht oder neun gewesen und Frauke zwei Jahre jünger gerade dabei, dass Fahrradfahren zu lernen. Er selbst hatte es gehasst. Der unkontrollierbare Lenker, die Höhe und das seine Füße den Boden nicht berührten. Fahrradfahren war für Hugo wie für andere Kinder [[Herd|'''Brokkoliessen''']]. Und das hatte er seinem Vater auch gesagt und dann musste er auch nicht mehr. &amp;lt;br&amp;gt;Aber [[Die Streetworkerin|Frauke]]. Sturz um Sturz, die vielen Schürfwunden am Knie, Eiter, die Kruste, sie ekelte ihn an und tat ihm leid zugleich, der viele Schweiß und die fettigen Haare unter dem Helm. Hugo hatte ihr nur helfen wollen. Schlich als alle beim Abendessen waren, er hatte keinen Hunger, hatte er gesagt, runter und fuhr mit dem Fahrrad davon. Das heißt: er schob es davon. Ging so schnell er konnte, ohne dabei zu laufen. Die Finger den Lenker fest umschlossen. Drehte sich um und um und wieder. Niemand zu sehen. Sein Herz klopfte unter seinem Kehlkopf wie das verräterische Herz von Edgar Allen Poe. Er hatte es geschenkt bekommen, weil Frauke sein Fahrrad gekriegt hatte. Einen neuen Erzählband. Und Hugo hatte sich gefreut. &amp;lt;br&amp;gt;Er schob und schob und schob, bis er im Park angekommen war. Dort lehnte er es an eine Bank und ging wieder nach Hause. Das Schloss hatte er unterwegs an einen Mülleimer gekettet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fahrräder|Kategorie: Fahrräder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Herd</id>
		<title>Herd</title>
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				<updated>2009-01-09T11:56:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Vibrieren stoppte, wenigstens das. Dann schob er das Handy zurück in seine Jeans wie in eine Handytasche. Hugo rannte nie, überlegte kurz, ob er das Handy doch wieder aus der Tasche nehmen sollte, entschied sich aber dagegen und humpelte, so schnell er konnte, in die Küche. Der Herd. „Vorne links, steht auf Null - Null heißt kein Gas! Der Herd ist aus! Ist aus! Der Herd! Null! Kein Gas!“&amp;lt;br&amp;gt;Zwei weitere, unbeantwortete Anrufe seiner Schwester später, hatte er auch die anderen drei Herdplatten überprüft. Und den Ofen. Die Fenster in der Küche, im Schlaf- und Wohnzimmer.&amp;amp;nbsp;Hugos Wohnung war klein, ein [[Fenster|Fenster]] pro Zimmer. Darauf hatte&amp;amp;nbsp;seine Schwester&amp;amp;nbsp;geachtet. Im Bad gab es gar keine Fenster, dafür eine [[Toilettenratten|Toilette]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Der_Weckertick</id>
		<title>Der Weckertick</title>
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				<updated>2009-01-09T11:54:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das war’s,&amp;amp;nbsp;Hugo hatte alles kontrolliert. Wenn er für einen Teil zu lange brauchte, musste er noch mal von vorne anfangen. Das passierte ein bis zwei Mal im Monat, wenn er nicht ausgeschlafen war. Weil er sich am Abend zuvor zu oft wecken musste, um zu sehen, ob er auch wirklich wieder aufwachen würde – er stellte sich dann immer den Wecker auf eine halbe Stunde, nachdem er ins Bett gegangen war. Wenn er um 21Uhr30 ins Bett ging, stellte er sich den Wecker auf 22Uhr, und wenn er damit einmal begonnen hatte, musste er sich den Wecker noch vier bis fünf weitere Male stellen. Das war aber gestern nicht der Fall gewesen, er hatte gut geschlafen, was bei Hugo hieß, dass er sich ausnahmsweise mal nicht an seine Träume erinnern konnte, in denen es vor Ratten nur so wimmelte. Ein Traum kam immer wieder, er war fünf oder sechs und seine Mutter hatte ihm im Kinderparadies bei Ikea vergessen, nur waren die vielen bunte Bälle, in denen er da tauchte, gar keine bunten Bälle, sondern kleine, runde, getrocknete Rattenköttel, die erst richtig anfingen zu stinken, wenn er die harte Schale irgendwie beschädigte. Hugo war mit der Kontrolle zügig durchgekommen und jetzt bereit [[Stooossen, ziiiehen|die Wohnung zu verlassen]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Geldautomat</id>
		<title>Geldautomat</title>
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				<updated>2009-01-09T11:53:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich drücke 1. Jedenfalls glaube ich, dass ich 1 gedrückt habe. Sehen kann ich das nicht. Sicher sein kann ich mir nicht. Ein Stern auf einem Display. Das ist alles, was ich sehen kann.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Ich flüstere: „Rot für Abbruch.“&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;„Rot für Abbruch.“&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;„Rot für Abbruch“&amp;lt;br&amp;gt;Stern, Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern, Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern, rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern, rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern, rot, Stern, rot, Stern, rot.&amp;lt;br&amp;gt;„Rot für Abbruch“, flüstere ich.&amp;lt;br&amp;gt;Dann eine tiefe Stimme: „Ob ich noch lange bräuchte?“, sagt sie. Und: „Andere müssten auch Geld abholen.“&amp;lt;br&amp;gt;Ich drehe mich um, langsam. Den Kopf zuerst. Da steht ein [[Matteo Milani|Mann]], den ich nicht kenne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was is jetzt?&amp;quot;, sagt er. &amp;quot;[[World-Wide-Web-Polizei|'''Fertig?''']]&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Geldautomat</id>
		<title>Geldautomat</title>
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				<updated>2009-01-09T11:52:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich drücke 1. Jedenfalls glaube ich, dass ich 1 gedrückt habe. Sehen kann ich das nicht. Sicher sein kann ich mir nicht. Ein Stern auf einem Display. Das ist alles, was ich sehen kann.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Ich flüstere: „Rot für Abbruch.“&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;„Rot für Abbruch.“&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;„Rot für Abbruch“&amp;lt;br&amp;gt;Stern, Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern. Stern. Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern, Stern. Rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern, rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern, rot.&amp;lt;br&amp;gt;Stern, rot, Stern, rot, Stern, rot.&amp;lt;br&amp;gt;„Rot für Abbruch“, flüstere ich.&amp;lt;br&amp;gt;Dann eine tiefe Stimme: „Ob ich noch lange bräuchte?“, sagt sie. Und: „Andere müssten auch Geld abholen.“&amp;lt;br&amp;gt;Ich drehe mich um, langsam. Den Kopf zuerst. Da steht ein [[Matteo Milani|Mann]], den ich nicht kenne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was is jetzt?&amp;quot;, sagt er. &amp;quot;[[World-Wide-Web-Polizei|Fertig?]]&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Hugo|Kategorie: Hugo]] [[Category:Freitag-31-10-2008|Kategorie:Freitag-31-10-2008‎]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/World-Wide-Web-Polizei</id>
		<title>World-Wide-Web-Polizei</title>
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				<updated>2009-01-09T11:51:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Handy fing wieder an zu vibrieren. Er überlegte kurz, ob er es in der Hosentasche lassen sollte, weil es nur seine Schwester sein konnte, niemand sonst hatte seine Nummer, aber er musste es genau wissen. Er konnte nicht anders, musste sich sicher sein. Und ja, es war seine Schwester, wieder ignorierte er den Anruf. Was ihm jedes Mal große Mühe bereitete, [[Geldautomat|seiner Natur widersprach]] und er auch nur deshalb aushalten konnte, weil er wusste, was seine Schwester wollte, was sie sagen und von ihm verlangen würde. Er war ja gleich soweit, nur noch den Computer hochfahren und nachsehen, ob das Internet noch da war, dann hatte er alles gecheckt und es konnte losgehen, wieder losgehen. Hugo mochte Computer, Nullen und Einsen, das gefiel ihm. Das Internet,&amp;amp;nbsp;er hatte sich überall ausgeloggt. Wikipedia sein letzter Eintrag war auch noch da. Hugo war erleichtert, wirklich erleichtert, wenn er nicht so schlecht von ihnen denken würde, hätte er jetzt am liebsten ein paar Freudentränen vergossen und wie Bonbons in sein Wohnzimmer geworfen, links und rechts gegen den Bildschirm, so wie die Leute beim Karnevalsumzug immer von ihren bunten Wagen herunter. Wikipedia war sein Hobby, sein einziges Hobby, wenn man das als Hobby bezeichnen konnte, World-Wide-Web-Polizei zu spielen und Rechtschreibfehler den Betreibern der Seite zu melden. Aber so war es nun mal, das war es, was ihm Spaß machte. „Das grüne Lämpchen ist aus, der Computer ist aus! Das grüne Lämpchen! [[Der Weckertick|Aus]]!“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/T%C3%BCr</id>
		<title>Tür</title>
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				<updated>2009-01-09T11:50:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Migros'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß, dass [[Daisy|sie]] mich ansieht. Wie sie mich ansieht, will ich gar nicht wissen. &amp;lt;br&amp;gt;Ich stehe vorm Migros, gucke nach unten, gucke auf den Boden und versuche den plattgetretenen Kaugummi zu ignorieren. Ich warte, ich vertraue der automatischen Tür nicht. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sagt mir, dass sie sich auch für mich öffnet? Und wenn sie sich öffnet, wer sagt mir, dass sie nicht genau dann wieder zugeht, wenn ich durchgehe? Ja, wer sagt mir, dass ich nicht in zwei Teile geteilt werde? Oder: wenn der Schnitt nicht sauber auf der Hälfte ist? Was, wenn ich in zwei Drittel und ein Drittel geteilt werde? &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich frage mich, ob ich [[Die Streetworkerin|Frauke]] anrufen soll. Frauke könnte mir helfen. &amp;lt;br&amp;gt;Diese Frau. Ich verstehe das nicht. Wieso geht sie nicht rein? Warum steht sie einfach nur da? Sieht mich an? Jedenfalls glaube ich, dass sie das tut, mich ansieht. Ich sehe nicht nach, sehe sie nicht an, ich gucke nach unten. Die Jeans ist zu lang, der Stoff an ihrer Ferse aufgeribbelt. Zieht vereinzelt Fäden, Fransen wie bei Fraukes neuem Pony. &amp;lt;br&amp;gt;Dabei wäre sie genau richtig. Breit genug. Da könnte ich mit reinschlüpfen. Da würde mich die automatische Tür garantiert nicht erwischen. So dick wie die ist. Ich schaue nicht hoch. Im Augenwinkel kann ich ihre massigen Waden sehen. Sehe wie sich der Jeansstoff um ihre Schenkel spannt. Wie ein mit Fleisch und Fett gefüllter Spritzbeutel. &amp;lt;br&amp;gt;Ich mache einen Schritt '''[[Meer_Hugo|zurück]]''' und sie folgt mir. Mache noch einen. Sie folgt mir wieder. Ihre Stiefel zeigen in meine Richtung, penetrant und nass und dreckig [[Star|starren]] sie mich an und wollen nicht verschwinden. Wollen nicht reingehen. Nicht reingehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also gehe ich. Drehe mich um und gehe. Nach Hause. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde Frauke nicht anrufen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Meer_Hugo</id>
		<title>Meer Hugo</title>
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				<updated>2009-01-09T11:48:35Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Rauschen war&amp;amp;nbsp;ihm zuwider. Das Meer, die Wellen erinnerten ihn an die Autos vor seinem Fenster, wie sie immer in gleichen Abständen an seiner Wohnung vorbeirauschten. Einmal hatte seine Schwester eine Muschel nach Haus gebracht und ihm ans Ohr gehalten, da musste er weinen, und Weinen, das mochte er nicht. Er war froh, dass der Ausflug nicht ans Meer ging, sondern nur in den [[Tür|Supermarkt]]. Und wenn es da laut sein sollte, dürfte er auch Ohropax benutzen, das hatte ihm seine Schwester versprochen.&amp;amp;nbsp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugo hatte keine Lust, in den Supermarkt zu gehen. Frauke mochte Supermärkte, die vielen Menschen, die viele Auswahl, seine Schwester mochte sowieso viele Dinge, die er nicht nachvollziehen konnte. Hörspiele zum Beispiel, wie konnte man nur Hörspiele mögen, das war ihm ein Rätsel, wenn es doch Bücher gab. Theaterstücke oder Romane mit viel Dialog waren ihm schon unheimlich, aber immerhin noch leise, Hörspiele dagegen einfach nur laut. Denken war ihm so viel lieber als Sprechen. Telepathie wäre ihm am liebsten gewesen, Sprechen nur wenn es unbedingt sein musste. Wenn es irgendwie ging, versuchte er auch um Hallos und Tschüss’ [[World-Wide-Web-Polizei|drum rumzukommen]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Toilettenratten</id>
		<title>Toilettenratten</title>
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				<updated>2009-01-09T11:47:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hugo nahm die Gesamtausgabe vom Deckel, keine Ratte. &amp;lt;br&amp;gt;Arno Schmidts gesammelte Werke lagen schwer und originalboxig immer auf dem Deckel, noch eingeschweißt. Hugo hatte als Teenager eine Dokumentation über Ratten gesehen, die Abflussrohre hoch klettern und seitdem Angst, eine Ratte könnte in seiner Kloschüssel auftauchen. Das war auch der Grund, warum er immer im Stehen machte. Zuhause. Öffentliche Toiletten kamen für Hugo gar nicht in Frage, die erinnerten ihn zu sehr an den Sportunterricht. Duck-Dich-Ball mit Keimen statt mit Bällen, hatte&amp;amp;nbsp;seine Schwester&amp;amp;nbsp;das immer genannt.&amp;lt;br&amp;gt;Jetzt, wo der Deckel oben war, hatte er das Gefühl, auch machen zu müssen. Zog die Jeans runter, die Unterhose, beides nur halb, nichts durfte den Boden berühren, der so sauber war und glänzte, als käme er Fliese für Fliese aus der Spülmaschine. &amp;lt;br&amp;gt;Wenn man genau hinguckte, glänzte und glitzerte alles in Hugos Wohnung, der Ofen, die Steckdosen und der Toilettenrollenständer, das Parkett, die Birne im Deckenfluter und die künstliche Efeutute, die er von seiner Schwester zum Geburtstag geschenkt gekriegt hatte, jedes einzelne Blatt, von oben und unten, es glänzte auf dem Kleiderschrank, unter dem Kleiderschrank, hinter dem Kleiderschrank, im Kleiderschrank, die weißen Fliesen im Bad waren kaum vom Spiegel zu unterscheiden und die Fenster wie unsichtbar. &amp;lt;br&amp;gt;Eine Hummel flog mehrere Male gegen die Scheibe, bis sie endlich kapiert hatte, dass es dort nicht weiterging - der Rekord stammte aus dem letzten Sommer und lag bei sieben Versuchen. &amp;lt;br&amp;gt;Hugo stand breitbeinig und beugte sich leicht nach vorn, in der einen Hand hielt er den kleinen Hugo, in der anderen den Karton mit Arno Schmidts gesammelten Werken, dessen Platz ja schließlich auf dem Deckel war, und ein anderer Platz, das wäre nicht richtig, fand Hugo, auch wenn es nur für die Dauer seines Toilettenaufenthalts gewesen wäre. Außerdem hatte er so was zum Werfen, für den Fall, dass eine Ratte gerade dann auftauchen sollte.&amp;lt;br&amp;gt;Beim Abziehen musste Hugo ans [[Meer Hugo|Meer]] denken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Herd</id>
		<title>Herd</title>
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				<updated>2009-01-09T11:47:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Vibrieren stoppte, wenigstens das. Dann schob er das Handy zurück in seine Jeans wie in eine Handytasche. Hugo rannte nie, überlegte kurz, ob er das Handy doch wieder aus der Tasche nehmen sollte, entschied sich aber dagegen und humpelte, so schnell er konnte, in die Küche. Der Herd. „Vorne links, steht auf Null - Null heißt kein Gas! Der Herd ist aus! Ist aus! Der Herd! Null! Kein Gas!“&amp;lt;br&amp;gt;Zwei weitere, unbeantwortete Anrufe seiner Schwester später, hatte er auch die anderen drei Herdplatten überprüft. Und den Ofen. Die Fenster in der Küche, im Schlaf- und Wohnzimmer.&amp;amp;nbsp;Hugos Wohnung war klein, ein Fenster pro Zimmer. Darauf hatte&amp;amp;nbsp;seine Schwester&amp;amp;nbsp;geachtet. Im Bad gab es gar keine Fenster, dafür eine [[Toilettenratten|Toilette]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Hugo</title>
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				<updated>2009-01-09T11:46:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Die Tür ist zu''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Tür ist zu&amp;quot;, sagt Hugo, leise, kaum lauter als denken.&amp;amp;nbsp;Im Treppenhaus roch es nach Forelle und Bratkartoffeln, die Nachbarn im zweiten Stock waren katholisch und heute war Freitag. &amp;quot;Ich hab abgeschlossen, ich hab nach rechts abgeschlossen&amp;quot;, sagt er, zieht den Schlüssel aus dem Schloss und lässt ihn in die linke Hosentasche gleiten. In die linke, nicht in die rechte. Bloß nicht in die rechte, da ist sein Handy, da darf nicht anderes rein, nur sein acht Monate altes, immernoch kratzerfreies Sony Ericsson. [[Handysocke|Und das soll auch so bleiben, da legt er Wert drauf.]] Mit Schutzfolie über dem Display fängt es an zu vibrieren. Nicht zerkratzen, nicht zerkratzen, denkt er, und zieht es aus der Tasche. Vorsichtig, er achtet darauf, dass seine Fingernägel das Display nicht zerkratzen, und doch schnell, aus Angst, das Display könnte sich, während des Vibrierens, an einer Naht seiner Jeans eine Art Laufmaschenkratzer zulegen. Hugo sieht, dass [[Frauke|Frauke]] anruft, geht aber nicht ran. Lautlos lässt er es in seiner rechten Hand vibrieren, während er mit der linken die Türklinke runterdrückt, stößt und zieht und stößt und zieht.&amp;amp;nbsp;Klingeltöne sind ihm zuwider, Geräusche allgemein. In seiner ganzen Wohnung, in seinem ganzen Leben ist keine einzige CD zu finden. Am Morgen hasst er die Vögel, am Abend die Fledermäuse. Seine [[Fenster|Fenster]] sind immer geschlossen, gäbe es die Explosion nicht, wenn man abdrückt, würde er sie alle abknallen. &amp;quot;Stoßen, ziehen. Stoooßen, Ziiehen.&amp;quot; flüstert er, ein Papagei auf seiner Schulter hätte Probleme zu verstehen, was er sagt. &amp;quot;Die [[Tür|Tür]]! Ist! Zu!&amp;quot; Dann dreht er sich um, geht die erste Stufe runter, die zweite und die dritte, auf der vierten vergewissert er sich mit einem Schulterblick, dass die Tür auch wirklich zu ist, die Tür im Rahmen geschlossen und kein Spalt zu sehen. Fünf, sechs, sieben, acht, zählt er mit. Das Handy vibriert immernoch, er ignoriert das Vibrieren, weiß, was Frauke will, er denkt gar nicht dran, ranzugehen. Neun, zehn, Scheiße, denkt er, hab ich jetzt abgeschlossen oder nicht, denkt er, ich kann nicht anders. [[Hugos Nachbarin|'''Und geht wieder hoch''']], schließt die Tür auf und öffnet sie, um zu sehen, ob er auch wirklich abgeschlossen hatte.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Hugo</title>
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				<updated>2009-01-09T11:37:06Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Die Tür ist zu''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Tür ist zu&amp;quot;, sagt Hugo, leise, kaum lauter als denken.&amp;amp;nbsp;Im Treppenhaus roch es nach Forelle und Bratkartoffeln, die Nachbarn im zweiten Stock waren katholisch und heute war Freitag. &amp;quot;Ich hab abgeschlossen, ich hab nach rechts abgeschlossen&amp;quot;, sagt er, zieht den Schlüssel aus dem Schloss und lässt ihn in die linke Hosentasche gleiten. In die linke, nicht in die rechte. Bloß nicht in die rechte, da ist sein Handy, da darf nicht anderes rein, nur sein acht Monate altes, immernoch kratzerfreies Sony Ericsson. [[Handysocke|Und das soll auch so bleiben, da legt er Wert drauf.]] Mit Schutzfolie über dem Display fängt es an zu vibrieren. Nicht zerkratzen, nicht zerkratzen, denkt er, und zieht es aus der Tasche. Vorsichtig, er achtet darauf, dass seine Fingernägel das Display nicht zerkratzen, und doch schnell, aus Angst, das Display könnte sich, während des Vibrierens, an einer Naht seiner Jeans eine Art Laufmaschenkratzer zulegen. Hugo sieht, dass [[Frauke|Frauke]] anruft, geht aber nicht ran. Lautlos lässt er es in seiner rechten Hand vibrieren, während er mit der linken die Türklinke runterdrückt, stößt und zieht und stößt und zieht.&amp;amp;nbsp;Klingeltöne sind ihm zuwider, Geräusche allgemein. In seiner ganzen Wohnung, in seinem ganzen Leben ist keine einzige CD zu finden. Am Morgen hasst er die Vögel, am Abend die Fledermäuse. Seine [[Fenster|Fenster]] sind immer geschlossen, gäbe es die Explosion nicht, wenn man abdrückt, würde er sie alle abknallen. &amp;quot;Stoßen, ziehen. Stoooßen, Ziiehen.&amp;quot; flüstert er, ein Papagei auf seiner Schulter hätte Probleme zu verstehen, was er sagt. &amp;quot;Die [[Tür|Tür]]! Ist! Zu!&amp;quot; Dann dreht er sich um, geht die erste Stufe runter, die zweite und die dritte, auf der vierten vergewissert er sich mit einem Schulterblick, dass die Tür auch wirklich zu ist, die Tür im Rahmen geschlossen und kein Spalt zu sehen. Fünf, sechs, sieben, acht, zählt er mit. Das Handy vibriert immernoch, er ignoriert das Vibrieren, weiß, was Frauke will, er denkt gar nicht dran, ranzugehen. Neun, zehn, Scheiße, denkt er, hab ich jetzt abgeschlossen oder nicht, denkt er, ich kann nicht anders. [[Hugos Nachbarin|Und geht wieder hoch]], schließt die Tür auf und öffnet sie, um zu sehen, ob er auch wirklich abgeschlossen hatte.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<title>Stooossen, ziiiehen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: Die Seite wurde neu angelegt: &amp;quot;Die Tür ist zu, ich hab abgeschlossen“, fing er wieder an, vor hin zu flüstern, als wäre das Teil des Abschließens “Stoooßen, ziiiehen“ als würde ...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;quot;Die Tür ist zu, ich hab abgeschlossen“, fing [[Hugo|er]] wieder an, vor hin zu flüstern, als wäre das Teil des Abschließens “Stoooßen, ziiiehen“ als würde die Tür überhaupt nur so abgeschlossen werden können. „Ich hab NACH RECHTS abgeschlossen. Die Tür ist zu.&amp;quot; Dabei beugte er sich immer nach vorn, als wäre im Türschloss ein Mikrofon zur Spracherkennung eingebaut. Dann stemmte Hugo seinen Fuß gegen die Tür, um zu testen, ob sie auch wirklich zu war, bis sie anfing zu knarren. &amp;quot;Hugo!&amp;quot; Hugo erschrak, kniff die Augen zusammen und zog den Kopf ein, als würde es im Treppenhaus anfangen zu regnen. Das Gesicht halb im Mantelkragen verschwunden. &amp;quot;Hugo!!&amp;quot; sagte [[Die_Streetworkerin|seine Schwester]] so laut sie nur konnte, ohne zu schreien, und schaute dabei wie ein Autofahrer, der einen Fußgänger böse anguckt, weil er gerade dann über den Zebrastreifen geht, als er da lang fahren will „Jetzt komm endlich, die Tür ist zu!&amp;quot;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Der_Weckertick</id>
		<title>Der Weckertick</title>
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				<updated>2009-01-09T11:34:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: Die Seite wurde neu angelegt: Das war’s, Hugo hatte alles kontrolliert. Wenn er für einen Teil zu lange brauchte, musste er noch mal von vorne anfangen. Das passierte ein bis zwei Mal im...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das war’s, [[Hugo|Hugo]] hatte alles kontrolliert. Wenn er für einen Teil zu lange brauchte, musste er noch mal von vorne anfangen. Das passierte ein bis zwei Mal im Monat, wenn er nicht ausgeschlafen war. Weil er sich am Abend zuvor zu oft wecken musste, um zu sehen, ob er auch wirklich wieder aufwachen würde – er stellte sich dann immer den Wecker auf eine halbe Stunde, nachdem er ins Bett gegangen war. Wenn er um 21Uhr30 ins Bett ging, stellte er sich den Wecker auf 22Uhr, und wenn er damit einmal begonnen hatte, musste er sich den Wecker noch vier bis fünf weitere Male stellen. Das war aber gestern nicht der Fall gewesen, er hatte gut geschlafen, was bei Hugo hieß, dass er sich ausnahmsweise mal nicht an seine Träume erinnern konnte, in denen es vor Ratten nur so wimmelte. Ein Traum kam immer wieder, er war fünf oder sechs und seine Mutter hatte ihm im Kinderparadies bei Ikea vergessen, nur waren die vielen bunte Bälle, in denen er da tauchte, gar keine bunten Bälle, sondern kleine, runde, getrocknete Rattenköttel, die erst richtig anfingen zu stinken, wenn er die harte Schale irgendwie beschädigte. Hugo war mit der Kontrolle zügig durchgekommen und jetzt bereit [[Stooossen, ziiiehen|die Wohnung zu verlassen]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/World-Wide-Web-Polizei</id>
		<title>World-Wide-Web-Polizei</title>
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				<updated>2009-01-09T11:32:39Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: Die Seite wurde neu angelegt: Das Handy fing wieder an zu vibrieren. Er überlegte kurz, ob er es in der Hosentasche lassen sollte, weil es nur seine Schwester sein konnte, niemand sonst ha...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Handy fing wieder an zu vibrieren. [[Hugo|Er]] überlegte kurz, ob er es in der Hosentasche lassen sollte, weil es nur seine Schwester sein konnte, niemand sonst hatte seine Nummer, aber er musste es genau wissen. Er konnte nicht anders, musste sich sicher sein. Und ja, es war seine Schwester, wieder ignorierte er den Anruf. Was ihm jedes Mal große Mühe bereitete, seiner Natur widersprach und er auch nur deshalb aushalten konnte, weil er wusste, was seine Schwester wollte, was sie sagen und von ihm verlangen würde. Er war ja gleich soweit, nur noch den Computer hochfahren und nachsehen, ob das Internet noch da war, dann hatte er alles gecheckt und es konnte losgehen, wieder losgehen. Hugo mochte Computer, Nullen und Einsen, das gefiel ihm. Das Internet,&amp;amp;nbsp;er hatte sich überall ausgeloggt. Wikipedia sein letzter Eintrag war auch noch da. Hugo war erleichtert, wirklich erleichtert, wenn er nicht so schlecht von ihnen denken würde, hätte er jetzt am liebsten ein paar Freudentränen vergossen und wie Bonbons in sein Wohnzimmer geworfen, links und rechts gegen den Bildschirm, so wie die Leute beim Karnevalsumzug immer von ihren bunten Wagen herunter. Wikipedia war sein Hobby, sein einziges Hobby, wenn man das als Hobby bezeichnen konnte, World-Wide-Web-Polizei zu spielen und Rechtschreibfehler den Betreibern der Seite zu melden. Aber so war es nun mal, das war es, was ihm Spaß machte. „Das grüne Lämpchen ist aus, der Computer ist aus! Das grüne Lämpchen! [[Der Weckertick|Aus]]!“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Meer_Hugo</id>
		<title>Meer Hugo</title>
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				<updated>2009-01-09T11:28:23Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Rauschen war&amp;amp;nbsp;ihm zuwider. Das Meer, die Wellen erinnerten ihn an die Autos vor seinem Fenster, wie sie immer in gleichen Abständen an seiner Wohnung vorbeirauschten. Einmal hatte [[Die Streetworkerin|seine Schwester]] eine Muschel nach Haus gebracht und ihm ans Ohr gehalten, da musste er weinen, und Weinen, das mochte er nicht. Er war froh, dass der Ausflug nicht ans Meer ging, sondern nur in den [[Tür|Supermarkt]]. Und wenn es da laut sein sollte, dürfte er auch [[Hugo|Ohropax]] benutzen, das hatte ihm seine Schwester versprochen.&amp;amp;nbsp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugo hatte keine Lust, in den Supermarkt zu gehen. Frauke mochte Supermärkte, die vielen Menschen, die viele Auswahl, seine Schwester mochte sowieso viele Dinge, die er nicht nachvollziehen konnte. Hörspiele zum Beispiel, wie konnte man nur Hörspiele mögen, das war ihm ein Rätsel, wenn es doch Bücher gab. Theaterstücke oder Romane mit viel Dialog waren ihm schon unheimlich, aber immerhin noch leise, Hörspiele dagegen einfach nur laut. Denken war ihm so viel lieber als Sprechen. Telepathie wäre ihm am liebsten gewesen, Sprechen nur wenn es unbedingt sein musste. Wenn es irgendwie ging, versuchte er auch um Hallos und Tschüss’ [[World-Wide-Web-Polizei|drum rumzukommen]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<title>Meer Hugo</title>
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				<updated>2009-01-09T11:25:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Rauschen war&amp;amp;nbsp;ihm zuwider. Das Meer, die Wellen erinnerten ihn an die Autos vor seinem Fenster, wie sie immer in gleichen Abständen an seiner Wohnung vorbeirauschten. Einmal hatte [[Die Streetworkerin|seine Schwester]] eine Muschel nach Haus gebracht und ihm ans Ohr gehalten, da musste er weinen, und Weinen, das mochte er nicht. Er war froh, dass der Ausflug nicht ans Meer ging, sondern nur in den [[Tür|Supermarkt]]. Und wenn es da laut sein sollte, dürfte er auch [[Hugo|Ohropax]] benutzen, das hatte ihm seine Schwester versprochen.&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugo hatte keine Lust, in den Supermarkt zu gehen. Frauke mochte Supermärkte, die vielen Menschen, die viele Auswahl, seine Schwester mochte sowieso viele Dinge, die er nicht nachvollziehen konnte. Hörspiele zum Beispiel, wie konnte man nur Hörspiele mögen, das war ihm ein Rätsel, wenn es doch Bücher gab. Theaterstücke oder Romane mit viel Dialog waren ihm schon unheimlich, aber immerhin noch leise, Hörspiele dagegen einfach nur laut. Denken war ihm so viel lieber als Sprechen. Telepathie wäre ihm am liebsten gewesen, Sprechen nur wenn es unbedingt sein musste. Wenn es irgendwie ging, versuchte er auch um Hallos und Tschüss’ drum rumzukommen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Meer_Hugo</id>
		<title>Meer Hugo</title>
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				<updated>2009-01-09T11:23:43Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Rauschen war&amp;amp;nbsp;ihm zuwider. Das Meer, die Wellen erinnerten ihn an die Autos vor seinem Fenster, wie sie immer in gleichen Abständen an seiner Wohnung vorbeirauschten. Einmal hatte [[Die Streetworkerin|seine Schwester]] eine Muschel nach Haus gebracht und ihm ans Ohr gehalten, da musste er weinen, und Weinen, das mochte er nicht. Er war froh, dass der Ausflug nicht ans Meer ging, sondern nur in den [[Tür|Supermarkt]]. Und wenn es da laut sein sollte, dürfte er auch [[Hugo|Ohropax]] benutzen, das hatte ihm seine Schwester versprochen.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Meer Hugo</title>
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				<updated>2009-01-09T11:21:57Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: Die Seite wurde neu angelegt: Das Rauschen war ihm zuwider. Das Meer, die Wellen erinnerten ihn an die Autos vor seinem Fenster, wie sie immer in gleichen Abständen an seiner Wohnung vorbe...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Rauschen war [[Hugo|ihm]] zuwider. Das Meer, die Wellen erinnerten ihn an die Autos vor seinem Fenster, wie sie immer in gleichen Abständen an seiner Wohnung vorbeirauschten. Einmal hatte [[Die_Streetworkerin|seine Schwester]] eine Muschel nach Haus gebracht und ihm ans Ohr gehalten, da musste er weinen, und Weinen, das mochte er nicht. Er war froh, dass der Ausflug nicht ans Meer ging, sondern nur in den Supermarkt. Und wenn es da laut sein sollte, dürfte er auch Ohropax benutzen, das hatte ihm seine Schwester versprochen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Toilettenratten</id>
		<title>Toilettenratten</title>
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				<updated>2009-01-09T11:19:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: Die Seite wurde neu angelegt: Hugo nahm die Gesamtausgabe vom Deckel, keine Ratte. &amp;lt;br&amp;gt;Arno Schmidts gesammelte Werke lagen schwer und originalboxig immer auf dem Deckel, noch eingeschweiß...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Hugo|Hugo]] nahm die Gesamtausgabe vom Deckel, keine Ratte. &amp;lt;br&amp;gt;Arno Schmidts gesammelte Werke lagen schwer und originalboxig immer auf dem Deckel, noch eingeschweißt. Hugo hatte als Teenager eine Dokumentation über Ratten gesehen, die Abflussrohre hoch klettern und seitdem Angst, eine Ratte könnte in seiner Kloschüssel auftauchen. Das war auch der Grund, warum er immer im Stehen machte. Zuhause. Öffentliche Toiletten kamen für Hugo gar nicht in Frage, die erinnerten ihn zu sehr an den Sportunterricht. Duck-Dich-Ball mit Keimen statt mit Bällen, hatte [[Die_Streetworkerin|seine Schwester]] das immer genannt.&amp;lt;br&amp;gt;Jetzt, wo der Deckel oben war, hatte er das Gefühl, auch machen zu müssen. Zog die Jeans runter, die Unterhose, beides nur halb, nichts durfte den Boden berühren, der so sauber war und glänzte, als käme er Fliese für Fliese aus der Spülmaschine. &amp;lt;br&amp;gt;Wenn man genau hinguckte, glänzte und glitzerte alles in Hugos Wohnung, der Ofen, die Steckdosen und der Toilettenrollenständer, das Parkett, die Birne im Deckenfluter und die künstliche Efeutute, die er von seiner Schwester zum Geburtstag geschenkt gekriegt hatte, jedes einzelne Blatt, von oben und unten, es glänzte auf dem Kleiderschrank, unter dem Kleiderschrank, hinter dem Kleiderschrank, im Kleiderschrank, die weißen Fliesen im Bad waren kaum vom Spiegel zu unterscheiden und die Fenster wie unsichtbar. &amp;lt;br&amp;gt;Eine Hummel flog mehrere Male gegen die Scheibe, bis sie endlich kapiert hatte, dass es dort nicht weiterging - der Rekord stammte aus dem letzten Sommer und lag bei sieben Versuchen. &amp;lt;br&amp;gt;Hugo stand breitbeinig und beugte sich leicht nach vorn, in der einen Hand hielt er den kleinen Hugo, in der anderen den Karton mit Arno Schmidts gesammelten Werken, dessen Platz ja schließlich auf dem Deckel war, und ein anderer Platz, das wäre nicht richtig, fand Hugo, auch wenn es nur für die Dauer seines Toilettenaufenthalts gewesen wäre. Außerdem hatte er so was zum Werfen, für den Fall, dass eine Ratte gerade dann auftauchen sollte.&amp;lt;br&amp;gt;Beim Abziehen musste Hugo ans [[meer Hugo|Meer]] denken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Herd</id>
		<title>Herd</title>
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				<updated>2009-01-09T11:18:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: Die Seite wurde neu angelegt: Das Vibrieren stoppte, wenigstens das. Dann schob er das Handy zurück in seine Jeans wie in eine Handytasche. Hugo rannte nie, überlegte kurz, ob er das Handy doch wi...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Vibrieren stoppte, wenigstens das. Dann schob er das Handy zurück in seine Jeans wie in eine Handytasche. Hugo rannte nie, überlegte kurz, ob er das Handy doch wieder aus der Tasche nehmen sollte, entschied sich aber dagegen und humpelte, so schnell er konnte, in die Küche. Der Herd. „Vorne links, steht auf Null - Null heißt kein Gas! Der Herd ist aus! Ist aus! Der Herd! Null! Kein Gas!“&amp;lt;br&amp;gt;Zwei weitere, unbeantwortete Anrufe seiner Schwester später, hatte er auch die anderen drei Herdplatten überprüft. Und den Ofen. Die Fenster in der Küche, im Schlaf- und Wohnzimmer. [[Hugo|Hugos]] Wohnung war klein, ein Fenster pro Zimmer. Darauf hatte [[Die_Streetworkerin|seine Schwester]] geachtet. Im Bad gab es gar keine Fenster, dafür eine [[Toilettenratten|Toilette]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Hugos_Nachbarin</id>
		<title>Hugos Nachbarin</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Hugos_Nachbarin"/>
				<updated>2009-01-09T11:16:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die weiße Tür der Nachbarwohnung, ihr rotbrauner Rahmen kamen ihm jetzt wie ein gewaltiger Mund vor, mit noch gewaltigeren Lippen, die ihn verspotteten. Wie die Kinder früher beim Feueralarm immer, wenn er sich weigerte, das Klassenzimmer zu verlassen, weil er sich noch nicht sicher war, ob auch wirklich alle Fenster geschlossen waren. Das Feuer durfte doch kein Sauerstoff kriegen, das hatte die Lehrerin doch gesagt. Und dass sie Ruhe bewahren sollten. &amp;lt;br&amp;gt;[[Hugo|Hugo]] nahm den Schlüssel aus der Tasche, zwei Finger, kein Klimpern, schloss die Tür auf und drückte die Klinke. Er musste einfach wissen, ob er auch wirklich abgeschlossen hatte. Dann stellte er sich vor, wie die neugierige Nachbarin am Spion stehen und ihn beobachten würde, mit dem Zeigefinger zwischen den Zähnen nach Gräten fischend die ganze Zeit ihrer besten Freundin am Telefon davon berichtete, Er macht es schon wieder, ihrer Friseuse und der Bildzeitung, Die Tür, das ist jetzt schon das dritte Mal heute, wie sie sich in einer Konferenzschaltung mit der ganzen Welt über ihn lustig machte. Hugo wurde rot, seine Stirn fing an zu jucken und wie immer, wenn er nervös war, begann er mit dem Daumen der freien Hand seine Fingerspitzen abzutasten, angefangen beim Zeigefinger. Dann auf der Türschwelle pustete er einige Male kräftig Richtung Treppenhaus, in der Hoffnung den Fischgeruch von [[Herd|seiner Wohnung]] fernhalten zu können, bevor er die Tür hinter sich schloss. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Hugo</id>
		<title>Hugo</title>
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				<updated>2009-01-09T11:13:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Die Tür ist zu''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Tür ist zu&amp;quot;, sagt Hugo, leise, kaum lauter als denken.&amp;amp;nbsp;Im Treppenhaus roch es nach Forelle und Bratkartoffeln, die Nachbarn im zweiten Stock waren katholisch und heute war Freitag. &amp;quot;Ich hab abgeschlossen, ich hab nach rechts abgeschlossen&amp;quot;, sagt er, zieht den Schlüssel aus dem Schloss und lässt ihn in die linke Hosentasche gleiten. In die linke, nicht in die rechte. Bloß nicht in die rechte, da ist sein Handy, da darf nicht anderes rein, nur sein acht Monate altes, immernoch kratzerfreies Sony Ericsson. [[Handysocke|Und das soll auch so bleiben, da legt er Wert drauf.]] Mit Schutzfolie über dem Display fängt es an zu vibrieren. Nicht zerkratzen, nicht zerkratzen, denkt er, und zieht es aus der Tasche. Vorsichtig, er achtet darauf, dass seine Fingernägel das Display nicht zerkratzen, und doch schnell, aus Angst, das Display könnte sich, während des Vibrierens, an einer Naht seiner Jeans eine Art Laufmaschenkratzer zulegen. Hugo sieht, dass [[Frauke|Frauke]] anruft, geht aber nicht ran. Lautlos lässt er es in seiner rechten Hand vibrieren, während er mit der linken die Türklinke runterdrückt, stößt und zieht und stößt und zieht.&amp;amp;nbsp;Klingeltöne sind ihm zuwider, Geräusche allgemein. In seiner ganzen Wohnung, in seinem ganzen Leben ist keine einzige CD zu finden. Am Morgen hasst er die Vögel, am Abend die Fledermäuse. Seine [[Fenster|Fenster]] sind immer geschlossen, gäbe es die Explosion nicht, wenn man abdrückt, würde er sie alle abknallen. &amp;quot;Stoßen, ziehen. Stoooßen, Ziiehen.&amp;quot; flüstert er, ein Papagei auf seiner Schulter hätte Probleme zu verstehen, was er sagt. &amp;quot;Die [[Tür|Tür]]! Ist! Zu!&amp;quot; Dann dreht er sich um, geht die erste Stufe runter, die zweite und die dritte, auf der vierten vergewissert er sich mit einem Schulterblick, dass die Tür auch wirklich zu ist, die Tür im Rahmen geschlossen und kein Spalt zu sehen. Fünf, sechs, sieben, acht, zählt er mit. Das Handy vibriert immernoch, er ignoriert das Vibrieren, weiß, was Frauke will, er denkt gar nicht dran, ranzugehen. Neun, zehn, Scheiße, denkt er, hab ich jetzt abgeschlossen oder nicht, denkt er, ich kann nicht anders. [[Hugos Nachbarin|Und geht wieder hoch]], schließt die Tür auf und öffnet sie, um zu sehen, ob er auch wirklich abgeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vibrieren stoppt, er packt sein Handy vorsichtig zurück in die rechte Hosentasche. Dann macht er die Tür wieder zu, schließt wieder ab und betet vor sich hin: &amp;quot;Die Tür ist zu, ich hab abgeschlossen. Stoßen, ziehen. Ich hab nach rechts abgeschlossen. Die Tür ist zu.&amp;quot; Er stemmt seinen Fuß so heftig gegen die Tür, um zu testen, ob sie auch wirklichwirklich zu ist, dass sie anfängt zu knarzen. &amp;quot;Hugo!&amp;quot; Hugo erschrickt und zieht seinen Kopf ein, so als würde es im&amp;amp;nbsp; Treppenhaus anfangen zu regnen. Sein Gesicht ist halb im Mantelkragen verschwunden. &amp;quot;Hugo!!&amp;quot; schreit Frauke beinah schon &amp;quot;Jetzt komm endlich, die Tür ist zu!&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Hugo|Kategorie: Hugo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<title>Hugos Nachbarin</title>
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				<updated>2009-01-09T11:12:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: Die Seite wurde neu angelegt: Die weiße Tür der Nachbarwohnung, ihr rotbrauner Rahmen kamen ihm jetzt wie ein gewaltiger Mund vor, mit noch gewaltigeren Lippen, die ihn verspotteten. Wie die Kinde...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die weiße Tür der Nachbarwohnung, ihr rotbrauner Rahmen kamen ihm jetzt wie ein gewaltiger Mund vor, mit noch gewaltigeren Lippen, die ihn verspotteten. Wie die Kinder früher beim Feueralarm immer, wenn er sich weigerte, das Klassenzimmer zu verlassen, weil er sich noch nicht sicher war, ob auch wirklich alle Fenster geschlossen waren. Das Feuer durfte doch kein Sauerstoff kriegen, das hatte die Lehrerin doch gesagt. Und dass sie Ruhe bewahren sollten. &amp;lt;br&amp;gt;[[Hugo|Hugo]] nahm den Schlüssel aus der Tasche, zwei Finger, kein Klimpern, schloss die Tür auf und drückte die Klinke. Er musste einfach wissen, ob er auch wirklich abgeschlossen hatte. Dann stellte er sich vor, wie die neugierige Nachbarin am Spion stehen und ihn beobachten würde, mit dem Zeigefinger zwischen den Zähnen nach Gräten fischend die ganze Zeit ihrer besten Freundin am Telefon davon berichtete, Er macht es schon wieder, ihrer Friseuse und der Bildzeitung, Die Tür, das ist jetzt schon das dritte Mal heute, wie sie sich in einer Konferenzschaltung mit der ganzen Welt über ihn lustig machte. Hugo wurde rot, seine Stirn fing an zu jucken und wie immer, wenn er nervös war, begann er mit dem Daumen der freien Hand seine Fingerspitzen abzutasten, angefangen beim Zeigefinger. Dann auf der Türschwelle pustete er einige Male kräftig Richtung Treppenhaus, in der Hoffnung den Fischgeruch von seiner Wohnung fernhalten zu können, bevor er die Tür hinter sich schloss. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<title>Hugo</title>
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				<updated>2009-01-09T11:10:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Die Tür ist zu''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Tür ist zu&amp;quot;, sagt Hugo, leise, kaum lauter als denken &amp;quot;Ich hab abgeschlossen, ich hab nach rechts abgeschlossen&amp;quot;, sagt er, zieht den Schlüssel aus dem Schloss und lässt ihn in die linke Hosentasche gleiten. In die linke, nicht in die rechte. Bloß nicht in die rechte, da ist sein Handy, da darf nicht anderes rein, nur sein acht Monate altes, immernoch kratzerfreies Sony Ericsson. [[Handysocke|Und das soll auch so bleiben, da legt er Wert drauf.]] Mit Schutzfolie über dem Display fängt es an zu vibrieren. Nicht zerkratzen, nicht zerkratzen, denkt er, und zieht es aus der Tasche. Vorsichtig, er achtet darauf, dass seine Fingernägel das Display nicht zerkratzen, und doch schnell, aus Angst, das Display könnte sich, während des Vibrierens, an einer Naht seiner Jeans eine Art Laufmaschenkratzer zulegen. Hugo sieht, dass [[Frauke|Frauke]] anruft, geht aber nicht ran. Lautlos lässt er es in seiner rechten Hand vibrieren, während er mit der linken die Türklinke runterdrückt, stößt und zieht und stößt und zieht.&amp;amp;nbsp;Klingeltöne sind ihm zuwider, Geräusche allgemein. In seiner ganzen Wohnung, in seinem ganzen Leben ist keine einzige CD zu finden. Am Morgen hasst er die Vögel, am Abend die Fledermäuse. Seine [[Fenster|Fenster]] sind immer geschlossen, gäbe es die Explosion nicht, wenn man abdrückt, würde er sie alle abknallen. &amp;quot;Stoßen, ziehen. Stoooßen, Ziiehen.&amp;quot; flüstert er, ein Papagei auf seiner Schulter hätte Probleme zu verstehen, was er sagt. &amp;quot;Die [[Tür|Tür]]! Ist! Zu!&amp;quot; Dann dreht er sich um, geht die erste Stufe runter, die zweite und die dritte, auf der vierten vergewissert er sich mit einem Schulterblick, dass die Tür auch wirklich zu ist, die Tür im Rahmen geschlossen und kein Spalt zu sehen. Fünf, sechs, sieben, acht, zählt er mit. Das Handy vibriert immernoch, er ignoriert das Vibrieren, weiß, was Frauke will, er denkt gar nicht dran, ranzugehen. Neun, zehn, Scheiße, denkt er, hab ich jetzt abgeschlossen oder nicht, denkt er, ich kann nicht anders. [[Hugos Nachbarin|Und geht wieder hoch]], schließt die Tür auf und öffnet sie, um zu sehen, ob er auch wirklich abgeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vibrieren stoppt, er packt sein Handy vorsichtig zurück in die rechte Hosentasche. Dann macht er die Tür wieder zu, schließt wieder ab und betet vor sich hin: &amp;quot;Die Tür ist zu, ich hab abgeschlossen. Stoßen, ziehen. Ich hab nach rechts abgeschlossen. Die Tür ist zu.&amp;quot; Er stemmt seinen Fuß so heftig gegen die Tür, um zu testen, ob sie auch wirklichwirklich zu ist, dass sie anfängt zu knarzen. &amp;quot;Hugo!&amp;quot; Hugo erschrickt und zieht seinen Kopf ein, so als würde es im&amp;amp;nbsp; Treppenhaus anfangen zu regnen. Sein Gesicht ist halb im Mantelkragen verschwunden. &amp;quot;Hugo!!&amp;quot; schreit Frauke beinah schon &amp;quot;Jetzt komm endlich, die Tür ist zu!&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Hugo|Kategorie: Hugo]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;'''Die Tür ist zu''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;quot;Die Tür ist zu&amp;quot;, sagt Hugo, leise, kaum lauter als denken &amp;quot;Ich hab abgeschlossen, ich hab nach rechts abgeschlossen&amp;quot;, sagt er, zieht den Schlüssel aus dem Schloss und lässt ihn in die linke Hosentasche gleiten. In die linke, nicht in die rechte. Bloß nicht in die rechte, da ist sein Handy, da darf nicht anderes rein, nur sein acht Monate altes, immernoch kratzerfreies Sony Ericsson. [[Handysocke|Und das soll auch so bleiben, da legt er Wert drauf.]] Mit Schutzfolie über dem Display fängt es an zu vibrieren. Nicht zerkratzen, nicht zerkratzen, denkt er, und zieht es aus der Tasche. Vorsichtig, er achtet darauf, dass seine Fingernägel das Display nicht zerkratzen, und doch schnell, aus Angst, das Display könnte sich, während des Vibrierens, an einer Naht seiner Jeans eine Art Laufmaschenkratzer zulegen. Hugo sieht, dass [[Frauke|Frauke]] anruft, geht aber nicht ran. Lautlos lässt er es in seiner rechten Hand vibrieren, während er mit der linken die Türklinke runterdrückt, stößt und zieht und stößt und zieht.&amp;amp;nbsp;Klingeltöne sind ihm zuwider, Geräusche allgemein. In seiner ganzen Wohnung, in seinem ganzen Leben ist keine einzige CD zu finden. Am Morgen hasst er die Vögel, am Abend die Fledermäuse. Seine [[Fenster|Fenster]] sind immer geschlossen, gäbe es die Explosion nicht, wenn man abdrückt, würde er sie alle abknallen. &amp;quot;Stoßen, ziehen. Stoooßen, Ziiehen.&amp;quot; flüstert er, ein Papagei auf seiner Schulter hätte Probleme zu verstehen, was er sagt. &amp;quot;Die [[Tür|Tür]]! Ist! Zu!&amp;quot; Dann dreht er sich um, geht die erste Stufe runter, die zweite und die dritte, auf der vierten vergewissert er sich mit einem Schulterblick, dass die Tür auch wirklich zu ist, die Tür im Rahmen geschlossen und kein Spalt zu sehen. Fünf, sechs, sieben, acht, zählt er mit. Das Handy vibriert immernoch, er ignoriert das Vibrieren, weiß, was Frauke will, er denkt gar nicht dran, ranzugehen. Neun, zehn, Scheiße, denkt er, hab ich jetzt abgeschlossen oder nicht, denkt er, ich kann nicht anders. Und geht wieder hoch, schließt die Tür auf und öffnet sie, um zu sehen, ob er auch wirklich abgeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vibrieren stoppt, er packt sein Handy vorsichtig zurück in die rechte Hosentasche. Dann macht er die Tür wieder zu, schließt wieder ab und betet vor sich hin: &amp;quot;Die Tür ist zu, ich hab abgeschlossen. Stoßen, ziehen. Ich hab nach rechts abgeschlossen. Die Tür ist zu.&amp;quot; Er stemmt seinen Fuß so heftig gegen die Tür, um zu testen, ob sie auch wirklichwirklich zu ist, dass sie anfängt zu knarzen. &amp;quot;Hugo!&amp;quot; Hugo erschrickt und zieht seinen Kopf ein, so als würde es im&amp;amp;nbsp; Treppenhaus anfangen zu regnen. Sein Gesicht ist halb im Mantelkragen verschwunden. &amp;quot;Hugo!!&amp;quot; schreit Frauke beinah schon &amp;quot;Jetzt komm endlich, die Tür ist zu!&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Category:Hugo|Kategorie: Hugo]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Die Tür ist zu''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;quot;Die Tür ist zu&amp;quot;, sagt Hugo, leise, kaum lauter als denken &amp;quot;Ich hab abgeschlossen, ich hab nach rechts abgeschlossen&amp;quot;, sagt er, zieht den Schlüssel aus dem Schloss und lässt ihn in die linke Hosentasche gleiten. In die linke, nicht in die rechte. Bloß nicht in die rechte, da ist sein Handy, da darf nicht anderes rein, nur sein acht Monate altes, immernoch kratzerfreies Sony Ericsson. [[Handysocke|Und das soll auch so bleiben, da legt er Wert drauf.]] Mit Schutzfolie über dem Display fängt es an zu vibrieren. Nicht zerkratzen, nicht zerkratzen, denkt er, und zieht es aus der Tasche. Vorsichtig, er achtet darauf, dass seine Fingernägel das Display nicht zerkratzen, und doch schnell, aus Angst, das Display könnte sich, während des Vibrierens, an einer Naht seiner Jeans eine Art Laufmaschenkratzer zulegen. Hugo sieht, dass [[Frauke|Frauke]] anruft, geht aber nicht ran. Lautlos lässt er es in seiner rechten Hand vibrieren, während er mit der linken die Türklinke runterdrückt, stößt und zieht und stößt und zieht. [[Klingeltöne|Klingeltöne]] sind ihm zuwider, Geräusche allgemein. In seiner ganzen Wohnung, in seinem ganzen Leben ist keine einzige CD zu finden. Am Morgen hasst er die Vögel, am Abend die Fledermäuse. Seine [[Fenster|Fenster]] sind immer geschlossen, gäbe es die Explosion nicht, wenn man abdrückt, würde er sie alle abknallen. &amp;quot;Stoßen, ziehen. Stoooßen, Ziiehen.&amp;quot; flüstert er, ein Papagei auf seiner Schulter hätte Probleme zu verstehen, was er sagt. &amp;quot;Die [[Tür|Tür]]! Ist! Zu!&amp;quot; Dann dreht er sich um, geht die erste Stufe runter, die zweite und die dritte, auf der vierten vergewissert er sich mit einem Schulterblick, dass die Tür auch wirklich zu ist, die Tür im Rahmen geschlossen und kein Spalt zu sehen. Fünf, sechs, sieben, acht, zählt er mit. Das Handy vibriert immernoch, er ignoriert das Vibrieren, weiß, was Frauke will, er denkt gar nicht dran, ranzugehen. Neun, Scheiße, denkt er, hab ich jetzt abgeschlossen oder nicht, denkt er, ich kann nicht anders. Und geht wieder hoch, schließt die Tür auf und öffnet sie, um zu sehen, ob er auch wirklich abgeschlossen hatte. Das Vibrieren stoppt, er packt sein Handy vorsichtig zurück in die rechte Hosentasche. Dann macht er die Tür wieder zu, schließt wieder ab und betet vor sich hin: &amp;quot;Die Tür ist zu, ich hab abgeschlossen. Stoßen, ziehen. Ich hab nach rechts abgeschlossen. Die Tür ist zu.&amp;quot; Er stemmt seinen Fuß so heftig gegen die Tür, um zu testen, ob sie auch wirklichwirklich zu ist, dass sie anfängt zu knarzen. &amp;quot;Hugo!&amp;quot; Hugo erschrickt und zieht seinen Kopf ein, so als würde es im&amp;amp;nbsp; Treppenhaus anfangen zu regnen. Sein Gesicht ist halb im Mantelkragen verschwunden. &amp;quot;Hugo!!&amp;quot; schreit Frauke beinah schon &amp;quot;Jetzt komm endlich, die Tür ist zu!&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Category:Hugo|Kategorie: Hugo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<title>&quot;Alliance Abstrakt&quot;</title>
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				<updated>2009-01-09T10:47:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von Mar Feyfar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedienen sich nicht alle aus ein und demselben [[A.l.l.i.a.n.c.e. a.b.s.t.r.a.k.t.|Topf von Weisheiten]]. Der größer wird, wird man älter. Leuchten Erklärungen zwischenmenschlicher Beziehungen nicht sowieso aus diesem Grund ein. Weil sie nachvollziehbar sind. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Diese Nachvollziehbarkeit von vollzogenen Gedankengängen, die uns andere mitteilen, erweckt in uns den Eindruck, einen Begriff wie Wahrheit verwenden zu können und dass es nur eine einzige, universelle Wahrheit gibt, die es zu entdecken gilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ist das nicht schlicht so, weil es nun mal nur einen einzigen grossen Topf der Weisheiten gibt, aus dem wir uns alle bedienen. Schlicht der Zugang dazu vergrössert sich mit der Zeit. Nicht der Inhalt. Der blieb und bleibt gleich in aller Zeit. Noch nie habe ich etwas gehört, was mir wirklich neu erschien. Auch wenn ich selbst noch nicht darauf gekommen war. Wir glauben zu verstehen. Wir glauben andere zu verstehen. Wir glauben zu wissen, wie wir selbst funktionieren. Wie unsere Psyche funktioniert. Wir haben das Gefühl dazu zu lernen. Auf eine weitere Ebene der Reife und Weisheit zu gelangen. Wir glauben der Wahrheit über die Seele und ihren Tiefen und Untiefen weiterhin ein Stück näher zu kommen. Aber tun wir das wirklich. Oder ist es nur unser Geist der uns in die Irre führt, weil wir unwiederbringlich auf dieser untersten Ebene, auf dieser Entwicklungsstufe unserer Geistigen Fähigkeiten, unserer Gehirn-Aktivitäten festsitzen? Wo ist der Punkt, an dem man ansetzen müsste, um die menschlich-soziale Substanz von einem völlig anderen Ausgangspunkt her zu betrachten. Ohne sich an standardisierten Sätzen, Theorien und Erklärungen fest zu halten. Ohne etwas schon Dagewesenes aufzuwärmen. Selbst wenn ich es wüsste. Selbst wenn ich diesen Punkt vor mir sähe, wäre er mir wohl unverständlich; in einer Dimension angesiedelt, die es der Unterentwicklung unseres Hirnes nicht erlaubt auch nur in Ansätzen davon gebrauch zu machen. Vielleicht würde es sogar einfach. „Pling“ machen und plötzlich wüsste ein Jeder was genau zu tun ist. Manipulation. Ein netter Gedanke. Doch so einfach wird es nicht sein. Dieses Stadium, das höhere Stadium der geistigen Fähigkeiten gilt es taktisch zu erreichen. Ein Stadium, in dem es möglich sein wird, Gedanken, Gefühle und sogar nur die reine Existenz anderer Individuen im Zeitraum eines Wimpernschlages in sich aufzunehmen, zu durchschauen und die Welt in ihrem grösseren Zusammenhang zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aus den standardisierten Gedankenläufen auszubrechen und das Bewusstsein auf eine Ebene zu bringen, in dem es möglich wird die Welt in ihren Grundzügen zu verstehen und an eine Form der Wahrheit zu gelangen, die unserem unterentwickelten Bewusstsein bis anhin verborgen blieb, gilt es auch die standardisierten Verhaltensweisen hinter sich zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man das anstellen. Ein Werkzeug könnte sein, sich in Alltagssituationen zu begeben, in denen von allen Mitgliedern unserer Gesellschaft exakt dieselben Verhaltensweisen erwartet werden. In einem ersten Schritt, müsste man sich diesen Verhaltensmustern bewusst werden, um sich in einem nächsten Schritt von ihnen abzuwenden. Der radikalste und, so scheint mir, effektivste Weg sich von standardisierten Gedankengängen abzuwenden und eine neue Weisheit zu finden ist es, sich in Situationen, die ebendiese Gedankengänge hervorrufen, radikal anders zu verhalten. [[!!,!!|Sich zu verhalten, wie es nicht von einem erwartet wird]]. Der radikalste und beste Weg, dies zu bewerkstelligen, so scheint mir, ist es, das genaue Gegenteil davon zu tun, was in typischen Alltagssituationen von einem erwartet wird. &amp;lt;br&amp;gt;Um durch Auswertung auf ein differenzierteres Ergebnis dieses Experimentes zu kommen, wäre es von Vorteil, sich auf die Erfahrungen mehrerer Teilnehmer beziehen zu können. Ein Zusammenschluss unterschiedlichster Individuen, unterschiedlichster Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Vorstellungen von der „[[Puzzle|gegenteiligen Verhaltensweise]]“ und der Erprobung dieser, in den unterschiedlichsten Situationen! Niemals dürfte dieses Experiment an die Öffentlichkeit gelangen. Dies könnte möglicherweise die standardisierte Verhaltensweise der unwissenden Mitmenschen beeinflussen. Der Erfolg des Experimentes wäre einzig möglich, wenn sich der Kreis der Eingeweihten auf eine kleine Zahl beschränkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Allianz des abstrakten Verhaltens zur Erweiterung des individuellen Bewusstseins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur „Alliance Abstrakt“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;[[Nackt|Nackt]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:AA|AA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von Mar Feyfar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedienen sich nicht alle aus ein und demselben [[A.l.l.i.a.n.c.e. a.b.s.t.r.a.k.t.|Topf von Weisheiten]]. Der größer wird, wird man älter. Leuchten Erklärungen zwischenmenschlicher Beziehungen nicht sowieso aus diesem Grund ein. Weil sie nachvollziehbar sind. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Diese Nachvollziehbarkeit von vollzogenen Gedankengängen, die uns andere mitteilen, erweckt in uns den Eindruck, einen Begriff wie Wahrheit verwenden zu können und dass es nur eine einzige, universelle Wahrheit gibt, die es zu entdecken gilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ist das nicht schlicht so, weil es nun mal nur einen einzigen grossen Topf der Weisheiten gibt, aus dem wir uns alle bedienen. Schlicht der Zugang dazu vergrössert sich mit der Zeit. Nicht der Inhalt. Der blieb und bleibt gleich in aller Zeit. Noch nie habe ich etwas gehört, was mir wirklich neu erschien. Auch wenn ich selbst noch nicht darauf gekommen war. Wir glauben zu verstehen. Wir glauben andere zu verstehen. Wir glauben zu wissen, wie wir selbst funktionieren. Wie unsere Psyche funktioniert. Wir haben das Gefühl dazu zu lernen. Auf eine weitere Ebene der Reife und Weisheit zu gelangen. Wir glauben der Wahrheit über die Seele und ihren Tiefen und Untiefen weiterhin ein Stück näher zu kommen. Aber tun wir das wirklich. Oder ist es nur unser Geist der uns in die Irre führt, weil wir unwiederbringlich auf dieser untersten Ebene, auf dieser Entwicklungsstufe unserer Geistigen Fähigkeiten, unserer Gehirn-Aktivitäten festsitzen? Wo ist der Punkt, an dem man ansetzen müsste, um die menschlich-soziale Substanz von einem völlig anderen Ausgangspunkt her zu betrachten. Ohne sich an standardisierten Sätzen, Theorien und Erklärungen fest zu halten. Ohne etwas schon Dagewesenes aufzuwärmen. Selbst wenn ich es wüsste. Selbst wenn ich diesen Punkt vor mir sähe, wäre er mir wohl unverständlich; in einer Dimension angesiedelt, die es der Unterentwicklung unseres Hirnes nicht erlaubt auch nur in Ansätzen davon gebrauch zu machen. Vielleicht würde es sogar einfach. „Pling“ machen und plötzlich wüsste ein Jeder was genau zu tun ist. Manipulation. Ein netter Gedanke. Doch so einfach wird es nicht sein. Dieses Stadium, das höhere Stadium der geistigen Fähigkeiten gilt es taktisch zu erreichen. Ein Stadium, in dem es möglich sein wird, Gedanken, Gefühle und sogar nur die reine Existenz anderer Individuen im Zeitraum eines Wimpernschlages in sich aufzunehmen, zu durchschauen und die Welt in ihrem grösseren Zusammenhang zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aus den standardisierten Gedankenläufen auszubrechen und das Bewusstsein auf eine Ebene zu bringen, in dem es möglich wird die Welt in ihren Grundzügen zu verstehen und an eine Form der Wahrheit zu gelangen, die unserem unterentwickelten Bewusstsein bis anhin verborgen blieb, gilt es auch die standardisierten Verhaltensweisen hinter sich zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man das anstellen. Ein Werkzeug könnte sein, sich in Alltagssituationen zu begeben, in denen von allen Mitgliedern unserer Gesellschaft exakt dieselben Verhaltensweisen erwartet werden. In einem ersten Schritt, müsste man sich diesen Verhaltensmustern bewusst werden, um sich in einem nächsten Schritt von ihnen abzuwenden. Der radikalste und, so scheint mir, effektivste Weg sich von standardisierten Gedankengängen abzuwenden und eine neue Weisheit zu finden ist es, sich in Situationen, die ebendiese Gedankengänge hervorrufen, radikal anders zu verhalten. [[Sich zu verhalten, wie es nicht von einem erwartet wird|!!,!!]]. Der radikalste und beste Weg, dies zu bewerkstelligen, so scheint mir, ist es, das genaue Gegenteil davon zu tun, was in typischen Alltagssituationen von einem erwartet wird. &amp;lt;br&amp;gt;Um durch Auswertung auf ein differenzierteres Ergebnis dieses Experimentes zu kommen, wäre es von Vorteil, sich auf die Erfahrungen mehrerer Teilnehmer beziehen zu können. Ein Zusammenschluss unterschiedlichster Individuen, unterschiedlichster Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Vorstellungen von der „[[Puzzle|gegenteiligen Verhaltensweise]]“ und der Erprobung dieser, in den unterschiedlichsten Situationen! Niemals dürfte dieses Experiment an die Öffentlichkeit gelangen. Dies könnte möglicherweise die standardisierte Verhaltensweise der unwissenden Mitmenschen beeinflussen. Der Erfolg des Experimentes wäre einzig möglich, wenn sich der Kreis der Eingeweihten auf eine kleine Zahl beschränkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Allianz des abstrakten Verhaltens zur Erweiterung des individuellen Bewusstseins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur „Alliance Abstrakt“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;[[Nackt|Nackt]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:AA|AA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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				<updated>2009-01-09T10:45:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: Änderung 3906 von Marcj (Diskussion) wurde rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von Mar Feyfar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Bedienen sich nicht alle aus ein und demselben [[A.l.l.i.a.n.c.e. a.b.s.t.r.a.k.t.|Topf von Weisheiten]]. Der größer wird, wird man älter. Leuchten Erklärungen zwischenmenschlicher Beziehungen nicht sowieso aus diesem Grund ein. Weil sie nachvollziehbar sind. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Diese Nachvollziehbarkeit von vollzogenen Gedankengängen, die uns andere mitteilen, erweckt in uns den Eindruck, einen Begriff wie Wahrheit verwenden zu können und dass es nur eine einzige, universelle Wahrheit gibt, die es zu entdecken gilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ist das nicht schlicht so, weil es nun mal nur einen einzigen grossen Topf der Weisheiten gibt, aus dem wir uns alle bedienen. Schlicht der Zugang dazu vergrössert sich mit der Zeit. Nicht der Inhalt. Der blieb und bleibt gleich in aller Zeit. Noch nie habe ich etwas gehört, was mir wirklich neu erschien. Auch wenn ich selbst noch nicht darauf gekommen war. Wir glauben zu verstehen. Wir glauben andere zu verstehen. Wir glauben zu wissen, wie wir selbst funktionieren. Wie unsere Psyche funktioniert. Wir haben das Gefühl dazu zu lernen. Auf eine weitere Ebene der Reife und Weisheit zu gelangen. Wir glauben der Wahrheit über die Seele und ihren Tiefen und Untiefen weiterhin ein Stück näher zu kommen. Aber tun wir das wirklich. Oder ist es nur unser Geist der uns in die Irre führt, weil wir unwiederbringlich auf dieser untersten Ebene, auf dieser Entwicklungsstufe unserer Geistigen Fähigkeiten, unserer Gehirn-Aktivitäten festsitzen? Wo ist der Punkt, an dem man ansetzen müsste, um die menschlich-soziale Substanz von einem völlig anderen Ausgangspunkt her zu betrachten. Ohne sich an standardisierten Sätzen, Theorien und Erklärungen fest zu halten. Ohne etwas schon Dagewesenes aufzuwärmen. Selbst wenn ich es wüsste. Selbst wenn ich diesen Punkt vor mir sähe, wäre er mir wohl unverständlich; in einer Dimension angesiedelt, die es der Unterentwicklung unseres Hirnes nicht erlaubt auch nur in Ansätzen davon gebrauch zu machen. Vielleicht würde es sogar einfach. „Pling“ machen und plötzlich wüsste ein Jeder was genau zu tun ist. Manipulation. Ein netter Gedanke. Doch so einfach wird es nicht sein. Dieses Stadium, das höhere Stadium der geistigen Fähigkeiten gilt es taktisch zu erreichen. Ein Stadium, in dem es möglich sein wird, Gedanken, Gefühle und sogar nur die reine Existenz anderer Individuen im Zeitraum eines Wimpernschlages in sich aufzunehmen, zu durchschauen und die Welt in ihrem grösseren Zusammenhang zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aus den standardisierten Gedankenläufen auszubrechen und das Bewusstsein auf eine Ebene zu bringen, in dem es möglich wird die Welt in ihren Grundzügen zu verstehen und an eine Form der Wahrheit zu gelangen, die unserem unterentwickelten Bewusstsein bis anhin verborgen blieb, gilt es auch die standardisierten Verhaltensweisen hinter sich zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man das anstellen. Ein Werkzeug könnte sein, sich in Alltagssituationen zu begeben, in denen von allen Mitgliedern unserer Gesellschaft exakt dieselben Verhaltensweisen erwartet werden. In einem ersten Schritt, müsste man sich diesen Verhaltensmustern bewusst werden, um sich in einem nächsten Schritt von ihnen abzuwenden. Der radikalste und, so scheint mir, effektivste Weg sich von standardisierten Gedankengängen abzuwenden und eine neue Weisheit zu finden ist es, sich in Situationen, die ebendiese Gedankengänge hervorrufen, radikal anders zu verhalten. [[Sich zu verhalten, wie es nicht von einem erwartet wird|Sich zu verhalten, wie es nicht von einem erwartet wird]]. Der radikalste und beste Weg, dies zu bewerkstelligen, so scheint mir, ist es, das genaue Gegenteil davon zu tun, was in typischen Alltagssituationen von einem erwartet wird. &amp;lt;br&amp;gt;Um durch Auswertung auf ein differenzierteres Ergebnis dieses Experimentes zu kommen, wäre es von Vorteil, sich auf die Erfahrungen mehrerer Teilnehmer beziehen zu können. Ein Zusammenschluss unterschiedlichster Individuen, unterschiedlichster Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Vorstellungen von der „[[Puzzle|gegenteiligen Verhaltensweise]]“ und der Erprobung dieser, in den unterschiedlichsten Situationen! Niemals dürfte dieses Experiment an die Öffentlichkeit gelangen. Dies könnte möglicherweise die standardisierte Verhaltensweise der unwissenden Mitmenschen beeinflussen. Der Erfolg des Experimentes wäre einzig möglich, wenn sich der Kreis der Eingeweihten auf eine kleine Zahl beschränkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Allianz des abstrakten Verhaltens zur Erweiterung des individuellen Bewusstseins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur „Alliance Abstrakt“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;[[Nackt|Nackt]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:AA|AA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<title>&quot;Alliance Abstrakt&quot;</title>
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				<updated>2009-01-09T10:45:16Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von Mar Feyfar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedienen sich nicht alle aus ein und demselben [[A.l.l.i.a.n.c.e. a.b.s.t.r.a.k.t.|Topf von Weisheiten]]. Der größer wird, wird man älter. Leuchten Erklärungen zwischenmenschlicher Beziehungen nicht sowieso aus diesem Grund ein. Weil sie nachvollziehbar sind. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Diese Nachvollziehbarkeit von vollzogenen Gedankengängen, die uns andere mitteilen, erweckt in uns den Eindruck, einen Begriff wie Wahrheit verwenden zu können und dass es nur eine einzige, universelle Wahrheit gibt, die es zu entdecken gilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ist das nicht schlicht so, weil es nun mal nur einen einzigen grossen Topf der Weisheiten gibt, aus dem wir uns alle bedienen. Schlicht der Zugang dazu vergrössert sich mit der Zeit. Nicht der Inhalt. Der blieb und bleibt gleich in aller Zeit. Noch nie habe ich etwas gehört, was mir wirklich neu erschien. Auch wenn ich selbst noch nicht darauf gekommen war. Wir glauben zu verstehen. Wir glauben andere zu verstehen. Wir glauben zu wissen, wie wir selbst funktionieren. Wie unsere Psyche funktioniert. Wir haben das Gefühl dazu zu lernen. Auf eine weitere Ebene der Reife und Weisheit zu gelangen. Wir glauben der Wahrheit über die Seele und ihren Tiefen und Untiefen weiterhin ein Stück näher zu kommen. Aber tun wir das wirklich. Oder ist es nur unser Geist der uns in die Irre führt, weil wir unwiederbringlich auf dieser untersten Ebene, auf dieser Entwicklungsstufe unserer Geistigen Fähigkeiten, unserer Gehirn-Aktivitäten festsitzen? Wo ist der Punkt, an dem man ansetzen müsste, um die menschlich-soziale Substanz von einem völlig anderen Ausgangspunkt her zu betrachten. Ohne sich an standardisierten Sätzen, Theorien und Erklärungen fest zu halten. Ohne etwas schon Dagewesenes aufzuwärmen. Selbst wenn ich es wüsste. Selbst wenn ich diesen Punkt vor mir sähe, wäre er mir wohl unverständlich; in einer Dimension angesiedelt, die es der Unterentwicklung unseres Hirnes nicht erlaubt auch nur in Ansätzen davon gebrauch zu machen. Vielleicht würde es sogar einfach. „Pling“ machen und plötzlich wüsste ein Jeder was genau zu tun ist. Manipulation. Ein netter Gedanke. Doch so einfach wird es nicht sein. Dieses Stadium, das höhere Stadium der geistigen Fähigkeiten gilt es taktisch zu erreichen. Ein Stadium, in dem es möglich sein wird, Gedanken, Gefühle und sogar nur die reine Existenz anderer Individuen im Zeitraum eines Wimpernschlages in sich aufzunehmen, zu durchschauen und die Welt in ihrem grösseren Zusammenhang zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aus den standardisierten Gedankenläufen auszubrechen und das Bewusstsein auf eine Ebene zu bringen, in dem es möglich wird die Welt in ihren Grundzügen zu verstehen und an eine Form der Wahrheit zu gelangen, die unserem unterentwickelten Bewusstsein bis anhin verborgen blieb, gilt es auch die standardisierten Verhaltensweisen hinter sich zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man das anstellen. Ein Werkzeug könnte sein, sich in Alltagssituationen zu begeben, in denen von allen Mitgliedern unserer Gesellschaft exakt dieselben Verhaltensweisen erwartet werden. In einem ersten Schritt, müsste man sich diesen Verhaltensmustern bewusst werden, um sich in einem nächsten Schritt von ihnen abzuwenden. Der radikalste und, so scheint mir, effektivste Weg sich von standardisierten Gedankengängen abzuwenden und eine neue Weisheit zu finden ist es, sich in Situationen, die ebendiese Gedankengänge hervorrufen, radikal anders zu verhalten. [[!!,!!|!!,!!]]. Der radikalste und beste Weg, dies zu bewerkstelligen, so scheint mir, ist es, das genaue Gegenteil davon zu tun, was in typischen Alltagssituationen von einem erwartet wird. &amp;lt;br&amp;gt;Um durch Auswertung auf ein differenzierteres Ergebnis dieses Experimentes zu kommen, wäre es von Vorteil, sich auf die Erfahrungen mehrerer Teilnehmer beziehen zu können. Ein Zusammenschluss unterschiedlichster Individuen, unterschiedlichster Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Vorstellungen von der „[[Puzzle|gegenteiligen Verhaltensweise]]“ und der Erprobung dieser, in den unterschiedlichsten Situationen! Niemals dürfte dieses Experiment an die Öffentlichkeit gelangen. Dies könnte möglicherweise die standardisierte Verhaltensweise der unwissenden Mitmenschen beeinflussen. Der Erfolg des Experimentes wäre einzig möglich, wenn sich der Kreis der Eingeweihten auf eine kleine Zahl beschränkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Allianz des abstrakten Verhaltens zur Erweiterung des individuellen Bewusstseins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur „Alliance Abstrakt“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;[[Nackt|Nackt]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:AA|AA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Die_Streetworkerin</id>
		<title>Die Streetworkerin</title>
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				<updated>2009-01-09T10:44:43Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;„Guten Morgen“, sage ich. Auf der Bahnhofsuhr haben wir kurz nach neun. Ich habe Kaffee und Croissants dabei.&amp;lt;br&amp;gt;„Moi-in“, sagt Carl, der von allen nur der Cardinal genannt wird, weil er nur Cardinal trinkt, so wie jetzt.&amp;lt;br&amp;gt;„Hi, Frauke“, sagt Bine, seine Freundin. Auch sie hält eine Flasche Cardinal in der Hand.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen ihnen der Zehnerträger Cardinal. &amp;lt;br&amp;gt;„Guten Morgen, Frank“ sage ich, Frank sitzt teilnahmslos auf dem kalten Boden, von den anderen abgewendet, und streichelt seinen Hund: Cin Cin. Der liegt auf der Seite, die Zunge hechelnd auf dem Boden, eine Speichelpfütze, und lässt es sich gefallen. Auch Cin Cin macht sich nicht die Mühe mich anzugucken. Den Quietscheknochen, den ich ihm mal mitgebracht habe und der sonst immer irgendwo neben ihm liegt, kann ich nirgendwo entdecken.&amp;lt;br&amp;gt;„Was ist denn mit Frank los“, frage ich.&amp;lt;br&amp;gt;„Achder“, sagt Carl „Isbeleidicht.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ja“, sagt Bine “Beleidigt.“ Sie ist noch nicht so betrunken und kann das g noch g aussprechen.&amp;lt;br&amp;gt;„Ja“, frage ich „Was ist denn los, Frank?“ &amp;lt;br&amp;gt;Keine Antwort.&amp;lt;br&amp;gt;Dann antwortet Carl: „Weilwa ihn nich mittrinkenlassn. Deshlb!“&amp;lt;br&amp;gt;„Weil er nichts dazugegeben hat, weißte?“ sagt Bine.&amp;lt;br&amp;gt;„Cin Cin“, lallt Carl „Dreckschöter! Alles fr…“&amp;lt;br&amp;gt;Ich verstehe kein Wort: „Was ist mit Cin Cin?“&amp;lt;br&amp;gt;„Frank hat Cin Cin ein neues Halsband gekauft“, sagt Bine.&amp;lt;br&amp;gt;Carl: „Nchtsbir“&amp;lt;br&amp;gt;Bine: „Ja, und jetzt nichts mehr für Bier übrig.“&amp;lt;br&amp;gt;Carl: „Under Schnapsis eh a-alle.“&amp;lt;br&amp;gt;„Verstehe“, sage ich. „Möchtest du Kaffee?“&amp;lt;br&amp;gt;Wieder: Keine Antwort.&amp;lt;br&amp;gt;„Was ist mit euch? Kaffee? Ich hab auch Croissants dabei.“&amp;lt;br&amp;gt;Die Croissants nehmen sie gern, den Kaffee nicht.&amp;lt;br&amp;gt;Ich nehme einen Schluck Kaffee, dann sage ich: „Sagt mal, wisst ihr vielleicht, wo ich [[Daisy|Daisy]] finden kann?“&amp;lt;br&amp;gt;Sie schütteln nur den Kopf, und mit dem Mund voll Croissant sehen sie aus wie Cin Cin wenn er den Quietscheknochen hin und her schüttelt, &amp;lt;br&amp;gt;„Und du, Frank?“&amp;lt;br&amp;gt;Immer noch: Keine Antwort.&amp;lt;br&amp;gt;Ich will noch fragen, was mit dem Quietscheknochen ist, hab aber keine Zeit. Ich muss Daisy finden. &amp;lt;br&amp;gt;Stattdessen sage ich: „Hier, ich lass euch die restlichen Croissants da, und den Kaffee auch, falls ihrs euch anders überlegt“ und gehe und drehe mich im Gehen noch mal um: „Und gebt Frank auch was ab!“ &amp;lt;br&amp;gt;Ich gehe Richtung Fluss, vielleicht weiß da jemand, wo ich Daisy finden kann.&amp;lt;br&amp;gt;Daisy lebt auf der Straße und ist verrückt. Ich glaube sogar sie ist gewalttätig. Auch wenn ich das nicht weiß. Und trotzdem wünsche ich mir manchmal [[!!,!!|mein Bruder wäre ein bisschen mehr wie sie]]. [[Hugo|Hugo]] ist Mitte dreißig und das komplette Gegenteil. Wenn er könnte und ich nicht darauf bestehen würde, würde er seine Wohnung gar nicht mehr verlassen. &amp;lt;br&amp;gt;Einmal hat er mir erzählt, wenn ich bei ihm die Treppe hochlaufe und ihn abhole, weil er seine Wohnungstür zum tausendsten Mal wieder aufgeschlossen hat, um zu überprüfen, ob er sie auch wirklich vorher abgeschlossen hatte, dann würde ich ihn an Supergirl erinnern, mit meinem langen roten Haaren, die wie ein Cape hinter meinem Kopf her wehen würden. &amp;lt;br&amp;gt;Hugo hat braune Haare, kurz, und nichts von einem Superhelden. Er ist [[Füße|unterdurchschnittlich]] klein für einen Mann und seine Hände auch. Seine Augen sind schön und groß und blau, aber keiner außer mir weiß das, weil er immer nach unten guckt, sobald er die Wohnung verlässt. Hugo ist nicht dumm und weiß, dass die anderen Leute gucken, oder bildet sich das zumindest ein. Und deshalb existieren die Menschen im Großen und Ganzen nur aus Schuhen und Beinen und Hüften. Das war‘s.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<title>!!,!!</title>
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				<updated>2009-01-09T10:43:32Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: hat „Sich zu verhalten, wie es nicht von einem erwartet wird“ nach „!!,!!“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;die konvention sie &amp;lt;br&amp;gt;[[Hugo|es]] klopft&amp;amp;nbsp;!!,!! person&amp;lt;br&amp;gt;ifiziert h Ugo m&amp;lt;br&amp;gt;ich&amp;lt;br&amp;gt;mach nich&amp;lt;br&amp;gt;t auf hand y klingelt: m'apelle FR&amp;lt;br&amp;gt;[[Die Streetworkerin|au]]&amp;lt;br&amp;gt;ke no I&amp;lt;br&amp;gt;believe I can &amp;lt;br&amp;gt;fly ohrenpatsche lass es klinge &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ln &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht ran ich bin je&amp;lt;br&amp;gt;bleib zu&amp;lt;br&amp;gt;haus all ein laßßßßßßßß&amp;lt;br&amp;gt;mich psssst ruh &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ö&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:AA|Kategorie: AA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Sich_zu_verhalten,_wie_es_nicht_von_einem_erwartet_wird</id>
		<title>Sich zu verhalten, wie es nicht von einem erwartet wird</title>
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				<updated>2009-01-09T10:43:32Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: hat „Sich zu verhalten, wie es nicht von einem erwartet wird“ nach „!!,!!“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[!!,!!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Hauptseite</id>
		<title>Hauptseite</title>
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				<updated>2009-01-09T10:40:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= SIMULTAN 2008-09  =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willkommen in der 2ten Edition / Bienvenue dans la 2ème édition!'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Biel, 20. September 2008|&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: bold&amp;quot;&amp;gt;Ester Schneiter&amp;lt;/span&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
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[[Irina Trepkowitz geht zur Arbeit|&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: bold&amp;quot;&amp;gt;Irina Trepkowitz&amp;lt;/span&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
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[[Mar|&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: bold&amp;quot;&amp;gt;Mar&amp;lt;/span&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
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[[Frauke|Frauke]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauke 2|Frauke 2]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Marroni|Marroni]][[Ester Schneiter|&amp;lt;br&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[:Kategorie:Marianne|Marianne]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Kategorie:Irina Trepkowitz|Irina Trepkowitz]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Daisy im Kraftraum|Matteo]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Ente und die Würmer|Daisy]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Monica|Babel]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Silvia|Silvia]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<title>Hauptseite</title>
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				<updated>2009-01-09T10:40:05Z</updated>
		
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Was am Freitag den 3. Oktober 2008 geschah: [[:Kategorie:Freitag-03-10-2008|Freitag-03-10-2008]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Was am Freitag den 31. Oktober 2008 geschah: [[:Kategorie:Freitag-31-10-2008|Freitag-31-10-2008]] &lt;br /&gt;
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[[Die Ente und die Würmer|Daisy]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Monica|Babel]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Silvia|Silvia]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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= Willkommen im [[Bielarium|Bielarium]]!&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp; Quoi [[Bielarium|Bielarium]]?  =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersicht - alle Kategorien:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;[[Spezial:Kategorien|alle Kategorien]] &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;die konvention sie &amp;lt;br&amp;gt;[[Hugo|es]] klopft&amp;amp;nbsp;!!,!! person&amp;lt;br&amp;gt;ifiziert h Ugo m&amp;lt;br&amp;gt;ich&amp;lt;br&amp;gt;mach nich&amp;lt;br&amp;gt;t auf hand y klingelt: m'apelle FR&amp;lt;br&amp;gt;[[Die Streetworkerin|au]]&amp;lt;br&amp;gt;ke no I&amp;lt;br&amp;gt;believe I can &amp;lt;br&amp;gt;fly ohrenpatsche lass es klinge &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ln &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht ran ich bin je&amp;lt;br&amp;gt;bleib zu&amp;lt;br&amp;gt;haus all ein laßßßßßßßß&amp;lt;br&amp;gt;mich psssst ruh &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ö&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:AA|Kategorie: AA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<title>Fenster</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein dumpfes Geräusch und [[Hugo|Hugo]] ging dahin, wo es hergekommen war. Er ging zum Fenster. Etwas war von außen gegen die Scheibe geflogen. Eine klare geleeartige Substanz war zu sehen, fingernagelgroß, schlierte und klebte und versperrte ihm die Sicht. Und etwas schwarzes dünnes längliches stach daraus hervor. Ein Insektenbein, dachte Hugo, oder ein Fühler. &amp;lt;br&amp;gt;Hugo holte einen Lappen. Die Sonne schien und räkelte sich auf einer Wolke. Das gefiel ihm nicht, das animierte die Leute nur wieder alles draußen zu machen. Eine Frau auf dem Balkon gegenüber am Sonnen, Sonnenbrille und Bikini. Nein, das wollte er nicht sehen. Er versuchte sich auf den Fleck zu konzentrieren. Der Fleck war hartnäckig, Hugo musste in die Küche und den Lappen anfeuchten. Schon besser. &amp;lt;br&amp;gt;Auf dem Bürgersteig unter dem Balkon mit der Frau sah er zwei Jungen. Sie hatten ihre Fahrräder umgedreht, auf den Lenker. Putzten die Speichen. Ölten die Kette und flickten den Vorderreifen. Das eine Fahrrad schien ihn mit seinem zyklopischen Auge anzusehen. Es sah ihn an und sah ihn an und hörte gar nicht mehr auf, ihn anzusehen. Es sah ihn mit Augen an, die zu sagen schienen: Ich weiß, was du getan hast. &amp;lt;br&amp;gt;Es weiß bescheid, dachte Hugo, alle Fahrräder wissen bescheid. Und dachte dabei an Poe, das verräterische Herz. Wohnzimmer, erstes Regal, oben links bei den Kurzgeschichten. Hugo hatte lange nicht daran gedacht. Damals war er acht oder neun gewesen und Frauke zwei Jahre jünger gerade dabei, dass Fahrradfahren zu lernen. Er selbst hatte es gehasst. Der unkontrollierbare Lenker, die Höhe und das seine Füße den Boden nicht berührten. Fahrradfahren war für Hugo wie für andere Kinder Brokkoliessen. Und das hatte er seinem Vater auch gesagt und dann musste er auch nicht mehr. &amp;lt;br&amp;gt;Aber [[Die Streetworkerin|Frauke]]. Sturz um Sturz, die vielen Schürfwunden am Knie, Eiter, die Kruste, sie ekelte ihn an und tat ihm leid zugleich, der viele Schweiß und die fettigen Haare unter dem Helm. Hugo hatte ihr nur helfen wollen. Schlich als alle beim Abendessen waren, er hatte keinen Hunger, hatte er gesagt, runter und fuhr mit dem Fahrrad davon. Das heißt: er schob es davon. Ging so schnell er konnte, ohne dabei zu laufen. Die Finger den Lenker fest umschlossen. Drehte sich um und um und wieder. Niemand zu sehen. Sein Herz klopfte unter seinem Kehlkopf wie das verräterische Herz von Edgar Allen Poe. Er hatte es geschenkt bekommen, weil Frauke sein Fahrrad gekriegt hatte. Einen neuen Erzählband. Und Hugo hatte sich gefreut. &amp;lt;br&amp;gt;Er schob und schob und schob, bis er im Park angekommen war. Dort lehnte er es an eine Bank und ging wieder nach Hause. Das Schloss hatte er unterwegs an einen Mülleimer gekettet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fahrräder|Kategorie: Fahrräder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/T%C3%BCr</id>
		<title>Tür</title>
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				<updated>2009-01-09T10:37:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Migros'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß, dass [[Daisy|sie]] mich ansieht. Wie sie mich ansieht, will ich gar nicht wissen. &amp;lt;br&amp;gt;Ich stehe vorm Migros, gucke nach unten, gucke auf den Boden und versuche den plattgetretenen Kaugummi zu ignorieren. Ich warte, ich vertraue der automatischen Tür nicht. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sagt mir, dass sie sich auch für mich öffnet? Und wenn sie sich öffnet, wer sagt mir, dass sie nicht genau dann wieder zugeht, wenn ich durchgehe? Ja, wer sagt mir, dass ich nicht in zwei Teile geteilt werde? Oder: wenn der Schnitt nicht sauber auf der Hälfte ist? Was, wenn ich in zwei Drittel und ein Drittel geteilt werde? &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich frage mich, ob ich [[Die_Streetworkerin|Frauke]] anrufen soll. Frauke könnte mir helfen. &amp;lt;br&amp;gt;Diese Frau. Ich verstehe das nicht. Wieso geht sie nicht rein? Warum steht sie einfach nur da? Sieht mich an? Jedenfalls glaube ich, dass sie das tut, mich ansieht. Ich sehe nicht nach, sehe sie nicht an, ich gucke nach unten. Die Jeans ist zu lang, der Stoff an ihrer Ferse aufgeribbelt. Zieht vereinzelt Fäden, Fransen wie bei Fraukes neuem Pony. &amp;lt;br&amp;gt;Dabei wäre sie genau richtig. Breit genug. Da könnte ich mit reinschlüpfen. Da würde mich die automatische Tür garantiert nicht erwischen. So dick wie die ist. Ich schaue nicht hoch. Im Augenwinkel kann ich ihre massigen Waden sehen. Sehe wie sich der Jeansstoff um ihre Schenkel spannt. Wie ein mit Fleisch und Fett gefüllter Spritzbeutel. &amp;lt;br&amp;gt;Ich mache einen Schritt zurück und sie folgt mir. Mache noch einen. Sie folgt mir wieder. Ihre Stiefel zeigen in meine Richtung, penetrant und nass und dreckig [[Star|starren]] sie mich an und wollen nicht verschwinden. Wollen nicht reingehen. Nicht reingehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also gehe ich. Drehe mich um und gehe. Nach Hause. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde Frauke nicht anrufen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Hugo|Kategorie: Hugo]] [[Category:Freitag-31-10-2008|Kategorie:Freitag-31-10-2008‎]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<title>Die Streetworkerin</title>
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				<updated>2009-01-09T10:36:31Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;„Guten Morgen“, sage ich. Auf der Bahnhofsuhr haben wir kurz nach neun. Ich habe Kaffee und Croissants dabei.&amp;lt;br&amp;gt;„Moi-in“, sagt Carl, der von allen nur der Cardinal genannt wird, weil er nur Cardinal trinkt, so wie jetzt.&amp;lt;br&amp;gt;„Hi, Frauke“, sagt Bine, seine Freundin. Auch sie hält eine Flasche Cardinal in der Hand.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen ihnen der Zehnerträger Cardinal. &amp;lt;br&amp;gt;„Guten Morgen, Frank“ sage ich, Frank sitzt teilnahmslos auf dem kalten Boden, von den anderen abgewendet, und streichelt seinen Hund: Cin Cin. Der liegt auf der Seite, die Zunge hechelnd auf dem Boden, eine Speichelpfütze, und lässt es sich gefallen. Auch Cin Cin macht sich nicht die Mühe mich anzugucken. Den Quietscheknochen, den ich ihm mal mitgebracht habe und der sonst immer irgendwo neben ihm liegt, kann ich nirgendwo entdecken.&amp;lt;br&amp;gt;„Was ist denn mit Frank los“, frage ich.&amp;lt;br&amp;gt;„Achder“, sagt Carl „Isbeleidicht.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ja“, sagt Bine “Beleidigt.“ Sie ist noch nicht so betrunken und kann das g noch g aussprechen.&amp;lt;br&amp;gt;„Ja“, frage ich „Was ist denn los, Frank?“ &amp;lt;br&amp;gt;Keine Antwort.&amp;lt;br&amp;gt;Dann antwortet Carl: „Weilwa ihn nich mittrinkenlassn. Deshlb!“&amp;lt;br&amp;gt;„Weil er nichts dazugegeben hat, weißte?“ sagt Bine.&amp;lt;br&amp;gt;„Cin Cin“, lallt Carl „Dreckschöter! Alles fr…“&amp;lt;br&amp;gt;Ich verstehe kein Wort: „Was ist mit Cin Cin?“&amp;lt;br&amp;gt;„Frank hat Cin Cin ein neues Halsband gekauft“, sagt Bine.&amp;lt;br&amp;gt;Carl: „Nchtsbir“&amp;lt;br&amp;gt;Bine: „Ja, und jetzt nichts mehr für Bier übrig.“&amp;lt;br&amp;gt;Carl: „Under Schnapsis eh a-alle.“&amp;lt;br&amp;gt;„Verstehe“, sage ich. „Möchtest du Kaffee?“&amp;lt;br&amp;gt;Wieder: Keine Antwort.&amp;lt;br&amp;gt;„Was ist mit euch? Kaffee? Ich hab auch Croissants dabei.“&amp;lt;br&amp;gt;Die Croissants nehmen sie gern, den Kaffee nicht.&amp;lt;br&amp;gt;Ich nehme einen Schluck Kaffee, dann sage ich: „Sagt mal, wisst ihr vielleicht, wo ich [[Daisy|Daisy]] finden kann?“&amp;lt;br&amp;gt;Sie schütteln nur den Kopf, und mit dem Mund voll Croissant sehen sie aus wie Cin Cin wenn er den Quietscheknochen hin und her schüttelt, &amp;lt;br&amp;gt;„Und du, Frank?“&amp;lt;br&amp;gt;Immer noch: Keine Antwort.&amp;lt;br&amp;gt;Ich will noch fragen, was mit dem Quietscheknochen ist, hab aber keine Zeit. Ich muss Daisy finden. &amp;lt;br&amp;gt;Stattdessen sage ich: „Hier, ich lass euch die restlichen Croissants da, und den Kaffee auch, falls ihrs euch anders überlegt“ und gehe und drehe mich im Gehen noch mal um: „Und gebt Frank auch was ab!“ &amp;lt;br&amp;gt;Ich gehe Richtung Fluss, vielleicht weiß da jemand, wo ich Daisy finden kann.&amp;lt;br&amp;gt;Daisy lebt auf der Straße und ist verrückt. Ich glaube sogar sie ist gewalttätig. Auch wenn ich das nicht weiß. Und trotzdem wünsche ich mir manchmal [[Sich zu verhalten, wie es nicht von einem erwartet wird|mein Bruder wäre ein bisschen mehr wie sie]]. [[Hugo|Hugo]] ist Mitte dreißig und das komplette Gegenteil. Wenn er könnte und ich nicht darauf bestehen würde, würde er seine Wohnung gar nicht mehr verlassen. &amp;lt;br&amp;gt;Einmal hat er mir erzählt, wenn ich bei ihm die Treppe hochlaufe und ihn abhole, weil er seine Wohnungstür zum tausendsten Mal wieder aufgeschlossen hat, um zu überprüfen, ob er sie auch wirklich vorher abgeschlossen hatte, dann würde ich ihn an Supergirl erinnern, mit meinem langen roten Haaren, die wie ein Cape hinter meinem Kopf her wehen würden. &amp;lt;br&amp;gt;Hugo hat braune Haare, kurz, und nichts von einem Superhelden. Er ist [[Füße|unterdurchschnittlich]] klein für einen Mann und seine Hände auch. Seine Augen sind schön und groß und blau, aber keiner außer mir weiß das, weil er immer nach unten guckt, sobald er die Wohnung verlässt. Hugo ist nicht dumm und weiß, dass die anderen Leute gucken, oder bildet sich das zumindest ein. Und deshalb existieren die Menschen im Großen und Ganzen nur aus Schuhen und Beinen und Hüften. Das war‘s.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<title>Die Streetworkerin</title>
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				<updated>2009-01-09T10:36:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: hat „Frauke 2“ nach „Die Streetworkerin“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Die Streetworkerin''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Guten Morgen“, sage ich. Auf der Bahnhofsuhr haben wir kurz nach neun. Ich habe Kaffee und Croissants dabei.&amp;lt;br&amp;gt;„Moi-in“, sagt Carl, der von allen nur der Cardinal genannt wird, weil er nur Cardinal trinkt, so wie jetzt.&amp;lt;br&amp;gt;„Hi, Frauke“, sagt Bine, seine Freundin. Auch sie hält eine Flasche Cardinal in der Hand.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen ihnen der Zehnerträger Cardinal. &amp;lt;br&amp;gt;„Guten Morgen, Frank“ sage ich, Frank sitzt teilnahmslos auf dem kalten Boden, von den anderen abgewendet, und streichelt seinen Hund: Cin Cin. Der liegt auf der Seite, die Zunge hechelnd auf dem Boden, eine Speichelpfütze, und lässt es sich gefallen. Auch Cin Cin macht sich nicht die Mühe mich anzugucken. Den Quietscheknochen, den ich ihm mal mitgebracht habe und der sonst immer irgendwo neben ihm liegt, kann ich nirgendwo entdecken.&amp;lt;br&amp;gt;„Was ist denn mit Frank los“, frage ich.&amp;lt;br&amp;gt;„Achder“, sagt Carl „Isbeleidicht.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ja“, sagt Bine “Beleidigt.“ Sie ist noch nicht so betrunken und kann das g noch g aussprechen.&amp;lt;br&amp;gt;„Ja“, frage ich „Was ist denn los, Frank?“ &amp;lt;br&amp;gt;Keine Antwort.&amp;lt;br&amp;gt;Dann antwortet Carl: „Weilwa ihn nich mittrinkenlassn. Deshlb!“&amp;lt;br&amp;gt;„Weil er nichts dazugegeben hat, weißte?“ sagt Bine.&amp;lt;br&amp;gt;„Cin Cin“, lallt Carl „Dreckschöter! Alles fr…“&amp;lt;br&amp;gt;Ich verstehe kein Wort: „Was ist mit Cin Cin?“&amp;lt;br&amp;gt;„Frank hat Cin Cin ein neues Halsband gekauft“, sagt Bine.&amp;lt;br&amp;gt;Carl: „Nchtsbir“&amp;lt;br&amp;gt;Bine: „Ja, und jetzt nichts mehr für Bier übrig.“&amp;lt;br&amp;gt;Carl: „Under Schnapsis eh a-alle.“&amp;lt;br&amp;gt;„Verstehe“, sage ich. „Möchtest du Kaffee?“&amp;lt;br&amp;gt;Wieder: Keine Antwort.&amp;lt;br&amp;gt;„Was ist mit euch? Kaffee? Ich hab auch Croissants dabei.“&amp;lt;br&amp;gt;Die Croissants nehmen sie gern, den Kaffee nicht.&amp;lt;br&amp;gt;Ich nehme einen Schluck Kaffee, dann sage ich: „Sagt mal, wisst ihr vielleicht, wo ich [[Daisy|Daisy]] finden kann?“&amp;lt;br&amp;gt;Sie schütteln nur den Kopf, und mit dem Mund voll Croissant sehen sie aus wie Cin Cin wenn er den Quietscheknochen hin und her schüttelt, &amp;lt;br&amp;gt;„Und du, Frank?“&amp;lt;br&amp;gt;Immer noch: Keine Antwort.&amp;lt;br&amp;gt;Ich will noch fragen, was mit dem Quietscheknochen ist, hab aber keine Zeit. Ich muss Daisy finden. &amp;lt;br&amp;gt;Stattdessen sage ich: „Hier, ich lass euch die restlichen Croissants da, und den Kaffee auch, falls ihrs euch anders überlegt“ und gehe und drehe mich im Gehen noch mal um: „Und gebt Frank auch was ab!“ &amp;lt;br&amp;gt;Ich gehe Richtung Fluss, vielleicht weiß da jemand, wo ich Daisy finden kann.&amp;lt;br&amp;gt;Daisy lebt auf der Straße und ist verrückt. Ich glaube sogar sie ist gewalttätig. Auch wenn ich das nicht weiß. Und trotzdem wünsche ich mir manchmal [[Sich_zu_verhalten,_wie_es_nicht_von_einem_erwartet_wird|mein Bruder wäre ein bisschen mehr wie sie]]. [[Hugo|Hugo]] ist Mitte dreißig und das komplette Gegenteil. Wenn er könnte und ich nicht darauf bestehen würde, würde er seine Wohnung gar nicht mehr verlassen. &amp;lt;br&amp;gt;Einmal hat er mir erzählt, wenn ich bei ihm die Treppe hochlaufe und ihn abhole, weil er seine Wohnungstür zum tausendsten Mal wieder aufgeschlossen hat, um zu überprüfen, ob er sie auch wirklich vorher abgeschlossen hatte, dann würde ich ihn an Supergirl erinnern, mit meinem langen roten Haaren, die wie ein Cape hinter meinem Kopf her wehen würden. &amp;lt;br&amp;gt;Hugo hat braune Haare, kurz, und nichts von einem Superhelden. Er ist [[Füße|unterdurchschnittlich]] klein für einen Mann und seine Hände auch. Seine Augen sind schön und groß und blau, aber keiner außer mir weiß das, weil er immer nach unten guckt, sobald er die Wohnung verlässt. Hugo ist nicht dumm und weiß, dass die anderen Leute gucken, oder bildet sich das zumindest ein. Und deshalb existieren die Menschen im Großen und Ganzen nur aus Schuhen und Beinen und Hüften. Das war‘s.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Diskussion:Die_Streetworkerin</id>
		<title>Diskussion:Die Streetworkerin</title>
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				<updated>2009-01-09T10:36:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: hat „Diskussion:Frauke 2“ nach „Diskussion:Die Streetworkerin“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich finde, die Dialoge wirken sehr natürlich&amp;amp;nbsp;; ) Ich mag Frauke. Nicole &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ach, nicole schreibt immer schon was ich auch wollte. eben, die dialoge sind real &amp;amp;amp; auf hochdeutsch auch für mich authentisch, das gibt mal abwechslung. vielleicht übersetze ich das gespräch auf bärndütsch, liesse sich schön vertonen, auch im original - patric &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwie erinnert mich das leicht an was&amp;amp;nbsp;;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Anmerkung: Bin ich dauerbetrunken, oder warum spreche ich das g in beleidigt nie als g sonder als ch&amp;amp;nbsp;? Tja, wir alkoholgeprägten Berliner halt... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst habe ich die Überschrift nicht gelesen und&amp;amp;nbsp;wusste gar nicht, worum es geht. Aber mit der Überschrift wird es&amp;amp;nbsp;natürlich verständlich. Den Teil nach den Dialogen finde ich sprachlich irgendwie auffällig. Ich bin mir nicht sicher woran das liegt. Vielleicht ist die Sprache so einfach, dass es kindlich wirkt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum sucht Frauke jetzt Daisy? Ich finde die Idee mit der Streetworkerin ziemlich raffiniert. So kommen doch alle miteinander in Kontakt. Die Ansichten der guten Frau zu Obdachlosen und Verrückten würden mich dann um so mehr interesieren. Endlich mal ein so schön moralischer Mensch in unserer Geschichte...&amp;amp;nbsp; - Almut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sehr schöner Dialog. Das kannst (sollst ...) Du noch weiter ausbauen (vielleicht auch mit anderen Texten). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beziehung zu Daisy ist mir auch nicht ganz klar. - Und wie steht diese Frauke zur Frauke von Clara in Beziehung? Wie sind diese beiden Texte vereinbar? Das musst Du mit Clara besprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Bezeihung zu Hugo interessiert mich. Da kann sie uns bestimmt noch mehr mitteilen. - Urs &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauke ist als Streetworkerin auf der Suche nach Daisy (die auf der Straße lebt?) und klappert die üblichen Stellen ab, angefangen beim Bahnhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
meine Frauke und die Frauke von Clara sind ein und die selbe Person. Frauke hatte ich ja damals als Hugos Bruder erschaffen und Clara und ich hatten mal überlegt, dass Frauke Mieterin bei Mar sein könnte. voila. wie almut schon sagt: eine lesbische streetworkerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Frauke 2</title>
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				<updated>2009-01-09T10:36:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: hat „Frauke 2“ nach „Die Streetworkerin“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Die Streetworkerin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Diskussion:Frauke 2</title>
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				<updated>2009-01-09T10:36:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: hat „Diskussion:Frauke 2“ nach „Diskussion:Die Streetworkerin“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Diskussion:Die Streetworkerin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Die_Streetworkerin</id>
		<title>Die Streetworkerin</title>
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				<updated>2008-11-07T12:30:22Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;'''Die Streetworkerin''' &lt;br /&gt;
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„Guten Morgen“, sage ich. Auf der Bahnhofsuhr haben wir kurz nach neun. Ich habe Kaffee und Croissants dabei.&amp;lt;br&amp;gt;„Moi-in“, sagt Carl, der von allen nur der Cardinal genannt wird, weil er nur Cardinal trinkt, so wie jetzt.&amp;lt;br&amp;gt;„Hi, Frauke“, sagt Bine, seine Freundin. Auch sie hält eine Flasche Cardinal in der Hand.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen ihnen der Zehnerträger Cardinal. &amp;lt;br&amp;gt;„Guten Morgen, Frank“ sage ich, Frank sitzt teilnahmslos auf dem kalten Boden, von den anderen abgewendet, und streichelt seinen Hund: Cin Cin. Der liegt auf der Seite, die Zunge hechelnd auf dem Boden, eine Speichelpfütze, und lässt es sich gefallen. Auch Cin Cin macht sich nicht die Mühe mich anzugucken. Den Quietscheknochen, den ich ihm mal mitgebracht habe und der sonst immer irgendwo neben ihm liegt, kann ich nirgendwo entdecken.&amp;lt;br&amp;gt;„Was ist denn mit Frank los“, frage ich.&amp;lt;br&amp;gt;„Achder“, sagt Carl „Isbeleidicht.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ja“, sagt Bine “Beleidigt.“ Sie ist noch nicht so betrunken und kann das g noch g aussprechen.&amp;lt;br&amp;gt;„Ja“, frage ich „Was ist denn los, Frank?“ &amp;lt;br&amp;gt;Keine Antwort.&amp;lt;br&amp;gt;Dann antwortet Carl: „Weilwa ihn nich mittrinkenlassn. Deshlb!“&amp;lt;br&amp;gt;„Weil er nichts dazugegeben hat, weißte?“ sagt Bine.&amp;lt;br&amp;gt;„Cin Cin“, lallt Carl „Dreckschöter! Alles fr…“&amp;lt;br&amp;gt;Ich verstehe kein Wort: „Was ist mit Cin Cin?“&amp;lt;br&amp;gt;„Frank hat Cin Cin ein neues Halsband gekauft“, sagt Bine.&amp;lt;br&amp;gt;Carl: „Nchtsbir“&amp;lt;br&amp;gt;Bine: „Ja, und jetzt nichts mehr für Bier übrig.“&amp;lt;br&amp;gt;Carl: „Under Schnapsis eh a-alle.“&amp;lt;br&amp;gt;„Verstehe“, sage ich. „Möchtest du Kaffee?“&amp;lt;br&amp;gt;Wieder: Keine Antwort.&amp;lt;br&amp;gt;„Was ist mit euch? Kaffee? Ich hab auch Croissants dabei.“&amp;lt;br&amp;gt;Die Croissants nehmen sie gern, den Kaffee nicht.&amp;lt;br&amp;gt;Ich nehme einen Schluck Kaffee, dann sage ich: „Sagt mal, wisst ihr vielleicht, wo ich [[Daisy|Daisy]] finden kann?“&amp;lt;br&amp;gt;Sie schütteln nur den Kopf, und mit dem Mund voll Croissant sehen sie aus wie Cin Cin wenn er den Quietscheknochen hin und her schüttelt, &amp;lt;br&amp;gt;„Und du, Frank?“&amp;lt;br&amp;gt;Immer noch: Keine Antwort.&amp;lt;br&amp;gt;Ich will noch fragen, was mit dem Quietscheknochen ist, hab aber keine Zeit. Ich muss Daisy finden. &amp;lt;br&amp;gt;Stattdessen sage ich: „Hier, ich lass euch die restlichen Croissants da, und den Kaffee auch, falls ihrs euch anders überlegt“ und gehe und drehe mich im Gehen noch mal um: „Und gebt Frank auch was ab!“ &amp;lt;br&amp;gt;Ich gehe Richtung Fluss, vielleicht weiß da jemand, wo ich Daisy finden kann.&amp;lt;br&amp;gt;Daisy lebt auf der Straße und ist verrückt. Ich glaube sogar sie ist gewalttätig. Auch wenn ich das nicht weiß. Und trotzdem wünsche ich mir manchmal [[Sich_zu_verhalten,_wie_es_nicht_von_einem_erwartet_wird|mein Bruder wäre ein bisschen mehr wie sie]]. [[Hugo|Hugo]] ist Mitte dreißig und das komplette Gegenteil. Wenn er könnte und ich nicht darauf bestehen würde, würde er seine Wohnung gar nicht mehr verlassen. &amp;lt;br&amp;gt;Einmal hat er mir erzählt, wenn ich bei ihm die Treppe hochlaufe und ihn abhole, weil er seine Wohnungstür zum tausendsten Mal wieder aufgeschlossen hat, um zu überprüfen, ob er sie auch wirklich vorher abgeschlossen hatte, dann würde ich ihn an Supergirl erinnern, mit meinem langen roten Haaren, die wie ein Cape hinter meinem Kopf her wehen würden. &amp;lt;br&amp;gt;Hugo hat braune Haare, kurz, und nichts von einem Superhelden. Er ist [[Füße|unterdurchschnittlich]] klein für einen Mann und seine Hände auch. Seine Augen sind schön und groß und blau, aber keiner außer mir weiß das, weil er immer nach unten guckt, sobald er die Wohnung verlässt. Hugo ist nicht dumm und weiß, dass die anderen Leute gucken, oder bildet sich das zumindest ein. Und deshalb existieren die Menschen im Großen und Ganzen nur aus Schuhen und Beinen und Hüften. Das war‘s.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;die konvention sie &amp;lt;br&amp;gt;[[Hugo|es]] klopft&amp;amp;nbsp;!!,!! person&amp;lt;br&amp;gt;ifiziert h Ugo m&amp;lt;br&amp;gt;ich&amp;lt;br&amp;gt;mach nich&amp;lt;br&amp;gt;t auf hand y klingelt: m'apelle FR&amp;lt;br&amp;gt;[[Frauke 2|au]]&amp;lt;br&amp;gt;ke no I&amp;lt;br&amp;gt;believe I can &amp;lt;br&amp;gt;fly ohrenpatsche lass es klinge &lt;br /&gt;
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nicht ran ich bin je&amp;lt;br&amp;gt;bleib zu&amp;lt;br&amp;gt;haus all ein laßßßßßßßß&amp;lt;br&amp;gt;mich psssst ruh &lt;br /&gt;
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&lt;div&gt;die konvention sie &amp;lt;br&amp;gt;[[Hugo|es]] klopft&amp;amp;nbsp;!!,!! person&amp;lt;br&amp;gt;ifiziert h Ugo m&amp;lt;br&amp;gt;ich&amp;lt;br&amp;gt;mach nich&amp;lt;br&amp;gt;t auf hand y klingelt: m'apelle FR&amp;lt;br&amp;gt;[[Frauke 2|au]]&amp;lt;br&amp;gt;ke no I&amp;lt;br&amp;gt;believe I can &amp;lt;br&amp;gt;fly ohrenpatsche lass es klinge&lt;br /&gt;
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nicht ran ich bin je&amp;lt;br&amp;gt;bleib zu&amp;lt;br&amp;gt;haus all ein laßßßßßßßß&amp;lt;br&amp;gt;mich psssst ruh &lt;br /&gt;
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		<title>Diskussion:Star</title>
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				<updated>2008-11-07T11:38:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marcj: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;dieser Text klingt regelrecht - ich würde ihn sehr gerne von Dir gelesen hören. Sollen wir eine Leung davon aufnehmen und dann in die Seite integrieren? - Urs &lt;br /&gt;
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Ich mag auch den hektischen Rhythmus. Und dann sind so ein paar Bilder drin: schwarz geblendet z.B. das kreiiert so eine Stimmung ... &lt;br /&gt;
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Dachte ich auch. Ist ein richteiger Sprech-Text. Der Rhythmus gefällt mir. Wie drastisch das anhand der Sprache rüberkommt, dieser Unfall, die abgetrennten Fingerkuppen. Aufnehmen! Unbedingt! &lt;br /&gt;
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und ich dachte, du magst keine Gedichte. Würde ich auch gerne hören. Klingt wie eines von Andrea Heuser. &lt;br /&gt;
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Gerne würde ich es aufnehmen. Hab ich noch nie gemacht, bin sehr gespannt. Und freut mich, dass es euch gefällt, hatte schon Angst ihr findet es nur anstrengend&amp;amp;nbsp;;) Ich glaube ich habe mich von Stern stern rot und so inspirieren lassen. - Almut &lt;br /&gt;
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Kann mich nur meinen Vorrednern anschliessen: Der Text hat einen schönen Rhythmus. - Lars &lt;br /&gt;
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Also, das Gedicht, dass ich von Andrea Heuser gerade gelesen habe, fand ich etwasa lasch. Aber danke für die Idee! Bin für orientierungsgebende Inputs solcher Art immer zu haben.- Almut &lt;br /&gt;
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http://www.poetenladen.de/andrea-heuser-lyrik.htm&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marcj</name></author>	</entry>

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