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		<title>Simultan - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Marianne</id>
		<title>Marianne</title>
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				<updated>2009-01-09T11:15:38Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Marianne ist 32 Jahre alt und arbeitet als Kosmetikerin. Sie wohnt mit ihrem Mann Roger in einem [[Einfamilienhaus|Einfamilienhaus]] in der Zeppelinstrasse. Vor drei Wochen ist ihre Katze Petra eingeschläfert worden. Als Ersatz für Petra hat sich Marianne ein paar neue Fische gekauft. Menschen, die keine Kinder haben, haben Haustiere. Oder Pflanzen. Marianne und Roger haben Kinder. Sie heißen [[Frank|Frank]] und [[Silvia|Silvia]]. Silvia ist acht Jahre alt und besucht die Grundschule. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Spielen mit Murmeln. Silvia hat drei Freundinnen, Sandra, Yvonne und [[Eine Demonstration für Pippi|Pippi]].&amp;amp;nbsp;Mit ihnen geht sie nach Schulschluss immer in den Laden, um Süssigkeiten zu kaufen. Der [[Marianne geht einkaufen|Laden]] ist der Dreh- und Angelpunkt des Ortes. Im Laden arbeitet [[Frau Stocker|Frau Stocker]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<title>Marianne</title>
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				<updated>2009-01-09T10:56:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Marianne ist 32 Jahre alt und arbeitet als Kosmetikerin. Sie wohnt mit ihrem Mann Roger in einem [[Einfamilienhaus|Einfamilienhaus]] in der Zeppelinstrasse. Vor drei Wochen ist ihre Katze Petra eingeschläfert worden. Als Ersatz für Petra hat sich Marianne einen Kaktus gekauft - und ein paar neue Fische. Menschen, die keine Kinder haben, haben Haustiere. Oder Pflanzen. Marianne und Roger haben Kinder. Sie heißen [[Frank|Frank]] und [[Silvia|Silvia]]. Silvia ist acht Jahre alt und besucht die Grundschule. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Spielen mit Murmeln. Silvia hat drei Freundinnen, Sandra, Yvonne und [[Eine Demonstration für Pippi|Pippi]],&amp;amp;nbsp;mit denen sie nach Schulschluss immer in den Laden geht, um Süssigkeiten zu kaufen. Der [[Marianne geht einkaufen|Laden]] ist der Dreh- und Angelpunkt des Ortes. Im Laden arbeitet [[Frau Stocker|Frau Stocker]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/In_der_Therapie</id>
		<title>In der Therapie</title>
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				<updated>2009-01-09T10:44:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie sitzen im Kreis. Der Raum sieht aus wie ein Schulzimmer. An den Wänden hängen dilletantische Bilder. Die Stühle, auf denen sie sitzen, sind aus Holz. Auf dem Fensterbrett stehen ein paar verkümmerte Topfpflanzen, anspruchslose Organismen eigentlich. Auf einem Flipchart sind Notizen zu sehen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;quot;Ich begrüsse euch ganz herzlich zur heutigen Sitzung&amp;quot;, sagt Herr Spuhler, während er in die Runde blickt. Er hat gekräuseltes grau-weisses Haar, das sich oben auf dem Kopf lichtet, und er trägt einen langen weissen Bart sowie einen Schnauz, der langsam über seine Oberlippe wächst. Im Kreis sitzen Hugo, Mar, Marianne, Irina Trepkowitz und Daisy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dann erzählt doch mal, wie es euch in den letzten Wochen gegangen ist. Hugo, fängst du bitte an?&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;Hugo räuspert sich und setzt sich senkrecht in seinen Stuhl. Er schaut nervös in die Gesichter der anderen. &amp;quot;Also... Wenn ich ehrlich bin, nicht anders als in den Wochen davor...“&amp;lt;br&amp;gt;„Was heisst das konkret?“, fragt der Therapeut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich hatte wieder das Problem mit der Türe...“&amp;lt;br&amp;gt;„Aha.“ Der Therapeut nickt. Die anderen hören aufmerksam zu. „Und wie hast du dich dann jeweils aus dieser Situation befreit?“&amp;lt;br&amp;gt;„Indem meistens jemand dabei war,&amp;amp;nbsp;der mir gesagt hat, ich solle endlich kommen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Alleine hättest du es also nicht geschafft...“&amp;lt;br&amp;gt;„Nein. Ich glaube nicht...&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;Der Therapeut notiert etwas auf seinem Notizblock, nickt ein paar Mal, sagt leise vor sich hin „Ja, ja, ja“ und schaut dann wieder auf. „Dann machen wir jetzt fünf Minuten Pause. Sie können ein Glas Wasser trinken, und die Raucher können vor die Tür gehen.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar geht hinter Daisy aus dem Therapieraum heraus. „Na, Daisy, alles klar?“&amp;lt;br&amp;gt;„Du rauchst auch?“, fragt Daisy. „Ich darf eben bei mir in der Wohnung nicht rauchen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und in meinem Haus sind Tiere verboten, theoretisch.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wie meinst du das, in deinem Haus?“, fragt Daisy.&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe von meinem Grossonkel ein Haus geerbt.&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;Mar und Daisy stehen draussen vor dem Gebäude. Ein eisiger Wind weht an der grauen Betonfassade entlang. Ein kleiner Platz, wie ein Schulhof, liegt vor dem Haus. Einige Parkplätze befinden sich auf der gegenüber liegenden Seite des Platzes, auf ihnen stehen fünf rote Autos. Sie gehören der Stadt. Mar macht einen Schritt nach vorne, um zu sehen, was auf den Autos steht. „Ich fahre ökologisch. Ihre Stadtverwaltung“. Ein einzelnes Kind geht über den Platz. Es trägt einen grossen Schulranzen und eine bunte Jacke. Es geht eine Treppe hinunter, an deren Ende sich die Schulzahnklinik befindet.&amp;lt;br&amp;gt;„Meinst du, hier ist immer so wenig los?“, fragt Mar.&amp;lt;br&amp;gt;„Keine Ahnung. Ich bin die Grossstadt gewohnt. Viel mehr Leute.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wieso Grossstadt?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe vorher in London gewohnt.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ach so. Und was hat dich hier her gebracht?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe mich verliebt.&amp;lt;br&amp;gt;„Wer ist der Glückliche?“, fragt Mar neugierig.&amp;lt;br&amp;gt;„Die Glückliche.“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Frau?“&amp;lt;br&amp;gt;„Nein, eine Wohnung.&amp;amp;nbsp;Eine Dachwohnung am Stadtrand. Mit Dachfenstern, durch die ich den Nachthimmel sehen kann. Und einem riesigen Bad und einer kleinen Galerie über dem Wohnzimmer. Ein absoluter Traum!&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;„Klingt nicht schlecht. Das würde ich mir gerne einmal anschauen...“ Mar grinst.&amp;lt;br&amp;gt;„Wenn du willst, kannst du nach der Sitzung mitkommen und sie dir anschauen. Ich muss allerdings sagen, dass ich schon eine ganze Weile nicht mehr geputzt habe.“&amp;lt;br&amp;gt;„Das macht nichts. Ich komme gerne.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar zieht an ihrer Zigarette und drückt sie in dem kleinen Aschenbecher neben der Tür aus. [[Die Ente und die Würmer|Daisy nimmt einen letzten Zug und lässt die Kippe auf den Boden fallen.]]&amp;lt;br&amp;gt;„Heisst du deshalb Daisy?“ Mar zieht an der Glastüre.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein. Den Namen habe ich seit meiner Kindheit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betreten wieder den Therapieraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Marianne|Marianne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Eine_Demonstration_f%C3%BCr_Pippi</id>
		<title>Eine Demonstration für Pippi</title>
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				<updated>2009-01-09T10:27:21Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bald werden sie ausziehen müssen. Bei ihrem Haus sind schon die Bagger aufgefahren. Pippi geht mit Silvia, Sandra und Yvonne zur Schule. Sie wohnt mit ihrem Kater und ihrem Esel im rosaroten Haus. Der Esel schläft im Wohnzimmer, der Kater bei Pippi im Bett. Die Stadt hat den Auftrag gegeben, das Haus abzureissen. Weil es nicht sicher genug sei. Für diesen Samstag haben Silvia und Sandra eine Demonstration für Pippi und ihr Haus organisiert. Es ist die erste Demonstration in ihrem Leben. Die Eltern hatten keine Freude, als sie ihnen von ihrem Vorhaben erzählten. Sie willigten dann aber trotzdem ein und halfen die Transparente malen und Gegenstände zusammen suchen, mit denen man möglichst viel Lärm machen kann. [[Theater|Martha]], die Mutter von Yvonne,&amp;amp;nbsp;hat auch eine Bewilligung bei der Polizei eingeholt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Pippi.JPG]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden von Pippis Haus bis zum Zentralplatz, dann zum Bahnhof und über den Kreuzplatz wieder züruck zum Haus marschieren. Mit Trommeln, alten Bratpfannen und Gashupen werden sie Lärm machen. Auf den Transparenten steht &amp;quot;Free Pippi&amp;quot;, &amp;quot;Macht aus dem Staat Gurkensalat&amp;quot; und ähnliches.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pippis Eltern sind Zirkusartisten, die das ganze Jahr über von Stadt zu Stadt ziehen. Weil Pippi darauf keine Lust hat, ist sie im Haus der Eltern geblieben. Eigentlich ist sie ganz zufrieden im Haus. Sie kann so lange aufbleiben, wie sie will, laut Musik hören und Freunde einladen. Bei Pippi ist immer was los. Das weiss die ganze Stadt. Es sind auch schon fremde Kinder und Erwachsene vorbei gekommen. Doch manchmal sitzt Pippi auch ganz gemütlich in ihrem Sessel und liest ein gutes Buch. Wenn dann jemand an der Tür klingelt oder anruft, ist Pippi nicht zuhause. Heute aber ist im Haus ein Kommen und Gehen. Leute holen Transparente oder bringen selbst gebackenen Kuchen zur Stärkung der Demonstranten. Um punkt 14 Uhr stehen gut hundert Menschen im Garten, bereit zum Abmarsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der demonstrierenden Kindern haben die Aufgabe übernommen, den Verkehr zu regeln. Sie tragen eine orange Weste und müssen bei jeder Strasse, die der Umzug überquert, von der Seite kommende Autos anhalten. Für viele ist es das erste Mal, dass sie so etwas machen. Einige Autofahrer werden wütend, drücken immer wieder auf die Hupe und lassen ihr Fenster runter, um die Kinder anzuschreien. Doch diese lassen sich nicht beirren und bleiben vor den Autos stehen. Aus den Fenstern schauen neugierige Menschen, alt und jung, ohne zu wissen, worum es hier eigentlich geht. Passanten bleiben stehen und verfolgen die Demonstration mit ungläubigen Blicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Marianne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Eine_ganze_Menge_Mitesser</id>
		<title>Eine ganze Menge Mitesser</title>
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				<updated>2009-01-09T10:12:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: hat „Fischfutter“ nach „Eine ganze Menge Mitesser“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;„Wohnen Sie alleine hier?“, fragt der Mann, vor Mariannes Haustür stehend. Er trägt einen Trainingsanzug.&amp;amp;nbsp;Marianne weicht zurück und schiebt die Tür ein Stück zu. &amp;lt;br&amp;gt;„Wo wohnen Sie denn?“, fragt sie ihn.&amp;lt;br&amp;gt;„Im Haus gegenüber...&amp;quot; Er zeigt hinter sich. &amp;quot;Ich dachte, wir könnten vielleicht mal was trinken gehen oder so…“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich weiss nicht. Ich bin verheiratet.“&amp;lt;br&amp;gt;„Das macht nichts.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Kommen Sie doch rein“, sagt Marianne plötzlich.&amp;lt;br&amp;gt;„Soll ich die Schuhe ausziehen?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe schon lange nicht mehr geputzt.“&amp;lt;br&amp;gt;Im Flur liegen Berge alter Frauenzeitschriften. Freundin, Brigitte, Annabelle… Sie betreten das Wohnzimmer. An den Wänden stehen Aquarien, in denen sich hunderte Fische tümmelten.&amp;amp;nbsp; Marianne bittet&amp;amp;nbsp;den Mann&amp;amp;nbsp;in die Küche. &amp;quot;Mögen Sie Kaffee? Ich kaufe ja nur diesen Fair-Trade-Kaffee, weil mir die Kaffeebauern in Südamerika so leid tun.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ja, gerne. Südamerika ist schön.“&amp;lt;br&amp;gt;„Waren Sie schon mal da? Ich möchte da schon seit Ewigkeiten mal hin&amp;quot;, sagt Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Ja, letzten Sommer. Bevor ich hierher gezogen bin. Habe Freunde besucht, sind ausgewandert. Nach Chile.“&amp;lt;br&amp;gt;Sie nimmt die Kaffeekanne, schraubt sie auf, füllt Wasser ein, löffelt aus einer Dose etwas Kaffepulver in die Kanne, setzt den Behälter auf und schliesslich die Kanne auf eine Herdplatte.&amp;lt;br&amp;gt;„Mögen Sie Kuchen?“, fragt sie. „Ich habe Kuchen gebacken.“&amp;lt;br&amp;gt;Er kann nicht einmal antworten, da hat sie schon einen Teller in der Hand, auf dem ein Kuchenstück liegt. Marianne geht ins Wohnzimmer, setzt sich auf die Couch und schaltet den Fernseher ein.&amp;lt;br&amp;gt;„Soll ich hier etwas aufpassen?“, ruft der Mann.&amp;lt;br&amp;gt;„Was?“, ruft sie zurück. „Entschuldigen Sie! Ich habe ganz vergessen... Wie heissen Sie eigentlich?“&amp;lt;br&amp;gt;„Christoph Petersen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Marianne Ingolf. Und was machen Sie so im Leben, Christoph Petersen?“&amp;lt;br&amp;gt;„Bin Telematiker.“&amp;lt;br&amp;gt;„Das sind die mit den Computern?“&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht ganz. Ein Telematiker verlegt Leitungen“, antwortet er.&amp;lt;br&amp;gt;„Schön. Ich bin Kosmetikerin. Sie haben sicher die Türe am Ende des Flurs gesehen. Das ist mein Studio. Ich verdiene nicht viel, aber zum Leben reicht es.&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;Sie haben ja auch eine ganze Menge Mitesser&amp;quot;, sagt Christoph. „Die Fische, meine ich...“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Marianne|Marianne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<title>Fischfutter</title>
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				<updated>2009-01-09T10:12:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: hat „Fischfutter“ nach „Eine ganze Menge Mitesser“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Eine ganze Menge Mitesser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Eine_ganze_Menge_Mitesser</id>
		<title>Eine ganze Menge Mitesser</title>
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				<updated>2009-01-09T10:12:14Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;„Wohnen Sie alleine hier?“, fragt der Mann, vor Mariannes Haustür stehend. Er trägt einen Trainingsanzug.&amp;amp;nbsp;Marianne weicht zurück und schiebt die Tür ein Stück zu. &amp;lt;br&amp;gt;„Wo wohnen Sie denn?“, fragt sie ihn.&amp;lt;br&amp;gt;„Im Haus gegenüber...&amp;quot; Er zeigt hinter sich. &amp;quot;Ich dachte, wir könnten vielleicht mal was trinken gehen oder so…“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich weiss nicht. Ich bin verheiratet.“&amp;lt;br&amp;gt;„Das macht nichts.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Kommen Sie doch rein“, sagt Marianne plötzlich.&amp;lt;br&amp;gt;„Soll ich die Schuhe ausziehen?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe schon lange nicht mehr geputzt.“&amp;lt;br&amp;gt;Im Flur liegen Berge alter Frauenzeitschriften. Freundin, Brigitte, Annabelle… Sie betreten das Wohnzimmer. An den Wänden stehen Aquarien, in denen sich hunderte Fische tümmelten.&amp;amp;nbsp; Marianne bittet&amp;amp;nbsp;den Mann&amp;amp;nbsp;in die Küche. &amp;quot;Mögen Sie Kaffee? Ich kaufe ja nur diesen Fair-Trade-Kaffee, weil mir die Kaffeebauern in Südamerika so leid tun.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ja, gerne. Südamerika ist schön.“&amp;lt;br&amp;gt;„Waren Sie schon mal da? Ich möchte da schon seit Ewigkeiten mal hin&amp;quot;, sagt Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Ja, letzten Sommer. Bevor ich hierher gezogen bin. Habe Freunde besucht, sind ausgewandert. Nach Chile.“&amp;lt;br&amp;gt;Sie nimmt die Kaffeekanne, schraubt sie auf, füllt Wasser ein, löffelt aus einer Dose etwas Kaffepulver in die Kanne, setzt den Behälter auf und schliesslich die Kanne auf eine Herdplatte.&amp;lt;br&amp;gt;„Mögen Sie Kuchen?“, fragt sie. „Ich habe Kuchen gebacken.“&amp;lt;br&amp;gt;Er kann nicht einmal antworten, da hat sie schon einen Teller in der Hand, auf dem ein Kuchenstück liegt. Marianne geht ins Wohnzimmer, setzt sich auf die Couch und schaltet den Fernseher ein.&amp;lt;br&amp;gt;„Soll ich hier etwas aufpassen?“, ruft der Mann.&amp;lt;br&amp;gt;„Was?“, ruft sie zurück. „Entschuldigen Sie! Ich habe ganz vergessen... Wie heissen Sie eigentlich?“&amp;lt;br&amp;gt;„Christoph Petersen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Marianne Ingolf. Und was machen Sie so im Leben, Christoph Petersen?“&amp;lt;br&amp;gt;„Bin Telematiker.“&amp;lt;br&amp;gt;„Das sind die mit den Computern?“&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht ganz. Ein Telematiker verlegt Leitungen“, antwortet er.&amp;lt;br&amp;gt;„Schön. Ich bin Kosmetikerin. Sie haben sicher die Türe am Ende des Flurs gesehen. Das ist mein Studio. Ich verdiene nicht viel, aber zum Leben reicht es.&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;Sie haben ja auch eine ganze Menge Mitesser&amp;quot;, sagt Christoph. „Die Fische, meine ich...“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Marianne|Marianne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Frau_Unrat</id>
		<title>Frau Unrat</title>
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				<updated>2009-01-09T09:57:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Frau Unrat ist in Erwartung. Sie war schon mehrere Male im Krankenhaus. Ihr Mann hat sie verlassen, nachdem er erfuhr, dass sie ein Kind von ihm bekommen würde. Die Voruntersuchungen sind gut gelaufen. Der Termin ist in drei Tagen. Es soll ein Junge werden, und Frau Unrat hat sich auch schon einen Namen ausgedacht: Petrus. Das ist schön ungewöhnlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Unrat arbeitet seit 35 Jahren in der Apotheke, sie kennt fast alle Kunden. Nach der Geburt will sie so schnell wie möglich wieder mit der Arbeit beginnen. Sie wird das Kind deshalb in eine Tagesstätte geben. Die kleine Dreizimmerwohnung im Stadtteil Mett reicht Frau Unrat gerade für sich&amp;amp;nbsp; und das Kind. Eines der Zimmer hat sie schon für Petrus eingerichtet: Die Wände sind natürlich hellblau, das Bettchen aus weiss gestrichenem Holz. Ihre Eltern sind schon über 80, haben ihrer Tochter aber angeboten, gelegentlich auf den Kleinen aufzupassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Apotheke arbeiten neben Frau Unrat (der Chefin) noch zwei weitere Apothekerinnen, Frau Weissglut und Frau Borniert sowie eine Lehrtochter, Claudia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Marianne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Kategorie:Marianne</id>
		<title>Kategorie:Marianne</title>
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				<updated>2009-01-09T09:57:09Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Marianne ist 32 Jahre alt und arbeitet als Kosmetikerin. Sie wohnt mit ihrem Mann Roger in einem [[Einfamilienhaus|Einfamilienhaus]] in der Zeppelinstrasse. Vor drei Wochen ist ihre Katze Petra eingeschläfert worden. Als Ersatz für Petra hat sich Marianne einen Kaktus gekauft - und ein paar neue Fische. Menschen, die keine Kinder haben, haben Haustiere. Oder Pflanzen. Marianne und Roger haben Kinder. Sie heißen [[Frank|Frank]] und [[Silvia|Silvia]]. Silvia ist acht Jahre alt und besucht die Grundschule. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Spielen mit Murmeln. Silvia hat drei Freundinnen, Sandra, Yvonne und [[Eine Demonstration für Pippi|Pippi]],&amp;amp;nbsp;mit denen sie nach Schulschluss immer in den Laden geht, um Süssigkeiten zu kaufen. Der [[Marianne_geht_einkaufen|Laden]] ist der Dreh- und Angelpunkt des Ortes. Im Laden arbeitet [[Frau Stocker|Frau Stocker]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Einkaufsliste</id>
		<title>Einkaufsliste</title>
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				<updated>2009-01-09T09:56:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Butter &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brot &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Käse&amp;lt;span style=&amp;quot;text-decoration: underline&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Fischfutter|Fischfutter]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Corn Flakes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deodorant &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Pack Spaghetti &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nagellackentferner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Apotheke: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlafmittel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Marianne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Marianne_geht_einkaufen</id>
		<title>Marianne geht einkaufen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Marianne_geht_einkaufen"/>
				<updated>2009-01-09T09:55:32Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Marianne geht einkaufen. Sie besteigt ihren Landrover und fährt zum Laden. Sie stellt den Wagen ab und betritt das kleine Geschäft. Aus der Handtasche kramt sie eine [[Einkaufsliste|Einkaufsliste]]. Frau Stocker grüsst Marianne, wie sie alle Kunden grüsst. Sie erkundigt sich nach Roger, ob er immer noch so viel zu tun habe.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Und wie geht es Petra?&amp;quot; Marianne und Roger bekamen die Katze damals durch Vermittlung von Frau Stocker, die immer alles weiss, was im Ort passiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eingeschläfert&amp;quot;, antwortet Marianne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nein!&amp;quot;, ruft Frau Stocker aus, so laut, dass sich die anderen Kunden im Laden nach ihr und Marianne umdrehen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wir waren mehrmals beim [[Tierarzt|Tierarzt]] mit ihr, aber er wusste auch nicht was ihr fehlte. Sie krümmte sich immer so eigenartig und ass nichts mehr. Da blieb uns nichts anderes übrig...&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wir hatten ja auch immer Haustiere: Hunde, Fische, Hasen... das ist viel Arbeit! Aber es ist auch schön, man hat immer Gesellschaft... Natürlich, verstehen können einen die Viecher nicht... Ich hab mir immer gesagt, es ist halt nonverbale Kommunikation, nicht wahr?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Und das Katzenklo...immer muss man es sauber machen!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Stocker kramt etwas in einem Gestell herum. &amp;quot;Was brauchen Sie denn heute?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marianne zeigt ihr die Einkaufliste und Frau Stocker sucht ihr einige der Dinge im Laden zusammen. &amp;quot;Dann gehen Sie anschliessend noch zur Apotheke? Die schliesst heute früher. [[Frau Unrat|Frau Unrat]] ist nämlich in Erwartung.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Aha, wie schön!&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Marianne_geht_einkaufen|&amp;lt;br&amp;gt;]][[Category:Marianne]] [[Category:Freitag-03-10-2008|Category:Freitag-3-10-2008]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Ein_Besuch_im_Kindertheater</id>
		<title>Ein Besuch im Kindertheater</title>
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				<updated>2009-01-09T09:52:41Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: hat „Theater“ nach „Ein Besuch im Kindertheater“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Heute geht Marianne mit den Kindern ins Theater. Frank und Silvia freuen sich schon seit Tagen darauf. Heute wird &amp;quot;Räuber Hotzenplotz&amp;quot; gezeigt. Sie betreten den Vorraum des Theaters und erkennen sofort einige Kinder, die sie von der Schule kennen. Auch [[Pippi|Pippi]] ist da. Sie rennen los und grüssen sie. Das &amp;quot;Theater für di Chlyne&amp;quot; gibt es seit drei Jahren. Silvia hat auch schon bei einer Produktion mitgemacht. Sie spielte damals das Aschenbrödel, das zur Prinzessin wird. &amp;quot;Meine Prinzessin&amp;quot;, nannte sie ihre Mutter damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einem Tresen wird Sirup und Mineralwasser ausgeschenkt. 50 Rappen kostet ein Becher. Der Raum ist erfüllt von einem Durcheinander aus Gesprächen und Gelächter. Silvia steht bei ihren Freundinnen Sandra, Yvonne und Pippi. Marianne unterhält sich mit Martha, der Mutter von Yvonne. Sie reden über Herrn Markwalder, den Lehrer der Kinder. Aus einer Ecke kommt ein Weinen. Es kommt von einem Kleinkind, mit jener Verzögerung, die so typisch ist für ein Kleinkind, wenn es gefallen ist oder sich irgendwo angeschlagen hat. Dann ertönt eine Glocke und die Eltern bewegen sich zögerlich, immer noch mit einander redend, zu der Türe, die in den Theaterraum führt. Die Kinder rennen vor den Erwachsenen her, die ganz Kleinen zwischen ihren Beinen hindurch. Dann fängt der Kampf um die besten Plätze an. Silvia breitet ihre Jacke auf vier Stühlen aus; sie hat begriffen, wie das Reservationssystem funktioniert. Sie will, dass Sandra, Yvonne und Pippi&amp;amp;nbsp;neben ihr sitzen. Frank schaut sich derweil nach seiner Mutter um, die etwas hinter ihm den Raum betritt. Dann wird das Licht ausgemacht. Das Lachen und Rufen der Kinder verwandelt sich in ein Murmeln und Kichern. Die Erwachsenen schweigen ob der Dunkelheit im Raum. Das Kasperlitheater beginnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Espace famille.JPG|Image:Espace_famille.JPG]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Marianne|Category: Marianne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<title>Theater</title>
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				<updated>2009-01-09T09:52:41Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: hat „Theater“ nach „Ein Besuch im Kindertheater“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Ein Besuch im Kindertheater]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<title>Ein Besuch im Kindertheater</title>
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				<updated>2009-01-09T09:52:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Heute geht Marianne mit den Kindern ins Theater. Frank und Silvia freuen sich schon seit Tagen darauf. Heute wird &amp;quot;Räuber Hotzenplotz&amp;quot; gezeigt. Sie betreten den Vorraum des Theaters und erkennen sofort einige Kinder, die sie von der Schule kennen. Auch [[Pippi|Pippi]] ist da. Sie rennen los und grüssen sie. Das &amp;quot;Theater für di Chlyne&amp;quot; gibt es seit drei Jahren. Silvia hat auch schon bei einer Produktion mitgemacht. Sie spielte damals das Aschenbrödel, das zur Prinzessin wird. &amp;quot;Meine Prinzessin&amp;quot;, nannte sie ihre Mutter damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einem Tresen wird Sirup und Mineralwasser ausgeschenkt. 50 Rappen kostet ein Becher. Der Raum ist erfüllt von einem Durcheinander aus Gesprächen und Gelächter. Silvia steht bei ihren Freundinnen Sandra, Yvonne und Pippi. Marianne unterhält sich mit Martha, der Mutter von Yvonne. Sie reden über Herrn Markwalder, den Lehrer der Kinder. Aus einer Ecke kommt ein Weinen. Es kommt von einem Kleinkind, mit jener Verzögerung, die so typisch ist für ein Kleinkind, wenn es gefallen ist oder sich irgendwo angeschlagen hat. Dann ertönt eine Glocke und die Eltern bewegen sich zögerlich, immer noch mit einander redend, zu der Türe, die in den Theaterraum führt. Die Kinder rennen vor den Erwachsenen her, die ganz Kleinen zwischen ihren Beinen hindurch. Dann fängt der Kampf um die besten Plätze an. Silvia breitet ihre Jacke auf vier Stühlen aus; sie hat begriffen, wie das Reservationssystem funktioniert. Sie will, dass Sandra, Yvonne und Pippi&amp;amp;nbsp;neben ihr sitzen. Frank schaut sich derweil nach seiner Mutter um, die etwas hinter ihm den Raum betritt. Dann wird das Licht ausgemacht. Das Lachen und Rufen der Kinder verwandelt sich in ein Murmeln und Kichern. Die Erwachsenen schweigen ob der Dunkelheit im Raum. Das Kasperlitheater beginnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Image:Espace famille.JPG|Image:Espace_famille.JPG]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Marianne|Category: Marianne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Eine Demonstration für Pippi</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bald werden sie ausziehen müssen. Bei ihrem Haus sind schon die Bagger aufgefahren. Pippi geht mit Silvia, Sandra und Yvonne zur Schule. Sie wohnt mit ihrem Kater und ihrem Esel im rosaroten Haus. Der Esel schläft im Wohnzimmer, der Kater bei Pippi im Bett. Die Stadt hat den Auftrag gegeben, das Haus abzureissen. Weil es nicht sicher genug sei. Für diesen Samstag haben Silvia und Sandra eine Demonstration für Pippi und ihr Haus organisiert. Es ist die erste Demonstration in ihrem Leben. Die Eltern hatten keine Freude, als sie ihnen von ihrem Vorhaben erzählten. Sie willigten dann aber trotzdem ein und halfen die Transparente malen und Gegenstände zusammen suchen, mit denen man möglichst viel Lärm machen kann. [[Theater|Martha]], die Mutter von Yvonne,&amp;amp;nbsp;hat auch eine Bewilligung bei der Polizei eingeholt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Pippi.JPG]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden von Pippis Haus bis zum Zentralplatz, dann zum Bahnhof und über den Kreuzplatz wieder züruck zum Haus marschieren. Mit Trommeln, alten Bratpfannen und Gashupen werden sie Lärm machen. Auf den Transparenten steht &amp;quot;Free Pippi&amp;quot;, &amp;quot;Macht aus dem Staat Gurkensalat&amp;quot; und ähnliches.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pippis Eltern sind Zirkusartisten, die das ganze Jahr über von Stadt zu Stadt ziehen. Weil Pippi darauf keine Lust hat, ist sie im Haus der Eltern geblieben. Eigentlich ist sie ganz zufrieden im Haus. Sie kann so lange aufbleiben, wie sie will, laut Musik hören und Freunde einladen. Bei Pippi ist immer was los. Das weiss die ganze Stadt. Es sind auch schon fremde Kinder und Erwachsene vorbei gekommen. Doch manchmal sitzt Pippi auch ganz gemütlich in ihrem Sessel und liest ein gutes Buch. Wenn dann jemand an der Tür klingelt oder anruft, ist Pippi nicht zuhause. Heute aber ist im Haus ein Kommen und Gehen. Leute holen Transparente oder bringen selbst gebackenen Kuchen zur Stärkung der Demonstranten. Um punkt 14 Uhr stehen gut hundert Menschen im Garten, bereit zum Abmarsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der demonstrierenden Kindern haben die Aufgabe übernommen, den Verkehr zu regeln. Sie tragen eine orange Weste und müssen bei jeder Strasse, die der Umzug überquert, von der Seite kommende Autos anhalten. Für viele ist es das erste Mal, dass sie so etwas machen. Einige Autofahrer werden wütend, drücken immer wieder auf die Hupe und lassen ihr Fenster runter, um die Kinder anzuschreien. Doch diese lassen sich nicht beirren und bleiben vor den Autos stehen. Aus den Fenstern schauen neugierige Menschen, alt und jung, ohne zu wissen, worum es hier eigentlich geht. Passanten bleiben stehen und verfolgen die Demonstration mit ungläubigen Blicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Category:Marianne]] [[Category:Silvias_Schulfreunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Kategorie:Marianne</id>
		<title>Kategorie:Marianne</title>
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				<updated>2009-01-09T09:47:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Marianne ist 32 Jahre alt und arbeitet als Kosmetikerin. Sie wohnt mit ihrem Mann Roger in einem [[Einfamilienhaus|Einfamilienhaus]] in der Zeppelinstrasse. Vor drei Wochen ist ihre Katze Petra eingeschläfert worden. Als Ersatz für Petra hat sich Marianne einen Kaktus gekauft - und ein paar neue Fische. Menschen, die keine Kinder haben, haben Haustiere. Oder Pflanzen. Marianne und Roger haben Kinder. Sie heißen [[Frank|Frank]] und [[Silvia|Silvia]]. Silvia ist acht Jahre alt und besucht die Grundschule. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Spielen mit Murmeln. Silvia hat drei Freundinnen, Sandra, Yvonne und [[Eine_Demonstration_für_Pippi|Pippi]],&amp;amp;nbsp;mit denen sie nach Schulschluss immer in den Laden geht, um Süssigkeiten zu kaufen. Der Laden ist der Dreh- und Angelpunkt des Ortes. Im Laden arbeitet [[Frau Stocker|Frau Stocker]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Eine_Demonstration_f%C3%BCr_Pippi</id>
		<title>Eine Demonstration für Pippi</title>
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				<updated>2009-01-09T09:45:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: hat „Pippi“ nach „Eine Demonstration für Pippi“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bald werden sie ausziehen müssen. Bei ihrem Haus sind schon die Bagger aufgefahren. Pippi geht mit Silvia, Sandra und Yvonne zur Schule. Sie wohnt mit ihrem Kater und ihrem Esel im rosaroten Haus. Der Esel schläft im Wohnzimmer, der Kater bei Pippi im Bett. Die Stadt hat den Auftrag gegeben, das Haus abzureissen. Weil es nicht sicher genug sei. Für diesen Samstag haben Silvia und Sandra eine Demonstration für Pippi und ihr Haus organisiert. Es ist die erste Demonstration in ihrem Leben. Die Eltern hatten keine Freude, als sie ihnen von ihrem Vorhaben erzählten. Sie willigten dann aber trotzdem ein und halfen die Transparente malen und Gegenstände zusammen suchen, mit denen man möglichst viel Lärm machen kann. Sandras Mutter hat auch eine Bewilligung bei der Polizei eingeholt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Pippi.JPG]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden von Pippis Haus bis zum Zentralplatz, dann zum Bahnhof und über den Kreuzplatz wieder züruck zum Haus marschieren. Mit Trommeln, alten Bratpfannen und Gashupen werden sie Lärm machen. Auf den Transparenten steht &amp;quot;Free Pippi&amp;quot;, &amp;quot;Macht aus dem Staat Gurkensalat&amp;quot; und ähnliches.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pippis Eltern sind Zirkusartisten, die das ganze Jahr über von Stadt zu Stadt ziehen. Weil Pippi darauf keine Lust hat, ist sie im Haus der Eltern geblieben. Eigentlich ist sie ganz zufrieden im Haus. Sie kann so lange aufbleiben, wie sie will, laut Musik hören und Freunde einladen. Bei Pippi ist immer was los. Das weiss die ganze Stadt. Es sind auch schon fremde Kinder und Erwachsene vorbei gekommen. Doch manchmal sitzt Pippi auch ganz gemütlich in ihrem Sessel und liest ein gutes Buch. Wenn dann jemand an der Tür klingelt oder anruft, ist Pippi nicht zuhause. Heute aber ist im Haus ein Kommen und Gehen. Leute holen Transparente oder bringen selbst gebackenen Kuchen zur Stärkung der Demonstranten. Um punkt 14 Uhr stehen gut hundert Menschen im Garten, bereit zum Abmarsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der demonstrierenden Kindern haben die Aufgabe übernommen, den Verkehr zu regeln. Sie tragen eine orange Weste und müssen bei jeder Strasse, die der Umzug überquert, von der Seite kommende Autos anhalten. Für viele ist es das erste Mal, dass sie so etwas machen. Einige Autofahrer werden wütend, drücken immer wieder auf die Hupe und lassen ihr Fenster runter, um die Kinder anzuschreien. Doch diese lassen sich nicht beirren und bleiben vor den Autos stehen. Aus den Fenstern schauen neugierige Menschen, alt und jung, ohne zu wissen, worum es hier eigentlich geht. Passanten bleiben stehen und verfolgen die Demonstration mit ungläubigen Blicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Category:Marianne]] [[Category:Silvias_Schulfreunde]]&lt;/div&gt;</summary>
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				<updated>2009-01-09T09:45:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: hat „Pippi“ nach „Eine Demonstration für Pippi“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Eine Demonstration für Pippi]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<title>Eine Demonstration für Pippi</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bald werden sie ausziehen müssen. Bei ihrem Haus sind schon die Bagger aufgefahren. Pippi geht mit Silvia, Sandra und Yvonne zur Schule. Sie wohnt mit ihrem Kater und ihrem Esel im rosaroten Haus. Der Esel schläft im Wohnzimmer, der Kater bei Pippi im Bett. Die Stadt hat den Auftrag gegeben, das Haus abzureissen. Weil es nicht sicher genug sei. Für diesen Samstag haben Silvia und Sandra eine Demonstration für Pippi und ihr Haus organisiert. Es ist die erste Demonstration in ihrem Leben. Die Eltern hatten keine Freude, als sie ihnen von ihrem Vorhaben erzählten. Sie willigten dann aber trotzdem ein und halfen die Transparente malen und Gegenstände zusammen suchen, mit denen man möglichst viel Lärm machen kann. Sandras Mutter hat auch eine Bewilligung bei der Polizei eingeholt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Pippi.JPG]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden von Pippis Haus bis zum Zentralplatz, dann zum Bahnhof und über den Kreuzplatz wieder züruck zum Haus marschieren. Mit Trommeln, alten Bratpfannen und Gashupen werden sie Lärm machen. Auf den Transparenten steht &amp;quot;Free Pippi&amp;quot;, &amp;quot;Macht aus dem Staat Gurkensalat&amp;quot; und ähnliches.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pippis Eltern sind Zirkusartisten, die das ganze Jahr über von Stadt zu Stadt ziehen. Weil Pippi darauf keine Lust hat, ist sie im Haus der Eltern geblieben. Eigentlich ist sie ganz zufrieden im Haus. Sie kann so lange aufbleiben, wie sie will, laut Musik hören und Freunde einladen. Bei Pippi ist immer was los. Das weiss die ganze Stadt. Es sind auch schon fremde Kinder und Erwachsene vorbei gekommen. Doch manchmal sitzt Pippi auch ganz gemütlich in ihrem Sessel und liest ein gutes Buch. Wenn dann jemand an der Tür klingelt oder anruft, ist Pippi nicht zuhause. Heute aber ist im Haus ein Kommen und Gehen. Leute holen Transparente oder bringen selbst gebackenen Kuchen zur Stärkung der Demonstranten. Um punkt 14 Uhr stehen gut hundert Menschen im Garten, bereit zum Abmarsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der demonstrierenden Kindern haben die Aufgabe übernommen, den Verkehr zu regeln. Sie tragen eine orange Weste und müssen bei jeder Strasse, die der Umzug überquert, von der Seite kommende Autos anhalten. Für viele ist es das erste Mal, dass sie so etwas machen. Einige Autofahrer werden wütend, drücken immer wieder auf die Hupe und lassen ihr Fenster runter, um die Kinder anzuschreien. Doch diese lassen sich nicht beirren und bleiben vor den Autos stehen. Aus den Fenstern schauen neugierige Menschen, alt und jung, ohne zu wissen, worum es hier eigentlich geht. Passanten bleiben stehen und verfolgen die Demonstration mit ungläubigen Blicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Marianne]] [[Category:Silvias_Schulfreunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Frau_Stocker</id>
		<title>Frau Stocker</title>
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				<updated>2009-01-09T09:41:14Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ins Krankenhaus geht Frau Stocker nicht gerne. Sie war oft im Krankenhaus, mit ihrem Mann. Sie begleitete ihn jede Woche in die Therapie. Anfangs noch zu Fuss, später sass er im Rollstuhl. Die Ärzte gaben [[Herr Stocker|Herr Stocker]] noch vier Monate, und seine Frau und er beschlossen, in diesen Monaten noch so viele schöne Dinge wie möglich zu unternehmen. Als ihr Mann noch gut zu Fuss war, gingen sie jeden Tag in den Park spazieren. Jetzt macht Frau Stocker jeden Tag um 16 Uhr Feierabend.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Frank</id>
		<title>Frank</title>
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				<updated>2009-01-09T09:33:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine Frau steht im Weg, als Marianne mit Frank vor der Glastüre steht. Es ist der Eingang des neuen Kaufhauses. Gestern erst war die Eröffnung – und heute noch strömen die Menschen in Scharen, um den neuen Konsumtempel von innen zu sehen. Marianne war eben beim Zahnarzt, sie musste eine Füllung erneuern lassen. Frank musste währenddessen im Wartezimmer sitzen, und Marianne hat im versprochen, dass sie danach ins Kaufhaus gehen würden, um ihm ein Spielzeug zu kaufen.&amp;lt;br&amp;gt;Nachdem die beiden durch die Glastüre getreten sind, stehen sie nun im Erdgeschoss des Kaufhauses. Überall sind kleine Tresen, an denen stark geschminkte Frauen Kosmetika verschiedener Marken feilhalten. Sie reden auf Kundinnen ein, erzählen ihnen, wie gut diese Gesichtscrème oder jenes Parfum gegen die Alterung wirke oder zu ihnen passen würde. Marianne lässt kurz Franks Hand los, um ein Taschentuch aus ihrer Handtasche zu nehmen, und schaut sich um.&amp;lt;br&amp;gt;Marianne beschliesst, in den ersten Stock zu fahren. Sie geht mit Frank zur Rolltreppe, die nach oben führt. Es ist Ende Oktober und überall glitzert und glänzt der Weihnachtsschmuck. Grosse und kleine Nikoläuse stehen neben Kugeln verschiedener Farben, sternförmige Kerzen liegen neben kleinen Tannenbäumchen, Baumschmuck hängt an allen Gestellen. Überall sind Tannenzweige an der Decke, reich befrachtet mit farbigen Glühbirnchen und Engelchen, die auf die Kundschaft hinab blicken. Sie gehen vorbei an Frottierwäsche und Skibekleidung. Viele Leute stehen auf den Gängen herum, gehen langsam an den Auslagen vorbei, nehmen hier etwas in die Hand, schauen dort etwas genauer an.&amp;lt;br&amp;gt;„Mami, die Spielwarenabteilung ist im zweiten Stock!“, ruft Frank.&amp;lt;br&amp;gt;„Jetzt habe doch ein wenig Geduld“, antwortet Marianne. Sie hat eben einen Pullover gesehen, der, wie sie findet, ihrem Mann gut stehen würde. Sie streicht mit einer Hand über die weiche Wolle. Dann denkt sie, sie sollte eher Ester Schneiter unterstützen, statt hier bei Manor einzkaufen.&amp;lt;br&amp;gt;Als sie wieder nach Frank schaut, ist er plötzlich weg. Eben hatte er noch neben ihr gestanden. Doch der Junge ist in dem Getümmel nirgends zu sehen. Die Verkaufsstände behindern die Sicht. Marianne beginnt ihn zu suchen. Sie geht im ganzen Laden herum, schaut hinter die Gestelle, geht in alle Ecke, schaut in die Umkleidekabinen – wobei sie einige empörte Blicke erntet –, doch ihr Sohn ist nirgends zu sehen. Marianne geht zum Kundendienst und meldet, dass sie ihren Sohn verloren habe. Gerade als sie den Sachverhalt zu erklären versucht, dröhnt eine laute Durchsage durch das gesamte Haus: „Profitieren Sie jetzt von der Manor-Card…zehn Prozent Rabatt auf alle Produkte…Profitez maintenant de la carte Manor…dix pourcent de rabais sur tous les produits…“. Kurze Zeit später ist folgende Durchsage zu hören: „Frank, deine Mami sucht dich. Bitte komm zum Kundendienst im zweiten Stock.“&amp;lt;br&amp;gt;Marianne durchforstet noch einmal den ganzen zweiten Stock und fährt dann auf der Rolltreppe in den ersten Stock, geht noch einmal durch den Weihnachtsschmuck hindurch und schliesslich weiter ins Erdgeschoss. Da fällt ihr ein, dass sie noch gar nicht im Untergeschoss gesucht hat, dort ist die Lebensmittelabteilung. Sie fährt ganz runter und geht durch die Schleuse in den Laden. Überall stehen Menschen herum: Sie riechen an Melonen, wägen ihr Gemüse, begutachten Fleisch oder wählen einen Käse aus. Marianne eilt an allen Regalen vorbei, schaut nach rechts, schaut nach links, doch nirgends ist ihr Frank zu sehen.&amp;lt;br&amp;gt;Plötzlich sieht sie am Ende eines Ganges Kürbisse auf dem Boden liegen. Sie ahnt Böses. „Hast du einen [[Kürbiskopf und Kater|Kürbis als Kopf?]]“, schimpft Marianne ihren Sohn an. Dieser blickt zu Boden und schweigt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Marianne]] [[Category:Freitag-31-10-2008|Kategorie:Freitag-31-10-2008‎]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Der_Streich</id>
		<title>Der Streich</title>
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				<updated>2009-01-09T09:28:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: hat „Einfamilienhaus“ nach „Der Streich“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein heftiges Gewitter zieht über den Ort. Marianne hat sich eben die Haare gewaschen. Es ist ruhig im Haus. Die Blätter im Garten fallen schnell, sie werden vom Wind an die Hauswand geklatscht. Marianne überlegt sich, was sie mit dem angebrochenen Tag anfangen soll. Sie geht im Haus umher. Plötzlich hat sie eine Idee: Sie könnte im Estrich in alten Sachen herumstöbern. Eigentlich wollte sie das Chaos dort oben ja schon lange aufräumen, doch nie hatte sie die Zeit oder Lust dazu. Sie geht in den ersten Stock des Hauses und lässt die ausziehbare Leiter hinunter, die durch eine Luke in den Estrich führt. Es ist schummrig dort oben, eine einzige Glühbirne gibt Licht. Sie kämpft sich zwischen Kartonschachteln und allerlei herum liegenden Gegenständen hindurch, bis sie zu einem Kleiderständer kommt. Er ist aus Metall und deutet den Körper einer Frau an. Marianne kaufte ihn einmal mit Roger in Südfrankreich, als sie dort im Urlaub waren.&amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht weiter und kommt an den Kartons mit Franks Modelleisenbahn vorbei. Auf einem Regal dahinter stehen alte Bücher, die niemand mehr lesen will. Dann öffnet Marianne eine Schachtel mit alten Kleidern. Eine Motte fliegt ihr entgegen. Da sind Pullover und Jeans der Kinder, mit denen sie einmal Tag für Tag in den Kindergarten und in die Schule gingen. Roger hatte zu Marianne gesagt, sie solle die alten Klamotten doch wegschmeissen. Doch Marianne hatte es nicht übers Herz gebracht. Sie dachte, vielleicht würden sich die Kinder eines Tages freuen, wenn sie ihre Babyklamotten zu sehen bekämen. In der rechten hinteren Ecke des Estrichs befinden sich die alten Schulsachen von Marianne und Roger. Marianne kniet auf den Boden und öffnet einen der Schuhkartons. Alte Hefte, in Schnürchenschrift angeschrieben, liegen darin. Sie nimmt einige der Sachen aus dem Karton und staunt, als sie die Hefte durchblättert, wie gut sie sich noch an einzelne Aufgaben und Übungen erinnern kann.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen den Schulheften taucht ein Buch auf.&amp;amp;nbsp;Darauf steht:&amp;amp;nbsp;“Meine Freunde“. Es ist ein Comic mit drei Mädchen darauf abgebildet. Marianne öffnet das Buch und blättert von vorne durch: Da ist Martina, die ihr ein Sprüchlein reingeschrieben hat. Oder Franziska, mit der sie immer ABBA-Platten hörte und die sie deshalb eine “Dancing Queen“ nannte. Und dann ist da noch Petra, die ihr ein kleines Fahrrad auf die Seite gezeichnet hat. Es sieht sie mit Augen an, die zu sagen scheinen: Ich weiß, was du getan hast. Die Erinnerung lässt sie nicht mehr los.&amp;lt;br&amp;gt;Es war an einem Mittwochnachmittag.&amp;amp;nbsp;Marianne und Petra&amp;amp;nbsp;gingen in die Badeanstalt. Marc war ein Junge aus der sechsten Klasse. Auch er war&amp;amp;nbsp;dort und machte mutige Sprünge vom Dreimeterbrett. Die beiden Mädchen standen daneben und bewunderten ihn. Sie tuschelten etwas und beschlossen dann, dass sie irgendwie auf sich aufmerksam machen mussten. Sie legten sich wieder auf ihre Handtücher und heckten einen Plan aus. Sie wollten das Fahrrad von Marc klauen, es an einen geheimen Ort bringen und dafür Lösegeld fordern. Sie zogen sich also an und gingen zu den Fahrrädern vor der Badeanstalt. Sie wussten genau, welches Marcs war. Er hatte es nicht abgeschlossen, denn niemand schloss damals sein Fahrrad ab. In einer schnellen Bewegung nahmen sie es und spazierten damit von der Badeanstalt weg. Sie hinterliessen einen Zettel, auf dem stand: “Um 19 Uhr beim alten Bahnhof. Lösegeld 50 Franken.“&amp;lt;br&amp;gt;Marianne und Petra&amp;amp;nbsp;gingen zum alten Bahnhof und warteten. Sie wussten, dass Marc sich jetzt langsam auf den Weg machen würde. Plötzlich tauchte er auf der Strasse auf, aber er war nicht alleine. Neben ihm ging ein Polizist. „Halt!“, rief dieser, als sich Marianne und Petra schon davon machen wollten. „Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?“, sagte der Polizist, als er bei ihnen ankam. Marc stand neben ihm und schwieg.&amp;lt;br&amp;gt;„Es sollte nur ein Spass sein“, sagte Martina mit schüchterner Stimme.&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist Diebstahl“, sagte der Polizist.&amp;lt;br&amp;gt;„Sagen Sie es jetzt unseren Eltern?“, fragte Petra.&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht wenn ihr euch bei mir entschuldigt“, sagte Marc.&amp;lt;br&amp;gt;„Es tut uns Leid.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marianne blättert weiter. Da ist Rebekka, mit der sie Tennis spielte. Marianne blättert immer schneller und liest die Sprüche und Wünsche ihrer Freundinnen nur noch quer. Dann legt sie das Buch zurück, verschliesst die Kiste und geht zur Luke.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fahrräder]] [[Category:Marianne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<title>Diskussion:Der Streich</title>
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				<updated>2009-01-09T09:28:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: hat „Diskussion:Einfamilienhaus“ nach „Diskussion:Der Streich“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich finde den text total schön, ich kann mich sowohl in die Frau hineinversetzen, die ihr altes Poesiealbum durchblättert, aös auch in die beiden Mädchen. Und es sind docvh auch immer so kleine unwichtige Szenen an die man sich später zurückerinnert ... uNd die Wendung mir dem Polizisten - toll! Nicole &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lars, jetzt kommst Du in Fahrt ...! Hier habe ich das Gefühl, dass Du nun in die Geschichte und in die Figuren eintauchst. Die Beschreibungen finde ich stärker als die Dialoge. (das nur als erste Eindrücke) - Urs&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Die Erinnerung wirkt echt, man bleibt ja manchmal so bei etwas hängen, vergisst sich und die Welt der Gegenwart. So ist auch zu erklären, dass sie so plötzlich heruntergeht, die Sachen im Estrich stehn lässt - den Anfang finde ich allerdings zu lang, man könnte schneller zur eigentlichen Velogeschichte kommen. Patric &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Ja, wir haben sehr gelacht über die Fahrradgeschichte. Das ist ein wirklich origineller Einfall! Den Anfang würde ich mir auch etwas knapper wünschen. Dafür könnte vielleicht das Ende ein bisschen ausgebaut werden, das hat mich doch etwas vor den Kopf gestoßen, vielleicht lag es auch am sehr knappen Dialog, den ich irgendwie nicht ganz zu den Figuren passend fand, obwohl er dadurch auch bereits fast ins Komische geht. -Amut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ist sie ja, Marianne. Die Idee ist wirklich gut. Vorallem auch plausibel. Auf sowas-und darauf dass soetwas funktionieren könnte-&amp;amp;nbsp;kommt man echt nur, wenn man 14 ist. Ich fand den Dialog gelungen. Mich hat vorallem gefreut, dass die Mädchen so offen zugaben, warum sie das Fahrrad geklaut haben. Hätten sie das nicht getan, wärs peinlich geworden für die beiden.&amp;amp;nbsp;Mit dieser Erinnerung an Teenagertaten,&amp;amp;nbsp;erfährt man&amp;amp;nbsp;mehr über Mariannes Charakter. Solche Sachen machen keine schwachen, schüchternen Mädchen.&amp;amp;nbsp;Schönes&amp;amp;nbsp;Werkzeug um eine Figur&amp;amp;nbsp;greifbarer zu machen.&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schluss wär&amp;amp;nbsp;unter weniger Zeitdruck bestimmt nicht so knapp&amp;amp;nbsp; ausgefallen, oder? Find ich auch etwas schade... Clara&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der Schluss ist leider mit Blick auf die Uhr entstanden... Ich werde mir das nächste Mal mehr Zeit lassen. :) - Lars&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<title>Einfamilienhaus</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: hat „Einfamilienhaus“ nach „Der Streich“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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				<updated>2009-01-09T09:28:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: hat „Diskussion:Einfamilienhaus“ nach „Diskussion:Der Streich“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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				<updated>2009-01-09T09:28:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein heftiges Gewitter zieht über den Ort. Marianne hat sich eben die Haare gewaschen. Es ist ruhig im Haus. Die Blätter im Garten fallen schnell, sie werden vom Wind an die Hauswand geklatscht. Marianne überlegt sich, was sie mit dem angebrochenen Tag anfangen soll. Sie geht im Haus umher. Plötzlich hat sie eine Idee: Sie könnte im Estrich in alten Sachen herumstöbern. Eigentlich wollte sie das Chaos dort oben ja schon lange aufräumen, doch nie hatte sie die Zeit oder Lust dazu. Sie geht in den ersten Stock des Hauses und lässt die ausziehbare Leiter hinunter, die durch eine Luke in den Estrich führt. Es ist schummrig dort oben, eine einzige Glühbirne gibt Licht. Sie kämpft sich zwischen Kartonschachteln und allerlei herum liegenden Gegenständen hindurch, bis sie zu einem Kleiderständer kommt. Er ist aus Metall und deutet den Körper einer Frau an. Marianne kaufte ihn einmal mit Roger in Südfrankreich, als sie dort im Urlaub waren.&amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht weiter und kommt an den Kartons mit Franks Modelleisenbahn vorbei. Auf einem Regal dahinter stehen alte Bücher, die niemand mehr lesen will. Dann öffnet Marianne eine Schachtel mit alten Kleidern. Eine Motte fliegt ihr entgegen. Da sind Pullover und Jeans der Kinder, mit denen sie einmal Tag für Tag in den Kindergarten und in die Schule gingen. Roger hatte zu Marianne gesagt, sie solle die alten Klamotten doch wegschmeissen. Doch Marianne hatte es nicht übers Herz gebracht. Sie dachte, vielleicht würden sich die Kinder eines Tages freuen, wenn sie ihre Babyklamotten zu sehen bekämen. In der rechten hinteren Ecke des Estrichs befinden sich die alten Schulsachen von Marianne und Roger. Marianne kniet auf den Boden und öffnet einen der Schuhkartons. Alte Hefte, in Schnürchenschrift angeschrieben, liegen darin. Sie nimmt einige der Sachen aus dem Karton und staunt, als sie die Hefte durchblättert, wie gut sie sich noch an einzelne Aufgaben und Übungen erinnern kann.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen den Schulheften taucht ein Buch auf.&amp;amp;nbsp;Darauf steht:&amp;amp;nbsp;“Meine Freunde“. Es ist ein Comic mit drei Mädchen darauf abgebildet. Marianne öffnet das Buch und blättert von vorne durch: Da ist Martina, die ihr ein Sprüchlein reingeschrieben hat. Oder Franziska, mit der sie immer ABBA-Platten hörte und die sie deshalb eine “Dancing Queen“ nannte. Und dann ist da noch Petra, die ihr ein kleines Fahrrad auf die Seite gezeichnet hat. Es sieht sie mit Augen an, die zu sagen scheinen: Ich weiß, was du getan hast. Die Erinnerung lässt sie nicht mehr los.&amp;lt;br&amp;gt;Es war an einem Mittwochnachmittag.&amp;amp;nbsp;Marianne und Petra&amp;amp;nbsp;gingen in die Badeanstalt. Marc war ein Junge aus der sechsten Klasse. Auch er war&amp;amp;nbsp;dort und machte mutige Sprünge vom Dreimeterbrett. Die beiden Mädchen standen daneben und bewunderten ihn. Sie tuschelten etwas und beschlossen dann, dass sie irgendwie auf sich aufmerksam machen mussten. Sie legten sich wieder auf ihre Handtücher und heckten einen Plan aus. Sie wollten das Fahrrad von Marc klauen, es an einen geheimen Ort bringen und dafür Lösegeld fordern. Sie zogen sich also an und gingen zu den Fahrrädern vor der Badeanstalt. Sie wussten genau, welches Marcs war. Er hatte es nicht abgeschlossen, denn niemand schloss damals sein Fahrrad ab. In einer schnellen Bewegung nahmen sie es und spazierten damit von der Badeanstalt weg. Sie hinterliessen einen Zettel, auf dem stand: “Um 19 Uhr beim alten Bahnhof. Lösegeld 50 Franken.“&amp;lt;br&amp;gt;Marianne und Petra&amp;amp;nbsp;gingen zum alten Bahnhof und warteten. Sie wussten, dass Marc sich jetzt langsam auf den Weg machen würde. Plötzlich tauchte er auf der Strasse auf, aber er war nicht alleine. Neben ihm ging ein Polizist. „Halt!“, rief dieser, als sich Marianne und Petra schon davon machen wollten. „Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?“, sagte der Polizist, als er bei ihnen ankam. Marc stand neben ihm und schwieg.&amp;lt;br&amp;gt;„Es sollte nur ein Spass sein“, sagte Martina mit schüchterner Stimme.&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist Diebstahl“, sagte der Polizist.&amp;lt;br&amp;gt;„Sagen Sie es jetzt unseren Eltern?“, fragte Petra.&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht wenn ihr euch bei mir entschuldigt“, sagte Marc.&amp;lt;br&amp;gt;„Es tut uns Leid.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marianne blättert weiter. Da ist Rebekka, mit der sie Tennis spielte. Marianne blättert immer schneller und liest die Sprüche und Wünsche ihrer Freundinnen nur noch quer. Dann legt sie das Buch zurück, verschliesst die Kiste und geht zur Luke.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fahrräder]] [[Category:Marianne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Der_Streich</id>
		<title>Der Streich</title>
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				<updated>2009-01-09T09:14:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein heftiges Gewitter zieht über den Ort. Es ist Mittwochmorgen, Marianne hat sich eben die Haare gewaschen. Es ist ruhig im Haus. Die Blätter im Garten fallen schnell hinunter, sie werden vom Wind an die Hauswand geklatscht. Marianne überlegt sich, was sie mit dem angebrochenen Tag anfangen soll. Sie geht im Haus umher. Plötzlich hat sie eine Idee: Sie könnte im Estrich in alten Sachen herumstöbern. Eigentlich wollte sie das Chaos dort oben ja schon lange aufräumen, doch nie hatte sie die Zeit oder Lust dazu. Sie geht in den ersten Stock des Hauses und lässt die ausziehbare Leiter hinunter, die durch eine Luke in den Estrich führt. Es ist schummrig dort oben, nur eine einzige Glühbirne gibt Licht. Sie kämpft sich zwischen Kartonschachteln und allerlei herum liegenden Gegenständen hindurch, bis sie zu einem Kleiderständer kommt. Er ist aus Metall und deutet in der Form den Körper einer Frau an. Marianne kaufte ihn einmal mit Roger in Südfrankreich, als sie dort im Urlaub waren. Es war in Cannes auf einem Touristenmarkt. Vor genau zwölf Jahren. Die Kinder waren damals noch klein, sie schliefen im Hotelzimmer der Eltern, auf Extrabetten. Vier Tage waren sie in der Stadt. &amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht weiter und kommt an den Kartons mit Franks Modelleisenbahn vorbei. Auf einem Regal dahinter an der Wand stehen alte Bücher, die niemand mehr lesen will. Dann öffnet Marianne eine Schachtel mit alten Kleidern. Eine Motte fliegt ihr entgegen. Da sind Pullover und Jeans der Kinder, mit denen sie einmal Tag für Tag in den Kindergarten und in die Schule gingen. Roger hatte zu Marianne gesagt, sie solle die alten Klamotten doch wegschmeissen. Doch Marianne hatte es nicht übers Herz gebracht. Sie dachte, vielleicht würden sich die Kinder eines Tages freuen, wenn sie ihre Babyklamotten zu sehen bekämen. In der hinteren rechten Ecke des Estrichs befinden sich alle alten Schulsachen von Marianne und Roger. Marianne kniet auf den Boden und öffnet einen der Schuhkartons. Alte Hefte, in Schnürchenschrift angeschrieben, und Schulbücher liegen darin: Geometrie 1, Deutsche Grammatik. Sie nimmt einige der Sachen aus dem Karton und staunt, als sie die Hefte durchblättert, wie gut sie sich noch an einzelne Aufgaben und Übungen erinnern kann. So als wäre es erst gestern gewesen.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen den Schulbüchern taucht ein anderes Buch auf. Es ist angeschrieben mit “Meine Freunde“. Es ist ein Comic mit drei Mädchen darauf abgebildet. Sie haben alle langes Haar. Marianne öffnet das Buch und blättert von vorne durch: Da ist Martina, die ihr das Sprüchlein “Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heitren Stunden nur“ reingeschrieben hat. Oder Franziska, mit der sie immer ABBA-Platten hörte und die sie deshalb eine “Dancing Queen“ nannte. Und dann ist da noch Petra, die ihr ein kleines Fahrrad auf die Seite gezeichnet hat. Es sieht sie mit Augen an, die zu sagen scheinen: Ich weiß, was du getan hast. Marianne bemüht sich, an etwas anderes zu denken. Dass sie jetzt doch erwachsen wäre und wisse, dass Fahrräder keine Augen haben. Doch die Erinnerung lässt sie nicht mehr los.&amp;lt;br&amp;gt;Es war an einem Mittwochnachmittag, nach der Schule. Sie gingen zusammen in die Badeanstalt. Marc war ein Junge in der sechsten Klasse. Beide, Petra und Marianne, standen auf ihn. Auch er war in der Badeanstalt und machte mutige Sprünge vom Dreimeterbrett. Marianne und Petra standen daneben und bewunderten ihn. Sie tuschelten etwas und beschlossen dann, dass sie irgendwie auf sich aufmerksam machen mussten. Sie legten sich wieder auf ihre Handtücher und heckten einen Plan aus. Sie wollten das Fahrrad von Marc stehlen, es an einen geheimen Ort bringen und dafür Lösegeld fordern. Sie zogen sich also an und gingen zu den Fahrrädern vor der Badeanstalt. Sie wussten genau, welches Marcs war. Er hatte es nicht abgeschlossen, denn niemand schloss damals sein Fahrrad ab. In einer schnellen Bewegung nahmen sie es und spazierten damit von der Badeanstalt weg. Sie hinterliessen einen Zettel, auf dem stand: “Um 19 Uhr beim alten Bahnhof. Lösegeld 50 Franken.“&amp;lt;br&amp;gt;Petra und Marianne gingen zum alten Bahnhof und warteten. Es war kurz nach 18 Uhr. Sie wussten, dass Marc sich jetzt langsam auf den Weg nachhause machen würde. Plötzlich tauchte er auf der schnurgeraden Strasse auf, aber er war nicht alleine. Neben ihm ging ein Polizist. „Halt!“, rief dieser, als sich Marianne und Petra schon davon machen wollten. „Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?“, sagte der Polizist, als er bei ihnen und dem Fahrrad ankam. Marc stand neben ihm und schwieg.&amp;lt;br&amp;gt;„Es sollte nur ein Spass sein“, sagte Martina mit schüchterner Stimme.&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist Diebstahl“, sagte der Polizist.&amp;lt;br&amp;gt;„Sagen Sie es jetzt unseren Eltern?“, fragte Petra.&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht wenn ihr euch bei mir entschuldigt“, sagte Marc.&amp;lt;br&amp;gt;„Na gut“, sagten Marianne. „Es tut uns Leid. Wir wollten eben nur, dass du uns mal beachtest…“&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist euch aber gründlich gelungen“, sagte der Polizist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marianne blättert weiter im Buch. Da ist Rebekka, mit der sie später Tennis spielte. Sie war die Freundin von Marc und verbrachte viel Zeit mit Marianne, obwohl sie zwei Jahre älter war als sie. Marianne blättert immer schneller und liest die Sprüche und Wünsche ihrer Freundinnen nur noch quer. Dann legt sie das Buch zurück, verschliesst die Kiste und geht zur Leiter.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fahrräder]] [[Category:Marianne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Kategorie:Marianne</id>
		<title>Kategorie:Marianne</title>
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				<updated>2009-01-09T09:12:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Marianne ist 32 Jahre alt und arbeitet als Kosmetikerin. Sie wohnt mit ihrem Mann Roger in einem [[Einfamilienhaus|Einfamilienhaus]] in der Zeppelinstrasse. Vor drei Wochen ist ihre Katze Petra eingeschläfert worden. Als Ersatz für Petra hat sich Marianne einen Kaktus gekauft - und ein paar neue Fische. Menschen, die keine Kinder haben, haben Haustiere. Oder Pflanzen. Marianne und Roger haben Kinder. Sie heißen [[Frank|Frank]] und [[Silvia|Silvia]]. Silvia ist acht Jahre alt und besucht die Grundschule. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Spielen mit Murmeln. Silvia hat zwei Freundinnen, Sandra und Yvonne, mit denen sie nach Schulschluss immer in den Laden geht, um Süssigkeiten zu kaufen. Der Laden ist der Dreh- und Angelpunkt des Ortes. Im Laden arbeitet [[Frau Stocker|Frau Stocker]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Diskussion:Ein_Schatz!</id>
		<title>Diskussion:Ein Schatz!</title>
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				<updated>2008-11-28T11:19:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;inzwischen ist das fast eine parodie auf GOLLUM? so wie die alte zischelt und sabbert: &amp;quot;meeein sssschatzzzz&amp;quot;, kann ich mir gut vorstellen wie die auch in den kübeln wühlt &amp;amp;amp; so, einfach schizophren. hmm, schizophren war ja auch die geschichte mit dern flammen, die setzte am gleichen punkt an. der charakter daisy kommt mir, gerade weil er so unvorstellbar ist in unserem geordneten literaturstädtchen und beinahe die märchenfigur tolkiens verkörpert als sehr greifbar und bildlich rüber - patric&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sieh an, sieh an... ist mir doch grad die daisy vor die cam gelaufen - hab's mal da hochgeschaltet, aber seid vorgewarnt: es ist REAL! patric &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;http://www.herr-der-ringe-film.de/v2/de/extras/bildpopup.php?imagename=http:%2F%2Fwww.herr-der-ringe-film.de%2Fv2%2Fmedia%2Fgalerie%2Fbilder05%2FAndy_Serkis.jpg&amp;amp;amp;imagewidth=511&amp;amp;amp;imageheight=329&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text schafft auf wenig Raum viel Atmosphäre. Man sieht Daisy geradezu vor sich, wie sie in den Müllbergen wühlt. Eine bemitleidenswerte Gestalt, nicht? Lars&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Diskussion:Wasser</id>
		<title>Diskussion:Wasser</title>
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				<updated>2008-11-28T11:08:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Den Rohrbuch von Frauke mit der Daisygeschichte zu verbinden ist hübsch, da sie auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben - ein Brückentext im wahrsten Sinne, der zwei versch. Kontinente verbindet. Man merkt (der Sprache) aber sehr gut an, welche Partei die Brücke errichtet hat, sehr Daisy-lastig. Und mit den Mürasäcken geht es mir so wie vor zwei Wochen mit der AA - ich verstehs nicht und es wird ein riesiges Tata darum gemacht... Ich meine, ich kenne nicht mal das Wort &amp;quot;Müra&amp;quot;... Wäre schön, wenn Daisy dieses Geheimnis, diesn Schatz zumindest mit uns Lesern teilen würde! Patric &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem ist ganz einfach gelöst: Ich meinte diese Müllsäcke und dachte, da steht Müra drauf, ist aber nicht wahr, es heißt Müve oder? Naja ich wusste nicht, ob ich es ändern soll oder wir besser nicht den Originalnamen verwenden.. - Almut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text trägt unverkennbar die Handschrift Almuts. Z.T. gibt es (zumindest von meiner Seite) noch gewisse Verständnisprobleme, d.h. ich verstehe nicht ganz, was da überhaupt passiert... Durch die Art der Beschreibung musste ich beim Schatz an Gollum aus &amp;quot;Herr der Ringe&amp;quot; denken. Ich nehme nicht an, dass das von der Autorin beabsichtigt war... Lars&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Diskussion:In_der_Therapie</id>
		<title>Diskussion:In der Therapie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Diskussion:In_der_Therapie"/>
				<updated>2008-11-28T10:51:43Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich bin Patrics Meinung. Nicole &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir gefällt es wirklich sehr gut, dass hier alle Personen einmal von außen betrachtet werden und dazu noch alle auf gleicher Ebene auftreten. Dadurch&amp;amp;nbsp;wird die Geschichte um&amp;amp;nbsp;eine neue Dimension reicher und man kann sich als Leser einen Überblick verschaffen und ein wenig verschnaufen. Etwas seltsam finde ich aber doch, dass alle unsere Figuren an einer Therapie teilnehmen. Ist das nicht ein etwas seltsamer Zufall? Und eigentlich finde ich, dass bloß Hugo und Marianne wirklich einen Grund haben zur Therapie zu gehen&amp;amp;nbsp;;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch stellt sich hier wieder die Frage, ob diese Daisy, wie du sie hier schilderst, auch nur im geringsten mit der Daisy meiner Texte zusammen zu bringen ist...&amp;amp;nbsp;Oder siehst du das anders?&amp;amp;nbsp;- Almut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Almut gefällt, missfällt mir - dass alle zusammenkommen. Ich finde das unnötig (für die Geschichte) und auch zu dick aufgetragen. Es stimmt, dass nur Hugo einen wirklichen Grund hätte, an einer solchen Therapiesizung teilzunehmen, allenfalls noch Daisy, aber KEINE von beiden würde das je machen. Frag mal Marc, aber für mich ist das schlicht und einfach unvorstellbar, dass der Hugo dahin geht und etwas sagt. Über Ester kann ich eher etwas sagen, als über Hugo, und da geht es in die gleiche Richtung. Zu. Viel... Den Dialog mit den Rauchern in der Pause finde ich gut, vom Dialog her, vom Inhalt und alles, das ist das eigentliche Herz deines Textes. Wäre besser, ihn sonstwo zu inszenieren. Patric &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also noch einma: Ich finde einen Wechsel der Erzählperspektive sehr hilfreich und spannend. Unser Projekt ist inzwischen so groß und voller unterschiedlicher Erzählweisen und Perspektiven, dass ich diesen Blick einfach hilfreich finde. Und weil wir soviele andere Texte haben, finde ich einen solchen auch nicht zu dick. Es gibt dem ganzen einen Kontrast und das ist wichtig. - Almut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist dick, schon nur vom Umfang her; Wenn du einen Text willst, einen Punkt, an dem alle Fäden zusammenlaufen, dann einen fein gewobenen. Aber das meinte ich nicht... Es kann doch nicht sein, dass man, nur um dem Leser einen Überblick über unsere Figuren zu geben, mit den Charakteren bricht, etwas völlig Unmögliches und Unglaubwürdiges künstlich schafft. Da sehe ich keinen Kontrast der &amp;quot;Erzählweisen und Perspektiven&amp;quot; mehr, sondern einen inhaltichen. A propos: Ich bin damit einverstanden, dass man dem Besucher einen Einstieg in unsere Cyberwelt bietet, ja bieten muss (von mir aus auch in dieser Art): Aber wenn alle Problemchen verraten werden, ist es doch auch nicht mehr lustig. Da kann ich noch lange einen Stimmungswechsel mit einer Korrespondenz aufbauen, wenn im &amp;quot;Résumé&amp;quot; schon alles VORzulesen ist. Patric&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin damit einverstanden, dass der Text und die Probleme der einzelnen Figuren stellenweise etwas zu ausgedeutscht sind. Auch könnte man sich überlegen, nur jene Figuren aufzuführen, die etwas sagen.&amp;amp;nbsp;Diese zwei Punkte könnten Bestand einer Überarbeitung sei. Grundsätzlich halte ich aber an der Idee der Gruppentherapie fest. Lars&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/In_der_Therapie</id>
		<title>In der Therapie</title>
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				<updated>2008-11-28T10:08:23Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie sitzen im Kreis. Der Raum sieht aus wie ein Schulzimmer. An den Wänden hängen dilletantisch gemalte Bilder. Die Stühle, auf denen sie sitzen, sind aus Holz. Auf dem Fensterbrett stehen ein paar halb verkümmerte Topfpflanzen, anspruchslose Organismen eigentlich. Auf einem Flipchart sind Notizen einer früheren Sitzung zu sehen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;quot;Ich begrüsse euch ganz herzlich zur heutigen Sitzung&amp;quot;, sagt der Therapeut, während er in die Runde blickt. Er hat gekräuseltes grau-weisses Haar, das sich auf dem Kopf oben lichtet, und er trägt einen langen weissen Bart sowie einen Schnauz, der langsam über seine Oberlippe wächst. Im Kreis sitzen Hugo, Ester Schneiter, Mar, Marianne, Irina Trepkowitz und Daisy. Es ist Dienstmorgen, zehn Uhr. &amp;quot;Dann erzählt doch mal, wie es euch in den letzten Wochen gegangen ist. Hugo, fängst du bitte an?&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;Hugo räuspert sich und setzt sich senkrecht in seinen Stuhl. Er schaut nervös in die Gesichter der anderen. &amp;quot;Also... Wenn ich ehrlich bin, nicht anders als in den Wochen davor...“&amp;lt;br&amp;gt;„Was heisst das konkret?“, fragt der Therapeut. „Wir müssen konkret sein, sonst bringt es nichts...“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich hatte wieder das Problem mit der Türe... Ich musste immer wieder kontrollieren, dass sie zu war... Ich konnte nicht glauben, dass sie wirklich zu war...“&amp;lt;br&amp;gt;„Aha.“ Der Therapeut nickt. Die anderen hören aufmerksam zu. „Und wie hast du dich dann jeweils aus dieser Situation befreit?“&amp;lt;br&amp;gt;„Indem meistens jemand dabei war, Frauke zum Beispiel, die mir gesagt hat, ich solle endlich kommen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Alleine hättest du es also nicht geschafft...“&amp;lt;br&amp;gt;„Nein. Ich glaube nicht... Und ich hatte noch andere Probleme mit Türen...“&amp;lt;br&amp;gt;Der Therapeut wollte sich schon zur nächsten Person wenden, schaut jetzt aber wieder Hugo an. „Welche denn?“&amp;lt;br&amp;gt;„Es geht um elektrische Schiebetüren... Sie machen mir Angst.“&amp;lt;br&amp;gt;Der Therapeut notiert etwas auf seinem Notizblock, nickt ein paar Mal, sagt leise vor sich hin „Ja, ja, ja“ und schaut dann wieder auf. „Ester Schneiter, darf ich Sie bitten?“&amp;lt;br&amp;gt;„Also gut... Mir ist es in der Zwischenzeit mal besser, mal schlechter gegangen... Ich verdaue immer noch das Schreiben von Esprit, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich keine Kollektionen mehr erhalten werde...“&amp;lt;br&amp;gt;„Einspruch!“, sagt Irina Trepkowitz. „Ich dachte, wir dürfen keine persönlichen Konflikte hier drinnen austragen?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ja, das stimmt. Aber wenn es Ester Schneiter beschäftigt, muss es hier Platz haben“, sagt der Therapeut. „Bitte, fahren Sie fort, Ester Schneiter.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich muss jetzt halt schauen, wie ich überleben kann...“&amp;lt;br&amp;gt;„Und was machen Sie, damit es Ihnen besser geht?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich geniesse meine Freizeit mit meinem Mann. Wir gehen essen oder ins Kino oder spazieren... Da kann ich richtig abschalten.“&amp;lt;br&amp;gt;„Sehr gut.“ Der Therapeut hat wieder mit seinem unablässigen Nicken angefangen. „Dann machen wir jetzt fünf Minuten Pause. Sie können ein Glas Wasser trinken, und die Nikotinabhängigen können vor die Tür gehen.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar geht hinter Daisy aus dem Therapieraum heraus. „Na, Daisy, alles klar?“&amp;lt;br&amp;gt;„Du rauchst auch?“, fragt Daisy. „Ich darf eben bei mir in der Wohnung nicht rauchen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und in meinem Haus sind Tiere verboten, theoretisch.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wie meinst du das, in deinem Haus?“, fragt Daisy.&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe ein Haus von meinem Grossonkel geerbt. Dort drin wohne ich jetzt und vermiete die anderen Wohnungen.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar und Daisy stehen draussen vor dem Gebäude. Ein eisiger Wind weht an der grauen Betonfassade entlang. Ein kleiner Platz, wie ein Schulhof, liegt vor dem Haus. Einige Parkplätze befinden sich auf der gegenüber liegenden Seite des Platzes, auf ihm stehen fünf rote Autos. Sie sind von der Stadt. Auf ihren Seiten steht etwas geschrieben. Mar macht einen Schritt nach vorne, um zu sehen, was dort steht. „Ich fahre ökologisch. Ihre Stadtverwaltung“. Ein einzelnes Kind geht über den Platz. Es trägt einen grossen Schulranzen und eine bunte Jacke. Es geht eine Treppe hinunter, an deren Ende sich die Schulzahnklinik befindet.&amp;lt;br&amp;gt;„Meinst du, hier ist immer so wenig los?“, fragt Mar.&amp;lt;br&amp;gt;„Keine Ahnung. Ich bin die Grossstadt gewohnt. Viel mehr Leute.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wieso Grossstadt?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe vorher in London gewohnt.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ach so. Und was hat dich hier her gebracht?“&amp;lt;br&amp;gt;„Die Liebe. Ich habe mich verliebt.“&amp;lt;br&amp;gt;„In einen Mann?“, fragt Mar neugierig.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein.“&amp;lt;br&amp;gt;„In eine Frau?“&amp;lt;br&amp;gt;„Nein, bestimmt nicht. In eine Wohnung. Es ist eine Dachwohnung am Stadtrand. Mit Dachfenstern, durch die ich den Nachthimmel anschauen kann. Und einem riesigen Bad und einer kleinen Galerie über dem Wohnzimmer. Sie ist ein absoluter Traum, die Wohnung!“&amp;lt;br&amp;gt;„Klingt wirklich nicht schlecht. Das würde ich mir gerne einmal anschauen...“ Mar grinst.&amp;lt;br&amp;gt;„Wenn du willst, kannst du nach der Sitzung mitkommen und sie dir anschauen. Ich muss allerdings sagen, dass ich schon eine ganze Weile nicht mehr geputzt habe.“&amp;lt;br&amp;gt;„Das macht nichts. Ich komme gerne.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar zieht an ihrer Zigarette und drückt sie in dem kleinen Aschenbecher neben der Tür aus. [[Die Ente und die Würmer|Daisy nimmt einen letzten Zug und lässt die Kippe auf den Boden fallen.]]&amp;lt;br&amp;gt;„Heisst du deshalb Daisy?“ Mar zieht an der Glastüre, so dass sich diese öffnet, und betritt vor Daisy das Gebäude.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein. Den Namen habe ich seit meiner Kindheit.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betreten wieder den Therapieraum.&amp;lt;br&amp;gt;„So, dann machen wir mit Marianne weiter.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe zum Glück meine Fische“, sagt Marianne mit zitternder Stimme. „Ich wüsste nicht, was ich ohne sie machen würde.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und wie läuft es mit Ihrem Mann?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich weiss nicht... Ich werde den Verdacht nicht los, dass er etwas anderes hat.“&amp;lt;br&amp;gt;„Sie denken also, er betrügt sie. Und wie könnten Sie damit umgehen?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich könnte ihn darauf ansprechen.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<title>In der Therapie</title>
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&lt;div&gt;Sie sitzen im Kreis. Der Raum sieht aus wie ein Schulzimmer. An den Wänden hängen dilletantisch gemalte Bilder. Die Stühle, auf denen sie sitzen, sind aus Holz. Auf dem Fensterbrett stehen ein paar halb verkümmerte Topfpflanzen, anspruchslose Organismen eigentlich. Auf einem Flipchart sind Notizen einer früheren Sitzung zu sehen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;quot;Ich begrüsse euch ganz herzlich zur heutigen Sitzung&amp;quot;, sagt der Therapeut, während er in die Runde blickt. Er hat gekräuseltes grau-weisses Haar, das sich auf dem Kopf oben lichtet, und er trägt einen langen weissen Bart sowie einen Schnauz, der langsam über seine Oberlippe wächst. Im Kreis sitzen Hugo, Ester Schneiter, Mar, Marianne, Irina Trepkowitz und Daisy. Es ist Dienstmorgen, zehn Uhr. &amp;quot;Dann erzählt doch mal, wie es euch in den letzten Wochen gegangen ist. Hugo, fängst du bitte an?&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;Hugo räuspert sich und setzt sich senkrecht in seinen Stuhl. Er schaut nervös in die Gesichter der anderen. &amp;quot;Also... Wenn ich ehrlich bin, nicht anders als in den Wochen davor...“&amp;lt;br&amp;gt;„Was heisst das konkret?“, fragt der Therapeut. „Wir müssen konkret sein, sonst bringt es nichts...“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich hatte wieder das Problem mit der Türe... Ich musste immer wieder kontrollieren, dass sie zu war... Ich konnte nicht glauben, dass sie wirklich zu war...“&amp;lt;br&amp;gt;„Aha.“ Der Therapeut nickt. Die anderen hören aufmerksam zu. „Und wie hast du dich dann jeweils aus dieser Situation befreit?“&amp;lt;br&amp;gt;„Indem meistens jemand dabei war, Frauke zum Beispiel, die mir gesagt hat, ich solle endlich kommen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Alleine hättest du es also nicht geschafft...“&amp;lt;br&amp;gt;„Nein. Ich glaube nicht... Und ich hatte noch andere Probleme mit Türen...“&amp;lt;br&amp;gt;Der Therapeut wollte sich schon zur nächsten Person wenden, schaut jetzt aber wieder Hugo an. „Welche denn?“&amp;lt;br&amp;gt;„Es geht um elektrische Schiebetüren... Sie machen mir Angst.“&amp;lt;br&amp;gt;Der Therapeut notiert etwas auf seinem Notizblock, nickt ein paar Mal, sagt leise vor sich hin „Ja, ja, ja“ und schaut dann wieder auf. „Ester Schneiter, darf ich Sie bitten?“&amp;lt;br&amp;gt;„Also gut... Mir ist es in der Zwischenzeit mal besser, mal schlechter gegangen... Ich verdaue immer noch das Schreiben von Esprit, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich keine Kollektionen mehr erhalten werde...“&amp;lt;br&amp;gt;„Einspruch!“, sagt Irina Trepkowitz. „Ich dachte, wir dürfen keine persönlichen Konflikte hier drinnen austragen?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ja, das stimmt. Aber wenn es Ester Schneiter beschäftigt, muss es hier Platz haben“, sagt der Therapeut. „Bitte, fahren Sie fort, Ester Schneiter.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich muss jetzt halt schauen, wie ich überleben kann...“&amp;lt;br&amp;gt;„Und was machen Sie, damit es Ihnen besser geht?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich geniesse meine Freizeit mit meinem Mann. Wir gehen essen oder ins Kino oder spazieren... Da kann ich richtig abschalten.“&amp;lt;br&amp;gt;„Sehr gut.“ Der Therapeut hat wieder mit seinem unablässigen Nicken angefangen. „Dann machen wir jetzt fünf Minuten Pause. Sie können ein Glas Wasser trinken, und die Nikotinabhängigen können vor die Tür gehen.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar geht hinter Daisy aus dem Therapieraum heraus. „Na, Daisy, alles klar?“&amp;lt;br&amp;gt;„Du rauchst auch?“, fragt Daisy. „Ich darf eben bei mir in der Wohnung nicht rauchen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und in meinem Haus sind Tiere verboten, theoretisch.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wie meinst du das, in deinem Haus?“, fragt Daisy.&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe ein Haus von meinem Grossonkel geerbt. Dort drin wohne ich jetzt und vermiete die anderen Wohnungen.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar und Daisy stehen draussen vor dem Gebäude. Ein eisiger Wind weht an der grauen Betonfassade entlang. Ein kleiner Platz, wie ein Schulhof, liegt vor dem Haus. Einige Parkplätze befinden sich auf der gegenüber liegenden Seite des Platzes, auf ihm stehen fünf rote Autos. Sie sind von der Stadt. Auf ihren Seiten steht etwas geschrieben. Mar macht einen Schritt nach vorne, um zu sehen, was dort steht. „Ich fahre ökologisch. Ihre Stadtverwaltung“. Ein einzelnes Kind geht über den Platz. Es trägt einen grossen Schulranzen und eine bunte Jacke. Es geht eine Treppe hinunter, an deren Ende sich die Schulzahnklinik befindet.&amp;lt;br&amp;gt;„Meinst du, hier ist immer so wenig los?“, fragt Mar.&amp;lt;br&amp;gt;„Keine Ahnung. Ich bin die Grossstadt gewohnt. Viel mehr Leute.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wieso Grossstadt?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe vorher in London gewohnt.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ach so. Und was hat dich hier her gebracht?“&amp;lt;br&amp;gt;„Die Liebe. Ich habe mich verliebt.“&amp;lt;br&amp;gt;„In einen Mann?“, fragt Mar neugierig.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein.“&amp;lt;br&amp;gt;„In eine Frau?“&amp;lt;br&amp;gt;„Nein, bestimmt nicht. In eine Wohnung. Es ist eine Dachwohnung am Stadtrand. Mit Dachfenstern, durch die ich den Nachthimmel anschauen kann. Und einem riesigen Bad und einer kleinen Galerie über dem Wohnzimmer. Sie ist ein absoluter Traum, die Wohnung!“&amp;lt;br&amp;gt;„Klingt wirklich nicht schlecht. Das würde ich mir gerne einmal anschauen...“ Mar grinst.&amp;lt;br&amp;gt;„Wenn du willst, kannst du nach der Sitzung mitkommen und sie dir anschauen. Ich muss allerdings sagen, dass ich schon eine ganze Weile nicht mehr geputzt habe.“&amp;lt;br&amp;gt;„Das macht nichts. Ich komme gerne.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar zieht an ihrer Zigarette und drückt sie in dem kleinen Aschenbecher neben der Tür aus. [[Die_Ente_und_die_Würmer|Daisy nimmt einen letzten Zug und lässt die Kippe auf den Boden fallen.]]&amp;lt;br&amp;gt;„Heisst du deshalb Daisy?“ Mar zieht an der Glastüre, so dass sich diese öffnet, und betritt vor Daisy das Gebäude.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein. Den Namen habe ich seit meiner Kindheit.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betreten wieder den Therapieraum.&amp;lt;br&amp;gt;„So, dann machen wir mit Marianne weiter.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe zum Glück meine Fische“, sagt Marianne mit zitternder Stimme. „Ich wüsste nicht, was ich ohne sie machen würde.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und wie läuft es mit ihrem Mann?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich weiss nicht... Ich werde den Verdacht nicht los, dass er etwas anderes hat.“ Marianne schweigt.&amp;lt;br&amp;gt;„Sie denken also, er betrügt sie. Und wie könnten Sie damit umgehen?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich könnte ihn darauf ansprechen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Genau.“&lt;/div&gt;</summary>
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				<updated>2008-11-28T10:04:13Z</updated>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie sitzen im Kreis. Der Raum sieht aus wie ein Schulzimmer. An den Wänden hängen dilletantisch gemalte Bilder. Die Stühle, auf denen sie sitzen, sind aus Holz. Auf dem Fensterbrett stehen ein paar halb verkümmerte Topfpflanzen, anspruchslose Organismen eigentlich. Auf einem Flipchart sind Notizen einer früheren Sitzung zu sehen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;quot;Ich begrüsse euch ganz herzlich zur heutigen Sitzung&amp;quot;, sagt der Therapeut, während er in die Runde blickt. Er hat gekräuseltes grau-weisses Haar, das sich auf dem Kopf oben lichtet, und er trägt einen langen weissen Bart sowie einen Schnauz, der langsam über seine Oberlippe wächst. Im Kreis sitzen Hugo, Ester Schneiter, Mar, Marianne, Irina Trepkowitz und Daisy. Es ist Dienstmorgen, zehn Uhr. &amp;quot;Dann erzählt doch mal, wie es euch in den letzten Wochen gegangen ist. Hugo, fängst du bitte an?&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;Hugo räuspert sich und setzt sich senkrecht in seinen Stuhl. Er schaut nervös in die Gesichter der anderen. &amp;quot;Also... Wenn ich ehrlich bin, nicht anders als in den Wochen davor...“&amp;lt;br&amp;gt;„Was heisst das konkret?“, fragt der Therapeut. „Wir müssen konkret sein, sonst bringt es nichts...“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich hatte wieder das Problem mit der Türe... Ich musste immer wieder kontrollieren, dass sie zu war... Ich konnte nicht glauben, dass sie wirklich zu war...“&amp;lt;br&amp;gt;„Aha.“ Der Therapeut nickt. Die anderen hören aufmerksam zu. „Und wie hast du dich dann jeweils aus dieser Situation befreit?“&amp;lt;br&amp;gt;„Indem meistens jemand dabei war, Frauke zum Beispiel, die mir gesagt hat, ich solle endlich kommen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Alleine hättest du es also nicht geschafft...“&amp;lt;br&amp;gt;„Nein. Ich glaube nicht... Und ich hatte noch andere Probleme mit Türen...“&amp;lt;br&amp;gt;Der Therapeut wollte sich schon zur nächsten Person wenden, schaut jetzt aber wieder Hugo an. „Welche denn?“&amp;lt;br&amp;gt;„Es geht um elektrische Schiebetüren... Sie machen mir Angst.“&amp;lt;br&amp;gt;Der Therapeut notiert etwas auf seinem Notizblock, nickt ein paar Mal, sagt leise vor sich hin „Ja, ja, ja“ und schaut dann wieder auf. „Ester Schneiter, darf ich Sie bitten?“&amp;lt;br&amp;gt;„Also gut... Mir ist es in der Zwischenzeit mal besser, mal schlechter gegangen... Ich verdaue immer noch das Schreiben von Esprit, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich keine Kollektionen mehr erhalten werde...“&amp;lt;br&amp;gt;„Einspruch!“, sagt Irina Trepkowitz. „Ich dachte, wir dürfen keine persönlichen Konflikte hier drinnen austragen?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ja, das stimmt. Aber wenn es Ester Schneiter beschäftigt, muss es hier Platz haben“, sagt der Therapeut. „Bitte, fahren Sie fort, Ester Schneiter.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich muss jetzt halt schauen, wie ich überleben kann...“&amp;lt;br&amp;gt;„Und was machen Sie, damit es Ihnen besser geht?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich geniesse meine Freizeit mit meinem Mann. Wir gehen essen oder ins Kino oder spazieren... Da kann ich richtig abschalten.“&amp;lt;br&amp;gt;„Sehr gut.“ Der Therapeut hat wieder mit seinem unablässigen Nicken angefangen. „Dann machen wir jetzt fünf Minuten Pause. Sie können ein Glas Wasser trinken, und die Nikotinabhängigen können vor die Tür gehen.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar geht hinter Daisy aus dem Therapieraum heraus. „Na, Daisy, alles klar?“&amp;lt;br&amp;gt;„Du rauchst auch?“, fragt Daisy. „Ich darf eben bei mir in der Wohnung nicht rauchen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und in meinem Haus sind Tiere verboten, theoretisch.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wie meinst du das, in deinem Haus?“, fragt Daisy.&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe ein Haus von meinem Grossonkel geerbt. Dort drin wohne ich jetzt und vermiete die anderen Wohnungen.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar und Daisy stehen draussen vor dem Gebäude. Ein eisiger Wind weht an der grauen Betonfassade entlang. Ein kleiner Platz, wie ein Schulhof, liegt vor dem Haus. Einige Parkplätze befinden sich auf der gegenüber liegenden Seite des Platzes, auf ihm stehen fünf rote Autos. Sie sind von der Stadt. Auf ihren Seiten steht etwas geschrieben. Mar macht einen Schritt nach vorne, um zu sehen, was dort steht. „Ich fahre ökologisch. Ihre Stadtverwaltung“. Ein einzelnes Kind geht über den Platz. Es trägt einen grossen Schulranzen und eine bunte Jacke. Es geht eine Treppe hinunter, an deren Ende sich die Schulzahnklinik befindet.&amp;lt;br&amp;gt;„Meinst du, hier ist immer so wenig los?“, fragt Mar.&amp;lt;br&amp;gt;„Keine Ahnung. Ich bin die Grossstadt gewohnt. Viel mehr Leute.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wieso Grossstadt?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe vorher in London gewohnt.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ach so. Und was hat dich hier her gebracht?“&amp;lt;br&amp;gt;„Die Liebe. Ich habe mich verliebt.“&amp;lt;br&amp;gt;„In einen Mann?“, fragt Mar neugierig.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein.“&amp;lt;br&amp;gt;„In eine Frau?“&amp;lt;br&amp;gt;„Nein, bestimmt nicht. In eine Wohnung. Es ist eine Dachwohnung am Stadtrand. Mit Dachfenstern, durch die ich den Nachthimmel anschauen kann. Und einem riesigen Bad und einer kleinen Galerie über dem Wohnzimmer. Sie ist ein absoluter Traum, die Wohnung!“&amp;lt;br&amp;gt;„Klingt wirklich nicht schlecht. Das würde ich mir gerne einmal anschauen...“ Mar grinst.&amp;lt;br&amp;gt;„Wenn du willst, kannst du nach der Sitzung mitkommen und sie dir anschauen. Ich muss allerdings sagen, dass ich schon eine ganze Weile nicht mehr geputzt habe.“&amp;lt;br&amp;gt;„Das macht nichts. Ich komme gerne.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar zieht an ihrer Zigarette und drückt sie in dem kleinen Aschenbecher neben der Tür aus. [[Daisy|Daisy nimmt einen letzten Zug und lässt die Kippe auf den Boden fallen.]]&amp;lt;br&amp;gt;„Heisst du deshalb Daisy?“ Mar zieht an der Glastüre, so dass sich diese öffnet, und betritt vor Daisy das Gebäude.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein. Den Namen habe ich seit meiner Kindheit.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betreten wieder den Therapieraum.&amp;lt;br&amp;gt;„So, dann machen wir mit Marianne weiter.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe zum Glück meine Fische“, sagt Marianne mit zitternder Stimme. „Ich wüsste nicht, was ich ohne sie machen würde.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und wie läuft es mit ihrem Mann?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich weiss nicht... Ich werde den Verdacht nicht los, dass er etwas anderes hat.“ Marianne schweigt.&amp;lt;br&amp;gt;„Sie denken also, er betrügt sie. Und wie könnten Sie damit umgehen?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich könnte ihn darauf ansprechen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Genau.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<title>In der Therapie</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: Die Seite wurde neu angelegt: Sie sitzen im Kreis. Der Raum sieht aus wie ein Schulzimmer. An den Wänden hängen dilletantisch gemalte Bilder. Die Stühle, auf denen sie sitzen, sind aus Holz. Auf ...&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;Sie sitzen im Kreis. Der Raum sieht aus wie ein Schulzimmer. An den Wänden hängen dilletantisch gemalte Bilder. Die Stühle, auf denen sie sitzen, sind aus Holz. Auf dem Fensterbrett stehen ein paar halb verkümmerte Topfpflanzen, anspruchslose Organismen eigentlich. Auf einem Flipchart sind Notizen einer früheren Sitzung zu sehen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;quot;Ich begrüsse euch ganz herzlich zur heutigen Sitzung&amp;quot;, sagt der Therapeut, während er in die Runde blickt. Er hat gekräuseltes grau-weisses Haar, das sich auf dem Kopf oben lichtet, und er trägt einen langen weissen Bart sowie einen Schnauz, der langsam über seine Oberlippe wächst. Im Kreis sitzen Hugo, Ester Schneiter, Mar, Marianne, Irina Trepkowitz und Daisy. Es ist Dienstmorgen, zehn Uhr. &amp;quot;Dann erzählt doch mal, wie es euch in den letzten Wochen gegangen ist. Hugo, fängst du bitte an?&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;Hugo räuspert sich und setzt sich senkrecht in seinen Stuhl. Er schaut nervös in die Gesichter der anderen. &amp;quot;Also... Wenn ich ehrlich bin, nicht anders als in den Wochen davor...“&amp;lt;br&amp;gt;„Was heisst das konkret?“, fragt der Therapeut. „Wir müssen konkret sein, sonst bringt es nichts...“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich hatte wieder das Problem mit der Türe... Ich musste immer wieder kontrollieren, dass sie zu war... Ich konnte nicht glauben, dass sie wirklich zu war...“&amp;lt;br&amp;gt;„Aha.“ Der Therapeut nickt. Die anderen hören aufmerksam zu. „Und wie hast du dich dann jeweils aus dieser Situation befreit?“&amp;lt;br&amp;gt;„Indem meistens jemand dabei war, Frauke zum Beispiel, die mir gesagt hat, ich solle endlich kommen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Alleine hättest du es also nicht geschafft...“&amp;lt;br&amp;gt;„Nein. Ich glaube nicht... Und ich hatte noch andere Probleme mit Türen...“&amp;lt;br&amp;gt;Der Therapeut wollte sich schon zur nächsten Person wenden, schaut jetzt aber wieder Hugo an. „Welche denn?“&amp;lt;br&amp;gt;„Es geht um elektrische Schiebetüren... Sie machen mir Angst.“&amp;lt;br&amp;gt;Der Therapeut notiert etwas auf seinem Notizblock, nickt ein paar Mal, sagt leise vor sich hin „Ja, ja, ja“ und schaut dann wieder auf. „Ester Schneiter, darf ich Sie bitten?“&amp;lt;br&amp;gt;„Also gut... Mir ist es in der Zwischenzeit mal besser, mal schlechter gegangen... Ich verdaue immer noch das Schreiben von Esprit, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich keine Kollektionen mehr erhalten werde...“&amp;lt;br&amp;gt;„Einspruch!“, sagt Irina Trepkowitz. „Ich dachte, wir dürfen keine persönlichen Konflikte hier drinnen austragen?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ja, das stimmt. Aber wenn es Ester Schneiter beschäftigt, muss es hier Platz haben“, sagt der Therapeut. „Bitte, fahren Sie fort, Ester Schneiter.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich muss jetzt halt schauen, wie ich überleben kann...“&amp;lt;br&amp;gt;„Und was machen Sie, damit es Ihnen besser geht?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich geniesse meine Freizeit mit meinem Mann. Wir gehen essen oder ins Kino oder spazieren... Da kann ich richtig abschalten.“&amp;lt;br&amp;gt;„Sehr gut.“ Der Therapeut hat wieder mit seinem unablässigen Nicken angefangen. „Dann machen wir jetzt fünf Minuten Pause. Sie können ein Glas Wasser trinken, und die Nikotinabhängigen können vor die Tür gehen.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar geht hinter Daisy aus dem Therapieraum heraus. „Na, Daisy, alles klar?“&amp;lt;br&amp;gt;„Du rauchst auch?“, fragt Daisy. „Ich darf eben bei mir in der Wohnung nicht rauchen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und in meinem Haus sind Tiere verboten, theoretisch.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wie meinst du das, in deinem Haus?“, fragt Daisy.&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe ein Haus von meinem Grossonkel geerbt. Dort drin wohne ich jetzt und vermiete die anderen Wohnungen.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar und Daisy stehen draussen vor dem Gebäude. Ein eisiger Wind weht an der grauen Betonfassade entlang. Ein kleiner Platz, wie ein Schulhof, liegt vor dem Haus. Einige Parkplätze befinden sich auf der gegenüber liegenden Seite des Platzes, auf ihm stehen fünf rote Autos. Sie sind von der Stadt. Auf ihren Seiten steht etwas geschrieben. Mar macht einen Schritt nach vorne, um zu sehen, was dort steht. „Ich fahre ökologisch. Ihre Stadtverwaltung“. Ein einzelnes Kind geht über den Platz. Es trägt einen grossen Schulranzen und eine bunte Jacke. Es geht eine Treppe hinunter, an deren Ende sich die Schulzahnklinik befindet.&amp;lt;br&amp;gt;„Meinst du, hier ist immer so wenig los?“, fragt Mar.&amp;lt;br&amp;gt;„Keine Ahnung. Ich bin die Grossstadt gewohnt. Viel mehr Leute.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wieso Grossstadt?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe vorher in London gewohnt.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ach so. Und was hat dich hier her gebracht?“&amp;lt;br&amp;gt;„Die Liebe. Ich habe mich verliebt.“&amp;lt;br&amp;gt;„In einen Mann?“, fragt Mar neugierig.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein.“&amp;lt;br&amp;gt;„In eine Frau?“&amp;lt;br&amp;gt;„Nein, bestimmt nicht. In eine Wohnung. Es ist eine Dachwohnung am Stadtrand. Mit Dachfenstern, durch die ich den Nachthimmel anschauen kann. Und einem riesigen Bad und einer kleinen Galerie über dem Wohnzimmer. Sie ist ein absoluter Traum, die Wohnung!“&amp;lt;br&amp;gt;„Klingt wirklich nicht schlecht. Das würde ich mir gerne einmal anschauen...“ Mar grinst.&amp;lt;br&amp;gt;„Wenn du willst, kannst du nach der Sitzung mitkommen und sie dir anschauen. Ich muss allerdings sagen, dass ich schon eine ganze Weile nicht mehr geputzt habe.“&amp;lt;br&amp;gt;„Das macht nichts. Ich komme gerne.“&amp;lt;br&amp;gt;Mar zieht an ihrer Zigarette und drückt sie in dem kleinen Aschenbecher neben der Tür aus. Daisy nimmt einen letzten Zug und lässt die Kippe auf den Boden fallen.&amp;lt;br&amp;gt;„Heisst du deshalb Daisy?“ Mar zieht an der Glastüre, so dass sich diese öffnet, und betritt vor Daisy das Gebäude.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein. Den Namen habe ich seit meiner Kindheit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betreten wieder den Therapieraum.&amp;lt;br&amp;gt;„So, dann machen wir mit Marianne weiter.“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich habe zum Glück meine Fische“, sagt Marianne mit zitternder Stimme. „Ich wüsste nicht, was ich ohne sie machen würde.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und wie läuft es mit ihrem Mann?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich weiss nicht... Ich werde den Verdacht nicht los, dass er etwas anderes hat.“ Marianne schweigt.&amp;lt;br&amp;gt;„Sie denken also, er betrügt sie. Und wie könnten Sie damit umgehen?“&amp;lt;br&amp;gt;„Ich könnte ihn darauf ansprechen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Genau.“&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Frauke</title>
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				<updated>2008-11-28T08:25:26Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Seufzend liess Frauke sich auf den Klodeckel sinken. So ein Mist. In einer halben Stunde musste sie bei Hugo sein. Und zwar pünktlich auf die Sekunde, sonst müsste sie sein wirres Gejammer ertragen. [[In der Therapie|Schon die kleinste Abweichung des von ihm Geplanten, konnte die reinste Panik auslösen.]] Und jetzt gab es kein warmes Wasser! Dabei musste sie sich unbedingt die Haare waschen. Und sich bei null Grad Aussentemperatur eiskaltes Wasser über den Kopf schütten, kam nicht im geringsten in Frage. Sie stützte den Kopf in die Hände um einen Moment lang nachzudenken. Sie selbst kannte sich in solchen Dingen überhaupt nicht aus. In diesen Augenblicken wär es doch ganz praktisch, einen &amp;quot;Mann im Haus&amp;quot; zu haben, dachte Frauke und schmunzelte bei dem Gedanken Sabine mit Werkzeuggürtel um die Hüfte und einem Schraubenschlüssel in der Hand am Boiler rumhantieren zu sehen. Nein. Sabines Talente lagen eindeutig woanders. Ausserdemm wollte sie sie auf garkeinen Fall wecken. Sie schlief den Schlaf der Gerechten. Frauke konnte sich nicht daran erinnern, wann Sabine zu ihr ins Bett gekrochen war. Wahrscheinlich so gegen 5 Uhr Morgens. Sind schon beschissene Arbeitszeiten... Es stand ausser Frage. Sie musste wohl runter und bei Mar klingeln. Darum kam sie wohl nicht herum. Leise schlich sie ins Zimmer, bemüht Sabine nicht zu stören, deren Kopf unter einem Berg Kissen vergraben lag, schlüpfte in ihre Jeans und in das erstbeste Hemd, das ihr unter die Finger kam. Sabines Hemd. Sie sog einen Augenblick lang ihren Duft ein, dann stieg sie die Treppe hinunter zu Mars Wohnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sabine hatte sie schon oft damit aufgezogen, dass sie ihrer Vermieterin diese verstörende Art von Unsicherheit entgegenbrachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht stehst du ja auf sie? Na? Sehr lustig Sabine. Wirklich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war es nicht. Obwohl Mar durchaus nicht als hässlich zu bezeichnen war. Im Gegenteil. Ihre graublauen Augen und die aparte Nase waren durchaus attraktiv. Auf lange Haare stand Frauke auch und hatte selten eine Frau gesehen, deren Haarlänge die von Mar übertraf. Mar war Frauke einfach unheimlich. Oft hatte sie sich schon gefragt, womit Mar eigentlich ihre Tage verbrachte. Sie schien ja nicht zu arbeiten. Selten hörte man Musik aus ihrer Wohnung. Nie Stimmen. Nur ab und zu die schnarrenden Anschläge einer elektrischen Schreibmaschine. Und dann die Exkursionen zum Speicher, die Mar regelmässig unternahm. Manchmal schaute Frauke durch den Spion, wenn sie Schritte an ihrer Wohnugstür vorbei gehen hörte. Ihr lief immer ein kalter Schauer über den Rücken, wenn sie Mars entrückten Blick auffing, der ihre Topfpalme streifte. Immer schaute sie diese doofe Palme an. Und ihre Augen waren ganz woanders. Nach innen gekehrt. Oder einfach nur weit weg. Was trieb sie nur da oben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauke war ein wenig mulmig zu Mute, als sie die Türklingel betätigte. Aber was sollte sie machen. Heisses Wasser war unabdingbar. Und Mar war schliesslich nicht nur Vermierterin, sonder auch Hausmeister. Du hast ein Recht hier zu stehen, beruhigte sich Frauke. Stell dich nicht so kindisch an! Mar öffnete die Tür und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähm, Hi. Guten Morgen. Ich hab dich doch hoffentlich nicht geweckt, oder? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Was ist? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äh, ich hab kein warmes Wasser oben und müssste unbedingt... Naja, meinst du du könntest kurz... Nachsehen? Ich meine... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott, Frauke! Was war denn das jetzt für ein pubertäres Gestammel gewesen? Aber diese Frau konnte einen schon aus dem Konzept bringen. Rein der Anblick ihres äusserst Bauchfreien Tops, liess einen frösteln! Und dieses Flimmer-Ding, dass sie um die Hüften trug. Frauke musste sich zusammenreissen um nicht auf Mars Unterhose zu linsen, die darunter hervorblitzte, als sie mit einem Werkzeugkasten zurückkam. Frauke versuchte ein Lächeln, was ziemlich schief geriet und stieg, Mar voran, die Treppe hinauf.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Marianne geht nackt auf der Zeppelinstrasse. Sie befürwortet von ihrem eigenen Prinzip her alles, was nicht ihren Vorgaben entspricht. Sie lebt nicht im Konvent. Sie lebte. Schwester Ursula. Namen sind Konventionen. Jetzt gehört sie einem anderen Zusammenschluss an. Sie war in schwarzes Tuch gekleidet. Ging auf den langen Gängen. Kreuzweise, denkt sie heute, wenn ihr jemand auf die Nerven geht. Empfing Gäste, zweimal pro Woche. So oft durfte sie raus. Spazieren gehen. Auf dem Hügel hinter dem Haus. Sass mit den Gästen in einem der Gästezimmer. Trank Apfelsaft, verdünnt. Armut war Gebot. Ihr Zimmer durfte sie niemandem zeigen. Nicht einmal ihrem geistlichen Begleiter. Um fünf Uhr das erste Gebet. Jeden Tag. Dann frühstücken, lesen, beten, Blumenbeete pflegen, beten, essen, beten. Sie wurde bleicher und bleicher. Eine NORMALE Erscheinung bei Schwestern. Sie ging nie durch den unterirdischen Gang zu den Männern. Im Winter lag Schnee auf den hohen Türmen. Eine Schule, eine Sammlung gab es. Tote Tiere. Junge Dinger.&amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht nackt in den Laden. Sie wird von Videokameras gefilmt. Das ist kein Porno. Sie nimmt einen Schokoriegel und ein Getränk aus dem Regal. Sie bezahlt in Naturalien. Frau Stocker schaut ihr nach. Dann geht sie in die “ModEsteria“, zu Ester Schneiter. Keine Schneiderin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Kann ich Ihnen behilflich sein?“, fragt die Schneiter.&amp;lt;br&amp;gt;„Sieht man das nicht?“, sagt Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Sie brauchen Klamotten“, sagt die Schneiter.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein“, antwortet Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Was brauchen Sie dann?“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Blume.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wozu brauchen Sie eine Blume?“&amp;lt;br&amp;gt;„Um sie mir ins Haar zu stecken…“&amp;lt;br&amp;gt;„Wir führen keine Blumen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Was führen Sie denn?“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Kleiderkollektion.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und wo kriege ich meine Blume?“&amp;lt;br&amp;gt;„Vielleicht in einem Blumenladen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marianne verlässt das Geschäft, immer noch nackt. Die Leute schauen ihr nach und zeigen mit dem Finger auf sie. Einige nehmen ihr Handy hervor und fotografieren sie. Das ist kein Porno. Andere rufen die Polizei. Sie geht auf der Untergasse, bis sie zur Seevorstadt kommt. Dort bleibt sie an der Bushaltestelle stadteinwärts stehen. Die Menschen in den vorbei fahrenden Autos schauen sie mit offenem Mund an. Als ob sie noch nie eine nackte Frau gesehen hätten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AA&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;div&gt;Marianne geht nackt auf der Zeppelinstrasse. Sie befürwortet von ihrem eigenen Prinzip her alles, was nicht ihren Vorgaben entspricht. Sie lebt nicht im Konvent. Sie lebte. Schwester Ursula. Namen sind Konventionen. Jetzt gehört sie einem anderen Zusammenschluss an. Sie war in schwarzes Tuch gekleidet. Ging auf den langen Gängen. Kreuzweise, denkt sie heute, wenn ihr jemand auf die Nerven geht. Empfing Gäste, zweimal pro Woche. So oft durfte sie raus. Spazieren gehen. Auf dem Hügel hinter dem Haus. Sass mit den Gästen in einem der Gästezimmer. Trank Apfelsaft, verdünnt. Armut war Gebot. Ihr Zimmer durfte sie niemandem zeigen. Nicht einmal ihrem geistlichen Begleiter. Um fünf Uhr das erste Gebet. Jeden Tag. Dann frühstücken, lesen, beten, Blumenbeete pflegen, beten, essen, beten. Sie wurde bleicher und bleicher. Eine NORMALE Erscheinung bei Schwestern. Sie ging nie durch den unterirdischen Gang zu den Männern. Im Winter lag Schnee auf den hohen Türmen. Eine Schule, eine Sammlung gab es. Tote Tiere. Junge Dinger.&amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht nackt in den Laden. Sie wird von Videokameras gefilmt. Das ist kein Porno. Sie nimmt einen Schokoriegel und ein Getränk aus dem Regal. Sie bezahlt in Naturalien. Frau Stocker schaut ihr nach. Dann geht sie in die “ModEsteria“, zu Ester Schneiter. Keine Schneiderin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Kann ich Ihnen behilflich sein?“, fragt die Schneiter.&amp;lt;br&amp;gt;„Sieht man das nicht?“, sagt Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Sie brauchen Klamotten“, sagt die Schneiter.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein“, antwortet Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Was brauchen Sie dann?“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Blume.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wozu brauchen Sie eine Blume?“&amp;lt;br&amp;gt;„Um sie mir ins Haar zu stecken…“&amp;lt;br&amp;gt;„Wir führen keine Blumen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Was führen Sie denn?“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Kleiderkollektion.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und wo kriege ich meine Blume?“&amp;lt;br&amp;gt;„Vielleicht in einem Blumenladen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marianne verlässt das Geschäft, immer noch nackt. Die Leute schauen ihr nach und zeigen mit dem Finger auf sie. Einige nehmen ihr Handy hervor und fotografieren sie. Das ist kein Porno. Andere rufen die Polizei. Sie geht auf der Untergasse, bis sie zur Seevorstadt kommt. Dort bleibt sie an der Bushaltestelle stadteinwärts stehen. Die Menschen in den vorbei fahrenden Autos schauen sie mit offenem Mund an. Als ob sie noch nie eine nackte Frau gesehen hätten. &lt;br /&gt;
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„Kann ich Ihnen behilflich sein?“, fragt die Schneiter.&amp;lt;br&amp;gt;„Sieht man das nicht?“, sagt Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Sie brauchen Klamotten“, sagt die Schneiter.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein“, antwortet Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Was brauchen Sie dann?“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Blume.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wozu brauchen Sie eine Blume?“&amp;lt;br&amp;gt;„Um sie mir ins Haar zu stecken…“&amp;lt;br&amp;gt;„Wir führen keine Blumen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Was führen Sie denn?“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Kleiderkollektion.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und wo kriege ich meine Blume?“&amp;lt;br&amp;gt;„Vielleicht in einem Blumenladen.“ &lt;br /&gt;
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Marianne verlässt das Geschäft, immer noch nackt. Die Leute schauen ihr nach und zeigen mit dem Finger auf sie. Einige nehmen ihr Handy hervor und fotografieren sie. Das ist kein Porno. Andere rufen die Polizei. Sie geht auf der Untergasse, bis sie zur Seevorstadt kommt. Dort bleibt sie an der Bushaltestelle stadteinwärts stehen. Die Menschen in den vorbei fahrenden Autos schauen sie mit offenem Mund an. Als ob sie noch nie eine nackte Frau gesehen hätten.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;div&gt;Marianne geht nackt auf der Zeppelinstrasse. Sie befürwortet von ihrem eigenen Prinzip her alles, was nicht ihren Vorgaben entspricht. Sie lebt nicht im Konvent. Sie lebte. Schwester Ursula. Namen sind Konventionen. Jetzt gehört sie einem anderen Zusammenschluss an. Sie war in schwarzes Tuch gekleidet. Ging auf den langen Gängen. Kreuzweise, denkt sie heute, wenn ihr jemand auf die Nerven geht. Empfing Gäste, zweimal pro Woche. So oft durfte sie raus. Spazieren gehen. Auf dem Hügel hinter dem Haus. Sass mit den Gästen in einem der Gästezimmer. Trank Apfelsaft, verdünnt. Armut war Gebot. Ihr Zimmer durfte sie niemandem zeigen. Nicht einmal ihrem geistlichen Begleiter. Um fünf Uhr das erste Gebet. Jeden Tag. Dann frühstücken, lesen, beten, Blumenbeete pflegen, beten, essen, beten. Sie wurde bleicher und bleicher. Eine NORMALE Erscheinung bei Schwestern. Sie ging nie durch den unterirdischen Gang zu den Männern. Im Winter lag Schnee auf den hohen Türmen. Eine Schule, eine Sammlung gab es. Tote Tiere. Junge Dinger.&amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht nackt in den Laden. Sie wird von Videokameras gefilmt. Das ist kein Porno. Sie nimmt einen Schokoriegel und ein Getränk aus dem Regal. Sie bezahlt in Naturalien. Frau Stocker schaut ihr nach. Dann geht sie in die “ModEsteria“, zu Ester Schneiter. Keine Schneiderin. &lt;br /&gt;
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„Kann ich Ihnen behilflich sein?“, fragt die Schneiter.&amp;lt;br&amp;gt;„Sieht man das nicht?“, sagt Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Sie brauchen Klamotten“, sagt die Schneiter.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein“, antwortet Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Was brauchen Sie dann?“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Blume.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wozu brauchen Sie eine Blume?“&amp;lt;br&amp;gt;„Um sie mir ins Haar zu stecken…“&amp;lt;br&amp;gt;„Wir führen keine Blumen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Was führen Sie denn?“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Kleiderkollektion.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und wo kriege ich meine Blume?“&amp;lt;br&amp;gt;„Vielleicht in einem Blumenladen.“ &lt;br /&gt;
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Marianne verlässt das Geschäft, immer noch nackt. Die Leute schauen ihr nach und zeigen mit dem Finger auf sie. Einige nehmen ihr Handy hervor und fotografieren sie. Das ist kein Porno. Andere rufen die Polizei. Sie geht auf der Untergasse, bis sie zur Seevorstadt kommt. Dort bleibt sie an der Bushaltestelle stadteinwärts stehen. Die Menschen in den vorbei fahrenden Autos schauen sie mit offenem Mund an. Als ob sie noch nie eine nackte Frau gesehen hätten. &lt;br /&gt;
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&lt;div&gt;Marianne geht nackt auf der Zeppelinstrasse. Sie befürwortet von ihrem eigenen Prinzip her alles, was nicht ihren Vorgaben entspricht. Sie lebt nicht im Konvent. Sie lebte. Schwester Ursula. Namen sind Konventionen. Jetzt gehört sie einem anderen Zusammenschluss an. Sie war in schwarzes Tuch gekleidet. Ging auf den langen Gängen. Kreuzweise, denkt sie heute, wenn ihr jemand auf die Nerven geht. Empfing Gäste, zweimal pro Woche. So oft durfte sie raus. Spazieren gehen. Auf dem Hügel hinter dem Haus. Sass mit den Gästen in einem der Gästezimmer. Trank Apfelsaft, verdünnt. Armut war Gebot. Ihr Zimmer durfte sie niemandem zeigen. Nicht einmal ihrem geistlichen Begleiter. Um fünf Uhr das erste Gebet. Jeden Tag. Dann frühstücken, lesen, beten, Blumenbeete pflegen, beten, essen, beten. Sie wurde bleicher und bleicher. Eine NORMALE Erscheinung bei Schwestern. Sie ging nie durch den unterirdischen Gang zu den Männern. Im Winter lag Schnee auf den hohen Türmen. Eine Schule, eine Sammlung gab es. Tote Tiere. Junge Dinger.&amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht nackt in den Laden. Sie wird von Videokameras gefilmt. Das ist kein Porno. Sie nimmt einen Schokoriegel und ein Getränk aus dem Regal. Sie bezahlt in Naturalien. Frau Stocker schaut ihr nach. Dann geht sie in die “ModEsteria“, zu Ester Schneiter. Keine Schneiderin. &lt;br /&gt;
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„Kann ich Ihnen behilflich sein?“, fragt die Schneiter.&amp;lt;br&amp;gt;„Sieht man das nicht?“, sagt Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Sie brauchen Klamotten“, sagt die Schneiter.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein“, antwortet Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Was brauchen Sie dann?“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Blume.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wozu brauchen Sie eine Blume?“&amp;lt;br&amp;gt;„Um sie mir ins Haar zu stecken…“&amp;lt;br&amp;gt;„Wir führen keine Blumen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Was führen Sie denn?“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Kleiderkollektion.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und wo kriege ich meine Blume?“&amp;lt;br&amp;gt;„Vielleicht in einem Blumenladen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marianne verlässt das Geschäft, immer noch nackt. Die Leute schauen ihr nach und zeigen mit dem Finger auf sie. Einige nehmen ihr Handy hervor und fotografieren sie. Das ist kein Porno. Andere rufen die Polizei. Sie geht auf der Untergasse, bis sie zur Seevorstadt kommt. Dort bleibt sie an der Bushaltestelle stadteinwärts stehen. Die Menschen in den vorbei fahrenden Autos schauen sie mit offenem Mund an. Als ob sie noch nie eine nackte Frau gesehen hätten.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;div&gt;Marianne geht nackt auf der Zeppelinstrasse. Sie befürwortet von ihrem eigenen Prinzip her alles, was nicht ihren Vorgaben entspricht. Sie lebt nicht im Konvent. Sie lebte. Schwester Ursula. Namen sind Konventionen. Jetzt gehört sie einem anderen Zusammenschluss an. Sie war in schwarzes Tuch gekleidet. Ging auf den langen Gängen. Kreuzweise, denkt sie heute, wenn ihr jemand auf die Nerven geht. Empfing Gäste, zweimal pro Woche. So oft durfte sie raus. Spazieren gehen. Auf dem Hügel hinter dem Haus. Sass mit den Gästen in einem der Gästezimmer. Trank Apfelsaft, verdünnt. Armut war Gebot. Ihr Zimmer durfte sie niemandem zeigen. Nicht einmal ihrem geistlichen Begleiter. Um fünf Uhr das erste Gebet. Jeden Tag. Dann frühstücken, lesen, beten, Blumenbeete pflegen, beten, essen, beten. Sie wurde bleicher und bleicher. Eine NORMALE Erscheinung bei Schwestern. Sie ging nie durch den unterirdischen Gang zu den Männern. Im Winter lag Schnee auf den hohen Türmen. Eine Schule, eine Sammlung gab es. Tote Tiere. Junge Dinger.&amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht nackt in den Laden. Sie wird von Videokameras gefilmt. Das ist kein Porno. Sie nimmt einen Schokoriegel und ein Getränk aus dem Regal. Sie bezahlt in Naturalien. Frau Stocker schaut ihr nach. Dann geht sie in die “ModEsteria“, zu Ester Schneiter. Keine Schneiderin.&lt;br /&gt;
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„Kann ich Ihnen behilflich sein?“, fragt die Schneiter.&amp;lt;br&amp;gt;„Sieht man das nicht?“, sagt Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Sie brauchen Klamotten“, sagt die Schneiter.&amp;lt;br&amp;gt;„Nein“, antwortet Marianne.&amp;lt;br&amp;gt;„Was brauchen Sie dann?“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Blume.“&amp;lt;br&amp;gt;„Wozu brauchen Sie eine Blume?“&amp;lt;br&amp;gt;„Um sie mir ins Haar zu stecken…“&amp;lt;br&amp;gt;„Wir führen keine Blumen.“&amp;lt;br&amp;gt;„Was führen Sie denn?“&amp;lt;br&amp;gt;„Eine Kleiderkollektion.“&amp;lt;br&amp;gt;„Und wo kriege ich meine Blume?“&amp;lt;br&amp;gt;„Vielleicht in einem Blumenladen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marianne verlässt das Geschäft, immer noch nackt. Die Leute schauen ihr nach und zeigen mit dem Finger auf sie. Einige nehmen ihr Handy hervor und rufen die Polizei an. Sie geht auf der Untergasse, bis sie zur Seevorstadt kommt. Dort bleibt sie an der Bushaltestelle stadteinwärts stehen. Die Menschen in den vorbei fahrenden Autos schauen sie mit offenem Mund an. Als ob sie noch nie eine nackte Frau gesehen hätten.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;Von Mar Feyfar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedienen sich nicht alle aus ein und demselben Topf von Weisheiten. Der größer wird, wird man älter. Leuchten Erklärungen zwischenmenschlicher Beziehungen nicht sowieso aus diesem Grund ein. Weil sie nachvollziehbar sind. &amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;Diese Nachvollziehbarkeit von vollzogenen Gedankengängen, die uns andere mitteilen, erweckt in uns den Eindruck, einen Begriff wie Wahrheit verwenden zu können und dass es nur eine einzige, universelle Wahrheit gibt, die es zu entdecken gilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ist das nicht schlicht so, weil es nun mal nur einen einzigen grossen Topf der Weisheiten gibt, aus dem wir uns alle bedienen. Schlicht der Zugang dazu vergrössert sich mit der Zeit. Nicht der Inhalt. Der blieb und bleibt gleich in aller Zeit. Noch nie habe ich etwas gehört, was mir wirklich neu erschien. Auch wenn ich selbst noch nicht darauf gekommen war. Wir glauben zu verstehen. Wir glauben andere zu verstehen. Wir glauben zu wissen, wie wir selbst funktionieren. Wie unsere Psyche funktioniert. Wir haben das Gefühl dazu zu lernen. Auf eine weitere Ebene der Reife und Weisheit zu gelangen. Wir glauben der Wahrheit über die Seele und ihren Tiefen und Untiefen weiterhin ein Stück näher zu kommen. Aber tun wir das wirklich. Oder ist es nur unser Geist der uns in die Irre führt, weil wir unwiederbringlich auf dieser untersten Ebene, auf dieser Entwicklungsstufe unserer Geistigen Fähigkeiten, unserer Gehirn-Aktivitäten festsitzen? Wo ist der Punkt, an dem man ansetzen müsste, um die menschlich-soziale Substanz von einem völlig anderen Ausgangspunkt her zu betrachten. Ohne sich an standardisierten Sätzen, Theorien und Erklärungen fest zu halten. Ohne etwas schon Dagewesenes aufzuwärmen. Selbst wenn ich es wüsste. Selbst wenn ich diesen Punkt vor mir sähe, wäre er mir wohl unverständlich; in einer Dimension angesiedelt, die es der Unterentwicklung unseres Hirnes nicht erlaubt auch nur in Ansätzen davon gebrauch zu machen. Vielleicht würde es sogar einfach. „Pling“ machen und plötzlich wüsste ein Jeder was genau zu tun ist. Manipulation. Ein netter Gedanke. Doch so einfach wird es nicht sein. Dieses Stadium, das höhere Stadium der geistigen Fähigkeiten gilt es taktisch zu erreichen. Ein Stadium, in dem es möglich sein wird, Gedanken, Gefühle und sogar nur die reine Existenz anderer Individuen im Zeitraum eines Wimpernschlages in sich aufzunehmen, zu durchschauen und die Welt in ihrem grösseren Zusammenhang zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aus den standardisierten Gedankenläufen auszubrechen und das Bewusstsein auf eine Ebene zu bringen, in dem es möglich wird die Welt in ihren Grundzügen zu verstehen und an eine Form der Wahrheit zu gelangen, die unserem unterentwickelten Bewusstsein bis anhin verborgen blieb, gilt es auch die standardisierten Verhaltensweisen hinter sich zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man das anstellen. Ein Werkzeug könnte sein, sich in Alltagssituationen zu begeben, in denen von allen Mitgliedern unserer Gesellschaft exakt dieselben Verhaltensweisen erwartet werden. In einem ersten Schritt, müsste man sich diesen Verhaltensmustern bewusst werden, um sich in einem nächsten Schritt von ihnen abzuwenden. Der radikalste und, so scheint mir, effektivste Weg sich von standardisierten Gedankengängen abzuwenden und eine neue Weisheit zu finden ist es, sich in Situationen, die ebendiese Gedankengänge hervorrufen, radikal anders zu verhalten. [[Sich zu verhalten, wie es nicht von einem erwartet wird|Sich zu verhalten, wie es nicht von einem erwartet wird]]. Der radikalste und beste Weg, dies zu bewerkstelligen, so scheint mir, ist es, das genaue Gegenteil davon zu tun, was in typischen Alltagssituationen von einem erwartet wird. &amp;lt;br&amp;gt;Um durch Auswertung auf ein differenzierteres Ergebnis dieses Experimentes zu kommen, wäre es von Vorteil, sich auf die Erfahrungen mehrerer Teilnehmer beziehen zu können. Ein Zusammenschluss unterschiedlichster Individuen, unterschiedlichster Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Vorstellungen von der „gegenteiligen Verhaltensweise“ und der Erprobung dieser, in den unterschiedlichsten Situationen! Niemals dürfte dieses Experiment an die Öffentlichkeit gelangen. Dies könnte möglicherweise die standardisierte Verhaltensweise der unwissenden Mitmenschen beeinflussen. Der Erfolg des Experimentes wäre einzig möglich, wenn sich der Kreis der Eingeweihten auf eine kleine Zahl beschränkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Allianz des abstrakten Verhaltens zur Erweiterung des individuellen Bewusstseins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur „Alliance Abstrakt“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;[[Nackt|Nackt]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Diskussion:Der_Streich</id>
		<title>Diskussion:Der Streich</title>
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				<updated>2008-11-07T10:43:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich finde den text total schön, ich kann mich sowohl in die Frau hineinversetzen, die ihr altes Poesiealbum durchblättert, aös auch in die beiden Mädchen. Und es sind docvh auch immer so kleine unwichtige Szenen an die man sich später zurückerinnert ... uNd die Wendung mir dem Polizisten - toll! Nicole &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lars, jetzt kommst Du in Fahrt ...! Hier habe ich das Gefühl, dass Du nun in die Geschichte und in die Figuren eintauchst. Die Beschreibungen finde ich stärker als die Dialoge. (das nur als erste Eindrücke) - Urs&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erinnerung wirkt echt, man bleibt ja manchmal so bei etwas hängen, vergisst sich und die Welt der Gegenwart. So ist auch zu erklären, dass sie so plötzlich heruntergeht, die Sachen im Estrich stehn lässt - den Anfang finde ich allerdings zu lang, man könnte schneller zur eigentlichen Velogeschichte kommen. Patric &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, wir haben sehr gelacht über die Fahrradgeschichte. Das ist ein wirklich origineller Einfall! Den Anfang würde ich mir auch etwas knapper wünschen. Dafür könnte vielleicht das Ende ein bisschen ausgebaut werden, das hat mich doch etwas vor den Kopf gestoßen, vielleicht lag es auch am sehr knappen Dialog, den ich irgendwie nicht ganz zu den Figuren passend fand, obwohl er dadurch auch bereits fast ins Komische geht. -Amut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ist sie ja, Marianne. Die Idee ist wirklich gut. Vorallem auch plausibel. Auf sowas-und darauf dass soetwas funktionieren könnte-&amp;amp;nbsp;kommt man echt nur, wenn man 14 ist. Ich fand den Dialog gelungen. Mich hat vorallem gefreut, dass die Mädchen so offen zugaben, warum sie das Fahrrad geklaut haben. Hätten sie das nicht getan, wärs peinlich geworden für die beiden.&amp;amp;nbsp;Mit dieser Erinnerung an Teenagertaten,&amp;amp;nbsp;erfährt man&amp;amp;nbsp;mehr über Mariannes Charakter. Solche Sachen machen keine schwachen, schüchternen Mädchen.&amp;amp;nbsp;Schönes&amp;amp;nbsp;Werkzeug um eine Figur&amp;amp;nbsp;greifbarer zu machen.&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schluss wär&amp;amp;nbsp;unter weniger Zeitdruck bestimmt nicht so knapp&amp;amp;nbsp; ausgefallen, oder? Find ich auch etwas schade... Clara&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der Schluss ist leider mit Blick auf die Uhr entstanden... Ich werde mir das nächste Mal mehr Zeit lassen. :) - Lars&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Diskussion:Stern_rot_stern</id>
		<title>Diskussion:Stern rot stern</title>
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				<updated>2008-11-07T10:31:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wer ist Isabelle? Find ich gur, dass es endlich eien verbindung zur AA gibt, wenn auch eine tote, vergangene... Das mit dem roten Stern ist super, da könnte man mit so ineinandergestachelten 'A's ein hübsches Logo kreieren! Patric Ach ja, 2te Frage: Das versunkene Velo gibt's wirklich, oder? Ich habe auch schon Mülltonnen und alles im Kanal gesehen... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte ein Foto davon reinstellen, passt doch zu unserem Projekt. Tja der typische quietschsüße Kitsch, den wir so lieben, das ist Irinicola wie sie leibt und lebt! Also sind wir gespannt auf die genauere Verbindung zu unserer aller trister Vergangenheit... eine genauere Schilderung des Unfalls fände ich auch ganz spannend. - Almut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich ist es nur nicht kitschig genug! Steigern bitte!!! - Almut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das Fahrrad gibts, bin gestern dran vorbeigelaufen. Wenns heute noch da ist, mache ich ein Foto. Es ist echt beängstigend, dass Patric mich schon wieder meine Gedankengänge kennt, der rote Stern sollte echt das Logo von der AA sein&amp;amp;nbsp; ... Na, dann, entwirf mal schön&amp;amp;nbsp;: ) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Isabelle ist wahrscheinlich die Mutter von Franz ... Nicole &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt hast dus doch verraten!!! -Almut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Idee des &amp;quot;Gesprächs mit einem Fahrrad&amp;quot; finde ich einfach sehr witzig! und das hast Du auch überzeugend hingekriegt. Die Verbindung zur AA musst du noch ausbauen und weiterverfolgen. Da liegen ganze (Text-)Schätze für Irina ...! - Urs &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vive l'Alliance! Toll, das BIld vom versenkten Fahrrad, wie es zu Irina hochblickt, aus den tiefen des Wassers. Geisterhaft. Passt gut zur Auferstehung einer toten Person, sei es auch nur in Erinnerungen. Clara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fand ja schon die Aufgabe etwas problematisch, habe mich dann aber doch dem Willen Nicoles gebeugt. Fahrräder, die einen anschauen und mit einem sprechen: Das ist doch Kinderkram, oder nicht? Bei dir, Nicole, ist es gerade auf der Grenze, denn das Ganze ist ja eine Halluzination, oder? - Lars&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Diskussion:Fenster</id>
		<title>Diskussion:Fenster</title>
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				<updated>2008-11-07T10:22:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich mag Hugo mit seinen Ticks, Insektenmatsche am Fenster ist aber auch echt eklig. Das verräterische Herz-ein Klassiker. Und ich finde es passt zu Hugo, dass sowas das Schlimmste ist, was er erlebt hat, weil er so mit seinen Zwängen beschäftigt ist, dass er gat nichts böses machen kann. Tut mir leid, das zu sagen, aber genauso hatte ich mir das vorgestellt&amp;amp;nbsp;; ) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche Story von Poe beziehst du dich? Muss man diekennen, um den Text zu verstehen, voll so Intertextualitätzeugs..? Der Anfang mit dem verschmierten Insekt gefällt - Hugo steht stundenlang vor der Scheibe und wartet mit dem Lappen darauf, die Flecken wegzumachen. Wie ich... Patric &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steht doch da, welche Geschichte gemeint ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also dieser Text (Fenster, nicht Poe) passt zu Hugo wie die Faust aufs Herz meine Auge. Das ist so typisch Hugo, aber wirklich. Und das Insektenbein, köstlich. Was mich wundert, ist das die schlimmste Erinnerung die Hugo in seinem kranken Hirn verborgen hält??? Das glaube ich dann doch nicht. Vielleicht könnte man den Text ein klein wenig raffen und zur Lesbarkeit ein paar Absätze einbauen. Außerdem finde ich, je mehr abgefahrene Gedanken von Hugo drinstecken, desto besser. - Almut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kommt Hugo als Figur so richtig plastisch raus! Sehr gut. Und Nicoles &amp;quot;Fahrradsatz&amp;quot; hast du wirklich meisterhaft eingebaut! und das nicht nur, weil du dich auf einen Meister beziehst ...! - Urs &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Passt wirklich gut zu Hugo, diese Geschichte. Lieber irgendwas heimlich verschwinden lassen, als sich zu stellen. Auch, dass er auf Poe steht, kann ich mir gut vorstellen... Hätte noch etwas mehr Ekel vor dem Fleck erwartet. Reicht ihm da echt ein feuchter Lappen? Ein totes, zermatschtes Insekt! Holt er da nicht sofort den Spiritus raus und zieht die Gummihandschuhe an? Clara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie gut du Hugos Ticks und Zwänge beschreibst. Was mich aber schon mal interessieren würde: Wie kommst du zu diesem Material? - Lars&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Diskussion:ReBicycelte_Shirt</id>
		<title>Diskussion:ReBicycelte Shirt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Diskussion:ReBicycelte_Shirt"/>
				<updated>2008-11-07T10:18:41Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich hab den halben Morgen an diesem Shirt gebastelt und trage es mit stolzgeschwollener Brust - ihr solltet mich sehen! Leider kommen die Fotos mit Selbstauslöser alle sch...lecht, bin ganz verzweifelt, drum wart ich auf meinen Bruder und dann gehen wir Fotoshooting machen... Patric ---- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeig her! Find ich witzig Hugo mal von aussen zu sehen... Auch wenn ich ihn mir ganz anders vorgestellt hatte. Oder gerade deshalb... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hoffe du stellst hier wirklich Bildis rein? Sonst wäre ich wirklich enttäuscht. Kein schöner Text von Ester wie sonst... Ich hoffe beim nächsten Mal. - Almut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buhu, kein Text von Ester. Aber wenn ich dich wenigstens sonst zu Kreativität anstacheln konnte, wenns auch nur Trotz-Kreativität ist ... Nicole &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; Bin auch gespannt auf das Shirt - Neuzeitliche &amp;quot;Höhlenmalerei&amp;quot;? - Urs&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoffentlich einmal ein originelles T-Shirts im Gegensatz zu den Markenshirts, die du aufzählst? Bin gespannt! :) - Lars&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Diskussion:Star</id>
		<title>Diskussion:Star</title>
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				<updated>2008-11-07T10:15:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;dieser Text klingt regelrecht - ich würde ihn sehr gerne von Dir gelesen hören. Sollen wir eine Leung davon aufnehmen und dann in die Seite integrieren? - Urs &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mag auch den hektischen Rhythmus. Und dann sind so ein paar Bilder drin: schwarz geblendet z.B. das kreiiert so eine Stimmung ... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dachte ich auch. Ist ein richteiger Sprech-Text. Der Rhythmus gefällt mir. Wie drastisch das anhand der Sprache rüberkommt, dieser Unfall, die abgetrennten Fingerkuppen. Aufnehmen! Unbedingt! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und ich dachte, du magst keine Gedichte. Würde ich auch gerne hören. Klingt wie eines von Andrea Heuser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne würde ich es aufnehmen. Hab ich noch nie gemacht, bin sehr gespannt. Und freut mich, dass es euch gefällt, hatte schon Angst ihr findet es nur anstrengend&amp;amp;nbsp;;) Ich glaube ich habe mich von Stern stern rot und so inspirieren lassen. - Almut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kann mich nur meinen Vorrednern anschliessen: Der Text hat einen schönen Rhythmus. - Lars&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Diskussion:Puzzle</id>
		<title>Diskussion:Puzzle</title>
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				<updated>2008-11-07T10:13:28Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich mag den Anfang. Suppige Himmel hab ich schon oft gesehen, aber ich wusste es nicht. Das Ende ist ein bisschen konventionell, aber das ist halt so bei Autounfällen. Nicole &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderung der Situation gefällt mir sehr gut, ist sehr stimmungsvoll. Ich hätte mir ja fast gewünscht, das Fahrrad und die schlimme Erinnerung wären auf den Schnipseln abgebildet. Das hätte gleich einmal ein altes Geheimnis zumindest teilweise gelüftet und die aufgebaute Spannung eingelöst oder gesteigert. So beginnt noch eine neue Geschichte, die allerdings zu Mar sehr gut passt. In Anbetracht der Heftigkeit dieser Erinnerung würde ich aber doch eine stärkere Reaktion und Gefühlsäußerung von Mar erwarten. Schließlich erfahren wir sonst auch immer sehr viel von ihrer Stimmung und sind sehr dicht bei ihrer Person. - Almut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, den suppigen Himmel seh ich auch, voll so die Rotz- Schleim-Suppe, hässlich, typisch für Biel und das wabernde Ding hat sich bis nach Bern ausgebreitet, wäääh, da ist klar, dass Mars Stimmung so absinkt, dass macht einen krank, ich schwör's, merk das selbst... Ja, die Erinnerung gibt der Idee der AA eine gewisse Motivation, allerdings verlieren wir die Geschichte mit den Schnipseln erneut. Patric&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke ihr. Damit kann ich viel anfangen! Der Schluss ist banal. Schon klar. War auch schon 10.28&amp;amp;nbsp;:) Mit dem Hintergedanken, ihn noch abzuändern... Clara &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Félicitation für den &amp;quot;Suppenhimmel&amp;quot;! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild des Vaters, der, im Augenblick, als er seine Tochter&amp;amp;nbsp; LOSLAESST - sozusagen ins Leben stösst - dabei selbst schwer verletzt wird, &amp;quot;amputiert&amp;quot; wird, ein Stück Leben verliert - das finde ich ein sehr starkes Bild, und das kann, wie Patric sagt, bestimmt ein Potential für die AA sein, ... werden .... - Urs (hier spricht natürlich meine 3-fache-Vater-Seele ...)&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde es sehr überzeugend, wie du zuerst die Spannung aufbaust und dann das Schockmoment genau im richtigen Moment einbaust. Chapeau! - Lars&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://simultan.cybertexte.ch/index.php/Der_Streich</id>
		<title>Der Streich</title>
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				<updated>2008-11-07T09:32:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;LarsG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein heftiges Gewitter zieht über B. Es ist Mittwochmorgen, Marianne hat sich eben die Haare gewaschen. Es ist ruhig im Haus. Die Blätter im Garten fallen schnell hinunter, sie werden vom Wind an die Hauswand geklatscht. Marianne überlegt sich, was sie mit dem angebrochenen Tag anfangen könnte. Sie geht im Haus umher. Plötzlich hat sie eine Idee: Sie könnte im Estrich in alten Sachen herumstöbern. Eigentlich wollte sie das Chaos dort oben ja schon lange aufräumen, doch nie hatte sie die Zeit oder Lust dazu. Sie geht in den ersten Stock des Hauses und lässt die ausziehbare Leiter hinunter, die durch eine Luke in den Estrich führt. Es ist schummrig dort oben, nur eine einzige Glühbirne gibt Licht. Sie kämpft sich zwischen Kartonschachteln und allerlei herum liegenden Gegenständen hindurch, bis sie zu einem Kleiderständer kommt. Er ist aus Metall und deutet in der Form den Körper einer Frau an. Marianne kaufte ihn einmal mit Roger in Südfrankreich, als sie dort im Urlaub waren. Es war in Cannes auf einem Touristenmarkt. Vor genau zwölf Jahren. Die Kinder waren damals noch klein, sie schliefen im Hotelzimmer der Eltern, auf Extrabetten. Vier Tage waren sie in der Stadt. &amp;lt;br&amp;gt;Marianne geht weiter und kommt an den Kartons mit Franks Modelleisenbahn vorbei. Auf einem Regal dahinter an der Wand stehen alte Bücher, die niemand mehr lesen will. Dann öffnet Marianne eine Schachtel mit alten Kleidern. Eine Motte fliegt ihr entgegen. Da sind Pullover und Jeans der Kinder, mit denen sie einmal Tag für Tag in den Kindergarten und in die Schule gingen. Roger hatte zu Marianne gesagt, sie solle die alten Klamotten doch wegschmeissen. Doch Marianne hatte es nicht übers Herz gebracht. Sie dachte, vielleicht würden sich die Kinder eines Tages freuen, wenn sie ihre Babyklamotten zu sehen bekämen. In der hinteren rechten Ecke des Estrichs befinden sich alle alten Schulsachen von Marianne und Roger. Marianne kniet auf den Boden und öffnet einen der Schuhkartons. Alte Hefte, in Schnürchenschrift angeschrieben, und Schulbücher liegen darin: Geometrie 1, Deutsche Grammatik. Sie nimmt einige der Sachen aus dem Karton und staunt, als sie die Hefte durchblättert, wie gut sie sich noch an einzelne Aufgaben und Übungen erinnern kann. So als wäre es erst gestern gewesen.&amp;lt;br&amp;gt;Zwischen den Schulbüchern taucht ein anderes Buch auf. Es ist angeschrieben mit “Meine Freunde“. Es ist ein Comic mit drei Mädchen darauf abgebildet. Sie haben alle langes Haar. Marianne öffnet das Buch und blättert von vorne durch: Da ist Martina, die ihr das Sprüchlein “Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heitren Stunden nur“ reingeschrieben hat. Oder Franziska, mit der sie immer ABBA-Platten hörte und die sie deshalb eine “Dancing Queen“ nannte. Und dann ist da noch Petra, die ihr ein kleines Fahrrad auf die Seite gezeichnet hat. Es sieht sie mit Augen an, die zu sagen scheinen: Ich weiß, was du getan hast. Marianne bemüht sich, an etwas anderes zu denken. Dass sie jetzt doch erwachsen wäre und wisse, dass Fahrräder keine Augen haben. Doch die Erinnerung lässt sie nicht mehr los.&amp;lt;br&amp;gt;Es war an einem Mittwochnachmittag, nach der Schule. Sie gingen zusammen in die Badeanstalt. Marc war ein Junge in der sechsten Klasse. Beide, Petra und Marianne, standen auf ihn. Auch er war in der Badeanstalt und machte mutige Sprünge vom Dreimeterbrett. Marianne und Petra standen daneben und bewunderten ihn. Sie tuschelten etwas und beschlossen dann, dass sie irgendwie auf sich aufmerksam machen mussten. Sie legten sich wieder auf ihre Handtücher und heckten einen Plan aus. Sie wollten das Fahrrad von Marc stehlen, es an einen geheimen Ort bringen und dafür Lösegeld fordern. Sie zogen sich also an und gingen zu den Fahrrädern vor der Badeanstalt. Sie wussten genau, welches Marcs war. Er hatte es nicht abgeschlossen, denn niemand schloss damals sein Fahrrad ab. In einer schnellen Bewegung nahmen sie es und spazierten damit von der Badeanstalt weg. Sie hinterliessen einen Zettel, auf dem stand: “Um 19 Uhr beim alten Bahnhof. Lösegeld 50 Franken.“&amp;lt;br&amp;gt;Petra und Marianne gingen zum alten Bahnhof und warteten. Es war kurz nach 18 Uhr. Sie wussten, dass Marc sich jetzt langsam auf den Weg nachhause machen würde. Plötzlich tauchte er auf der schnurgeraden Strasse auf, aber er war nicht alleine. Neben ihm ging ein Polizist. „Halt!“, rief dieser, als sich Marianne und Petra schon davon machen wollten. „Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?“, sagte der Polizist, als er bei ihnen und dem Fahrrad ankam. Marc stand neben ihm und schwieg.&amp;lt;br&amp;gt;„Es sollte nur ein Spass sein“, sagte Martina mit schüchterner Stimme.&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist Diebstahl“, sagte der Polizist.&amp;lt;br&amp;gt;„Sagen Sie es jetzt unseren Eltern?“, fragte Petra.&amp;lt;br&amp;gt;„Nicht wenn ihr euch bei mir entschuldigt“, sagte Marc.&amp;lt;br&amp;gt;„Na gut“, sagten Marianne. „Es tut uns Leid. Wir wollten eben nur, dass du uns mal beachtest…“&amp;lt;br&amp;gt;„Das ist euch aber gründlich gelungen“, sagte der Polizist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marianne blättert weiter im Buch. Da ist Rebekka, mit der sie später Tennis spielte. Sie war die Freundin von Marc und verbrachte viel Zeit mit Marianne, obwohl sie zwei Jahre älter war als sie. Marianne blättert immer schneller und liest die Sprüche und Wünsche ihrer Freundinnen nur noch quer. Dann legt sie das Buch zurück, verschliesst die Kiste und geht zur Leiter.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fahrräder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Category:Marianne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LarsG</name></author>	</entry>

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